Test
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29.09.2010

Testmarathon Drum-Mikrofonkoffer

Preisklasse bis 1000 Euro

Sich für ein komplettes Drumset eine Mikrofon-Auswahl zuzulegen, das wird meist teuer und ist zeitaufwendig. Vor allem muss darauf geachtet werden, dass sich die Mikrofone gut ergänzen und den Charakter der Trommeln nicht zu stark verfälschen. Inzwischen haben sich zum Glück viele bekannte  Hersteller von Mikrofonen die Mühe gemacht, Drum-Mikrofon-Koffer zusammenzustellen.

Dabei bestehen diese häufig nicht nur aus Mikrofon-Modellen des bekannten Sortiment der Hersteller, sondern bieten speziell entwickelte Mikrofon-Serien im Sinne einer durchdachten, kleinen Kollektion. Jede Firma hat sich da so ihre ganz eigenen Gedanken gemacht, der Weg zum Ziel ist mitunter sehr unterschiedlich. Trotzdem haben alle Koffer wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie werden – bis auf das Samson 8 Kit – ohne Hi-Hat-Mikrofon geliefert. Auch selten ist ein drittes Tom-Mikrofon, genauso wie ein speziell nur für die Snare konzipiertes Mic. Zwar deuten Aussparungen in den Koffern darauf hin, dass gerne nachgekauft werden darf, nur liegt der Kaufpreis für ein einzelnes Mikrofon dann häufig unverhältnismäßig weit über dem des im Setup gekauften Mikrofons. Also: wer nicht extra ein Hi-Hat-Mic kaufen möchte oder grundsätzlich drei Tom-Schallschlucker braucht, der sollte sich gut überlegen, zu welchem Set er greift, beziehungsweise ob ein Griff zum Taschenrechner und ein Preisvergleich nicht vielleicht sinnvoller wären. Mit einem Preis von cirka 899 Euro sticht das Setup von Beyerdynamic deutlich als das teuerste des Tests heraus, die meisten Koffer sind schon für unter 500 Euro zu haben. Insgesamt ist die Preisgestaltung wirklich erstaunlich, denn keines der Sets gibt sich in Sachen Qualität die Blöße, trotzdem sind natürlich nicht alle auf einer Augenhöhe.

Wir testeten die Mikrofone für euch im Maarwegstudio 2 in Zusammenarbeit mit der Firma Stackman Productions um den Hit-Produzenten Wolfgang Stach. Ein geeigneteres Terrain für einen fairen Wettkampf als das ehrwürdige Rock'n´Roll-Studio in Kölns Westen kann es kaum geben, denn der große Aufnahmeraum ist relativ trocken und klingt im Vergleich zu Studios mit hohem Holz oder Glasanteil neutral. Was da zu hören ist, sind vor allem die Trommeln, die Preamps und Kompressoren und – natürlich – die Mikrofone.

Das Drumset besteht aus: Slingerland Radio King BD in 24“ und Toms in 13“ und 16“ von 1953. Craviotto Diamond Copper Snare in 6 ½ Zoll, Istanbul Agop Hihat 15“, Meinl Byzance Dark Crash 18“, Meinl Byzance Stadium Ride 22“, Meinl Byzance Jazz Ride 20“. Dieses Schlagzeug bietet ein großes Spektrum an Sounds und Frequenzen und war somit das ideale Test-Set.

AKG Rhythm-Pack

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Audio Technica MBDK7

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Beyerdynamic Opus L

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Samson 8Kit

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