Test
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01.08.2017

Sennheiser XSW 2-835 E-Band Vocal Set

Funkstreckensystem

Mittelfeldspieler

Sennheisers XS Wireless 2 ist die höherwertigere der beiden XS-Einsteigerserien. Verglichen mit XS Wireless 1 glänzt der Empfänger mit einem stabileren, wertigeren Metallgehäuse und beiliegenden Rack-Adaptern. Außenliegende BNC-Buchsen ermöglichen entweder den direkten Anschluss zweier Empfangsantennen oder aber – im Rack-Verbund - auch die Versorgung über einen Antennensplitter.   Wie üblich bietet Sennheiser die XS Wireless 2 für alle derzeit kostenfreien wie auch kostenpflichtigen UHF-Bänder an. Es gibt fünf Sets: zwei mit Handsender für Gesang und Moderation, drei mit Taschensender plus Headset, Ansteckmikro oder Gitarrenkabel. Zum Test stellt sich heute das Wireless Vocal Set mit Sendemikrofon und dynamischer 835-Kapsel, das zur Übertragung die kostenfreie LTE-Mittenlücke von 823 bis 832 Megahertz und das ISM-Band 863 bis 865 Megahertz nutzt.

Details

Empfänger

Gehäuseschale und Boden des EM-XSW-2-Empfängers bestehen aus Stahlblech, Frontplatte und Rückwand dagegen aus robustem Kunststoff. Zwei BNC-Buchsen warten hier auf den Anschluss der zum Set gehörenden, dreh- und schwenkbaren Empfangsantennen. Zum Abgriff des Audiosignals gibt es eine symmetrische XLR-Buchse in Kombination mit einem unsymmetrischen Klinkenausgang. Je nach Empfindlichkeit des nachfolgenden Eingangs kann das Pegelniveau mittels Mic/Line-Umschalter um 20 Dezibel verändert werden. Der Squelch-Trimmer bestimmt den Ansprechpunkt der Rauschsperre, welche Störgeräusche auf der PA verhindert, wenn der Sender ausgeschaltet ist. Strom liefert ein externes Steckernetzteil. Damit sich die Steckverbindung nicht unbeabsichtigt löst, hat Sennheiser am Gehäuse einen Zugentlastungsbügel für das Stromkabel vorgesehen. Zum Lieferumfang gehören außerdem Adapter für die Rack-Montage: Zwei Empfänger nebeneinander bilden eine 19-Zoll-Einheit, ein einzelnes Gerät wird mithilfe einer Blende auf die passende Breite gebracht. Für besseren Empfang ist beim Rack-Einbau das Verlegen der Antennen an die Vorderseite zu empfehlen. Die dafür notwendigen Bohrungen in die Rack-Ohren und in die Blende hat Sennheiser bereits vorgenommen, BNC-Buchsen für Antennen und Verbindungskabel müssen jedoch extra geordert werden.

Vorderseitig liefert ein Display alle zum Funkbetrieb wichtigen Informationen. Angezeigt werden HF- und NF-Pegel, ferner die Empfangsfrequenz in Zahlenform plus Preset (Bank und Kanal), in welchem die aktuelle Frequenz gespeichert ist. Eine Übersteuerungsanzeige gibt es leider nicht. Solange das Batteriesymbol beständig leuchtet, ist mit der senderseitigen Stromversorgung alles in Ordnung. Beginnt es zu blinken, sollte man mit dem Batteriewechsel nicht mehr allzu lange warten.

Zur intuitiven Bedienung des Empfängers reichen vier Tasten: Mit den Up/Down-Pfeilen ruft man die Funktionen Tune, Preset und Scan auf, behelfs „Set“ wird jeweils bestätigt bzw. gespeichert. Tune ermöglich das manuelle Einstellen und Ablegen der Empfangsfrequenz in 25-Kilohertz-Schritten auf einen einzelnen Speicherplatz (Bank U). Unter Preset sind acht Bänke mit je zwölf Kanälen intermodulationsfrei vorprogrammiert. Dies erleichtert das störungsfreie Zusammenspiel mehrerer (maximal zwölf) XS-Funkstrecken. Sind einzelne Kanäle vor Ort bereits blockiert, erkennt das die Scan-Funktion und schlägt Ausweichfrequenzen vor. Sync übermittelt schließlich die am Empfänger eingestellte Frequenz via Infrarot-Schnittstelle an den Sender. 

Sendermikro

Der Handsender hört auf die Bezeichnung SKM XSW e835. Der Schaft und die abschraubbare untere Hülse bestehen aus schlagfestem ABS-Kunststoff. Nimmt man diese ab, kommt das Batteriefach zum Vorschein. Hier sitzen zwei in Reihe geschaltete AA-Mignonzellen unter einer Halteklammer, die sich leicht lösen lässt und so schnelle Batteriewechsel ermöglicht. Ferner gibt es einen vierstufigen Schiebeschalter zur Einstellung der Eingangsempfindlichkeit (0 bis -30 Dezibel).

Ein- und Ausschalten lässt sich der Sender mit einem kleinen Taster oberhalb des Antennenstummels. Noch ein Stückchen weiter unten sitzt, unauffällig versenkt, der Sync-Taster, welcher für den Frequenzabgleich mit dem Empfänger benötigt wird. Auf dem Display oberhalb des Mute-Schiebeschalters bekommt der Anwender Informationen über Bank, Kanal und Sendefrequenz. Den Zustand der Batterien zeigt ein dreiteiliges Balkendiagramm an. Vollausschlag signalisiert bis zu zehn Betriebsstunden, zwei Balken bis zu sieben. Ist nur ein Balken sichtbar, reicht der Strom noch für drei Stunden, während bei blinkender Low-Battery-Warnung die nächste Gelegenheit zum Wechseln wahrgenommen werden sollte. Der stabile Mikrofonkorb lässt sich zu Reinigungszwecken abschrauben. Darunter kommt eine nicht austauschbare, dynamische Kapsel vom Typ 835 aus Sennheisers Evolution-Serie zum Vorschein, die Nierencharakteristik besitzt.

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