Gitarre Hersteller_TC_Electronic
Test
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30.01.2016

Praxis

Bevor wir den BonaFide Buffer ins Spiel bringen, wollen wir uns das heutige Amp-Setup erst einmal in Reinform anhören. Ich nutze für den Test eine Yamaha Pacifica 611, bei der ich in der Mittelposition den P90 am Hals gemeinsam mit dem gesplitteten Seymour Duncan Humbucker am Steg aktiviert habe. Als Amp kommt ein Engl Gigmaster 15 Topteil zum Einsatz, dessen Vorstufe des ersten Kanals voll aufgedreht ist. Der Master für die Endstufe steht moderat bei 10 Uhr. Das Resultat ist ein etwas beißender und sehr durchsetzungsfähiger Crunchsound, an dem sich klangliche Unterschiede schnell festmachen lassen.

So klingt das Signal, wenn ich mit meinem 3 Meter langen Klinkenkabel direkt in den Amp gehe.

Nun führt dasselbe Kabel in eine Reihe von fünf Bodeneffekten, die untereinander mit gewöhnlichen Patchkabeln verbunden sind. Anschließend geht es mit einem weiteren 3 Meter langen Kabel zurück in den Amp.

Das klangliche Ergebnis ist wirklich eindeutig. Das Signal wirkt nun im Vergleich etwas belegt und hat durch seine Einbußen im Höhenspektrum auch klar an Präsenz und Durchsetzungsfähigkeit verloren.

Um die Wirkung von langen Kabelwegen noch genauer zu simulieren, hänge ich zwischen zwei der Bodeneffekte ein weiteres 3 Meter langes Klinkenkabel, was die Kabellänge ohne Bodeneffekte nun schon auf 9 Meter erhöht.

Auch wenn das Ergebnis im Vergleich zu den vorherigen beiden Beispielen nicht so drastisch ausfällt, verliert das Signal trotzdem noch einmal ein wenig an Präsenz. Zeit, TCs Buffer ins Spiel zu bringen. Der sollte dabei in der Regel an erster Stelle der Effektkette hängen. Eine Ausnahme bilden dabei aber z.B. Fuzz-Pedale, die sich besser mit hochohmigen Signalen vertragen.

Um die Wirkung des BonaFide Pedals zu verdeutlichen, habe ich das eben gehörte Audiobeispiel noch einmal vor das Folgende gesetzt. Ihr hört also erst alle fünf Pedale mit 9 Meter Kabellänge ohne Buffer und danach mit.

Der BonaFide Buffer bringt eindeutig die Höhen zurück. Sehr schön!

Abschließend möchte ich noch hören, ob das Pedal auch wirklich völlig färbungsfrei arbeitet.

Dafür nehme ich eine Akkordsequenz mit meinem Ditto Looper auf, um das Ergebnis von kleinen Unterschieden in der Spielweise unbeeinflusst zu lassen. Der Ditto hängt mit einem kurzen Patchkabel direkt vor dem Amp, der nun - um die Ohren im Vergleich nicht so schnell ermüden zu lassen - relativ clean eingestellt ist. Ihr hört erst das Signal direkt aus dem Ditto, im zweiten Durchlauf schalte ich dann mit einem weiteren Patchkabel den Buffer zwischen Looper und Amp.

Ich kann zwischen beiden Aufnahmen keinen Unterschied feststellen. Test bestanden!

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