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LD Systems U508 HHC2 Test

Die neue U500-Serie von LD Systems ist breit aufgestellt: Es gibt Single- und Duo-Empfänger, Hand- und Taschensender nebst großer Mikrofonauswahl. Uns wurde das U508 HHC2 zur Verfügung gestellt, das aus zwei Handsendern und einem 19-Zoll-Doppelempfänger besteht. Durch die große Auswahl zusätzlicher Hardware (Headsets, Lavalier- oder Clip-Mikrofone, Wechselköpfe usw.) kann der Anwender sein System sukzessive erweitern. Klären wir also die Frage, ob ein Investment in LD Systems U500-Serie eine lohnende Sache ist.

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Details

Schauen wir uns zunächst den Handsender U508HT an. Das Design ist zurückhaltend, die Farbgebung neutral. Bis auf das Display und den silbernen Einsprechkorb sind alle Oberflächen schwarz gehalten und somit reflexionsarm. Der penibel gefertigte Einsprechkorb schützt zuverlässig die Kondensatormikrofonkapsel mit Hypernieren-Charakteristik. Ungewöhnlich für die Preisklasse ist, dass alle Handsender der U500-Serie Wechselköpfe besitzen. Alternativ kann der Anwender aus zwei weiteren dynamischen Wechselköpfen (Niere und Hyperniere) wählen, die mit 49,90 Euro sensationell günstig sind. Fremde Organspenden, etwa Wechselköpfe von Shure, sind leider nicht möglich.
Neben dem Power-Schalter besitzt der Handsender zwei Taster, die sich unter der Batterieabdeckung verbergen. Hier lässt sich das Gain von 0 bis -27 dB (in 3-dB-Schritten) und die Sendeleistung einstellen. Das Frequenzmanagement des U508HT wird also über die Sync-Funktion des Empfängers vorgenommen. Dazu später mehr. Zurück zum Power-Schalter oberhalb des Displays. Dieser ist zwar versenkt angebracht, es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, das hektischere Zeitgenossen diesen aus Versehen aktivieren. Hier hilft nur der prophylaktische Griff zum Klebeband. DerAutor hätte einen Power-Taster am unteren Ende des Handsenders bevorzugt. Dort befindet sich allerdings nur das Batteriefach für zwei AA-Batterien bzw. -Akkus.
Ein Highlight ist das hoch auflösende OLE-Display des Handsenders. Der Anwender sieht auf einem Blick die Einstellungen für Group, Channel, den Namen des Senders und die obligatorische Batterieanzeige (fünfstufig). Apropos: Neigt sich die Batterie dem Ende zu, invertiert die Anzeige des Displays invertiert und macht mit einer blinkenden Batteriewarnung auf sich aufmerksam. Klasse, dass nicht nur der Handsender, sondern auch der Empfänger Bericht über den Ladezustand erstattet. Weniger begeistert die Formgebung des Handsenders, dessen Gehäuse nicht eine Kante hat. So eine „runde Sache“ rollt gerne mal von der Bühne oder vom Tisch. Besser gelöst ist die matt-schwarze Oberflächenbeschichtung des Handsenders. Auch mit feuchten Händen stellt sie genügend Grip zur Verfügung. Der Sender liegt angenehm in der Hand, ist nicht zu schwer und zudem gut ausbalanciert. Da wird selbst ein vierstündiger Gig nicht zum unfreiwilligen Workout.

Fotostrecke: 4 Bilder Der U508HT Handsender ist gut ausbalanciert und liegt prima in der Hand.
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Der U508 R2 Empfänger

Fesch sieht er aus, der Empfänger U508: zweifarbige Kunststofffront, zwei große Displays und ein stabiles 19-Zoll-Metallgehäuse mit einer HE. Die Bedienelemente auf der Vorderseite sind schnell aufgezählt. Power-Taste, je Empfangseinheit ein Menü und ein Output-Encoder, ein Kopfhörerausgang samt Lautstärkepoti und ein Infrarotauge, um Empfänger und Sender zu synchronisieren. Der Power-Taster ist versenkt angebracht und muss etwas länger gedrückt werden, damit der Empfänger erwacht. Gute Sache, so sind die Chancen gering, dass der Kandidat unfreiwillig ein- bzw. ausgeschaltet wird.
Das Display gibt unmittelbar Auskunft über die wichtigsten Fakten: RF- und AF-Pegel werden in Balkendiagrammen dargestellt, zudem wird Gruppe, Kanal und Trägerfrequenz angezeigt. Schön ist, dass jede Einheit individuell benannt werden kann. Der Name wird nach der Synchronisation auch auf dem Handsender angezeigt. Vorbei die Zeit, wo die Handsender mit farbigen Klebeband versehen werden mussten, damit auf der Bühne keine Verwechselungsgefahr besteht. 

Fotostrecke: 2 Bilder Zwei unabhängige Empfangseinheiten befinden sich in dem 1 HE großen 19-Zoll-Gehäuse. Ungewöhnlich für diese Preisklasse ist der Kopfhöreranschluss.
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Das Menü ist einfach gehalten. Der Anwender kann Gruppe, Kanal und Frequenz von Hand einstellen, was ich allerdings nur im Notfall empfehlen würde. In puncto Störungssicherheit ist es ratsam, die Auto-Scan-Funktion ihren Job machen zu lassen. Sie scannt die Umgebung wählt automatisch die besten Einstellungen. Damit diese auf den Handsender übertragen werden, aktiviert man im Menü die IR-Sync-Funktion und hält dabei die Infrarotaugen von Sender und Empfänger beisammen. Der Sync-Vorgang ist mit zwei, drei Sekunden extrem schnell.
Weitere Funktion des Edit-Menüs sind Panel Lock (Sperrung der Bedienelemente), eine dreistufe Helligkeitseinstellung für das Displays, Pilot Tone (an/aus), ein dreistufiges Squelch sowie die Namenszuweisung (maximal achtstellig). 

Jeder Empfängerausgang verfügt über XLR- und Klinkenausgänge, zudem gibt es einen Mix-Ausgang. Leider verfügt der Netzstecker über keine Zugentlastung.
Jeder Empfängerausgang verfügt über XLR- und Klinkenausgänge, zudem gibt es einen Mix-Ausgang. Leider verfügt der Netzstecker über keine Zugentlastung.

Zubehör

Respekt, LD Systems stattet die U500-Serie mit reichlich Zubehör aus, für das Mitbewerber gerne einen saftigen Aufpreis verlangen. Wir notieren neben dem Transportkoffer eine gedruckte Bedienungsanleitung, vier AA-Batterien (tatsächlich voll), ein Klinkenkabel und zwei abnehmbare Antennen. Nicht selbstverständlich sind zwei Antennenverlängerungen und zwei BNC-Schraubadapter. Damit lassen sich die Antennen ohne Aufwand auf die Frontseite des Empfängers umsiedeln. Dazu sind in den 19-Zoll-Rackohren schon die passenden Bohrungen vorhanden. Der Anwender muss lediglich die beiden Blindstopfen entfernen, die BNC Adapter einschrauben und mit den Verlängerungen eine Verbindung zu den rückseitigen BNC-Antennenbuchsen herzustellen. Feine Sache, so lässt sich der Empfänger problemlos in einem 19-Zoll-Rack unterbringen.

Fotostrecke: 3 Bilder Das System kommt in einem robusten Kunststoffkoffer.
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