Test
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18.01.2017

Praxis

Grundsätzlich einfache Installation

Die Installation des Hardware-Meters verlief ohne Probleme, lediglich die Ausstattung mit BNC-Buchsen störte sich an meinem Umfeld ein wenig: Eine längere Peitsche mit XLR-Steckern hätte mir persönlich besser gefallen, genau wie die Möglichkeit, die Peitsche alternativ nach unten – und nicht nur nach hinten – anschließen zu können. Andererseits bin ich mir durchaus bewusst, dass BNC im Broadcast-Umfeld viel häufiger zum Einsatz kommt.

Und nun ein kleiner Überblick im Video:

 

Plug me in!

Eleganter als die BNC-Anbindung ist die Verbindung mit USB. Dickes Plus: Durch Verschieben/Kopieren des dazugehörigen Plug-ins in der DAW kann man sich wirklich jedes Signal aus dem DAW-Projekt auf den Bildschirm holen. Andererseits geht das auch über entsprechend genutzte Solos und die Applikation des Meters im Master. Außerdem bietet nicht jede Applikation unkomplizierte Plug-in-Integration, man denke nur an iTunes.

Leider erfordert der Plug-in-Mode ein kleines Reset des Meters, sodass man nicht ganz so flink zwischen allen digitalen Inputs und dem Plug-in wechseln kann. Andererseits: Nur das Plug-In kommt auch mit 96 kHz klar!

Leider kein analoger Eingang

In meinem Fall habe ich den analogen Ausgang des RME UFXs mit dem AES-Out gespiegelt und diesen für den Anschluss des Meters genutzt. Schöner hätte ich es gefunden, wenn es einen analogen Eingang gegeben hätte, sodass ich mein Outboard-Signal auch vor der Wandlung hätte betrachten können. Hier muss man sich zwangsweise mit zusätzlichen Wandlern behelfen, wobei ich mich ungern in weitere Kosten stürzen würde, nur um Pegel zu visualisieren.

Was ich noch vermisse?

Die Touchscreens und die Modularität der RTWs fehlen, sodass man sich seine Anzeigen leider auch nicht „customizen“ kann. Besonders schade finde ich das Fehlen einer "analogen VU"-Anzeige oder deren Simulation, weil ich besonders an diesen und ihrer trägen Ballistik Dynamiken gut ablesen kann. Auch nicht ein Board: Ein Goniometer.

Schön wäre auch ein eingebautes Mic gewesen, um sich die aktuelle Lautstärke im Raum anzeigen lassen zu können. Damit könnte man nicht nur leichter Referenzlautstärken finden, sondern sich auch vor allzu hohem Pegel schützen.

Im Großen und Ganzen sind dies aber nur Kleinigkeiten und man darf auch nicht vergessen, dass surroundfähige Meter von RTW deutlich teurer sind.

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