Hersteller_Sonor
Test
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01.02.2012

PRAXIS

Der Sonor-Teppich wird von mir auf jeder der beiden Snaredrums in zwei unterschiedlichen Spannungen getestet. Schliesslich gibt es diesbezüglich je nach bevorzugtem Musikstil oder persönlichem Geschmack sehr unterschiedliche Präferenzen (Um die Klangunterschiede optimal beurteilen zu können, rate ich übrigens zu einem guten Kopfhörer). In der mittleren Spannung fällt zunächst auf, dass die Obertonstruktur der Test-Snares beim Sonor-Teppich deutlich anders gelagert ist als beim Vergleichsmodell mit Stahlspiralen. Tatsächlich kann man hier Parallelen ziehen zum Klangverhalten von Stahl- vs. Messingkesseln. Der Spiralteppich aus Messing verschiebt das Frequenzspektrum des Snaresounds quasi um eine Stufe nach unten. Die hohen Frequenzanteile werden reduziert, dafür treten die Mitten sowie der Grundton der Trommeln stärker hervor. Durch diese Verlagerung entsteht der Eindruck von größerer Klangfülle und Wärme, was besonders der flachen Test-Snare zugute kommt. Aber auch die tiefe Bronze-Snare klingt in der mittleren Spannung mit dem Markenteppich eindeutig besser. Die Anschläge sind klarer zu orten und der Sound ist etwas trockener und konkreter, was einerseits der verminderten Spiralenanzahl und andererseits der speziellen Anordnung geschuldet ist. 

Ein wirklich interessanter, eigenständiger Sound ergibt sich bei einer strammeren Teppichspannung. Vor allem die Alu-Snare gewinnt hier noch einmal deutlich an Transparenz, Punch und Lautstärke, bei gleichbleibend sensibler Ansprache. Ein Sound, der sich hervorragend für knackige Funk-Patterns oder tighte Rockmusik eignet.

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