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Test
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22.07.2014

Roland Aira VT-3 Test

Voice Effect/Transformer

Wer ist hier der BOSS ?!

Nachdem wir die Drummachine TR-8 und auch den Basssynth TB-3 der Roland AIRA-Serie im Test hatten, bleiben in logischer Konsequenz nur noch das System-1 und eben der hier getestete Voice-Transformator VT-3 übrig.

Wie alle Geräte der AIRA-Serie hat auch das VT-3 Vorgänger, die als starke Inspirationsquelle den Roland-Produktentwicklern dienen musste. Bei der TR-8 waren es die Drummachines TR-808 und TR-909, bei der TB-3 die TB-303, beim System-1 das System 100. Nur bei dem VT-3 findet man keinen Vorgänger im Roland-Regal. Oder doch: Man muss nur sein Beuteschema auf andere Marken des japanisches Riesens erweitern. Siehe da, schon entdeckt man das VT-1 von Boss, welches gar nichtmal so viel anders aussieht.

Details

Die Äußerlichkeiten

Das Roland VT-3 ist ein Effektgerät für die Echtzeitverarbeitung von Stimmen. Das VT-3 mit seinen intensiven Stimmenverfremdungsmöglichkeiten ist somit der Vocalist in diesem modernen Roland-Quartett, kann aber auch als Vocoder, Harmonizer, Pitch-Shifter und Multieffekt bezeichnet werden.

Das schwarze, 210 x 175 x 57 mm große und 0,7 kg schwere Kunststoffgehäuse ist solide und einwandfrei gefertigt. „Brand-Identity-gemäß“ ist das VT-3 leicht zum Benutzer hin geneigt und ebenso wie TB-3 und TR-8 mit einer gebürsteten Alu-Front und giftgrünen Applikationen versehen. Dazu zählt der grüne Rahmen genauso wie die sechs grün-beleuchteten Gummitaster, die vier Fader, die zwei Potis sowie der Encoder mit seinem LED-Ring.

Die Eingänge

Das Effektgerät benötigt natürlich ein Eingangssignal. Dieses kann sowohl über USB in Verbindung mit dem integrierten Audiointerface eingespeist werden als auch analog, also über ein Instrumenten- oder Mikrofonkabel, zugeführt werden. Mikrofone können dabei auf zwei Arten an den eingebauten Vorverstärker des VT-3s angeschlossen werden. Zum einen gibt es eine rückseitige Combo-Buchse (XLR/TRS), zum anderen aber auch einen 3,5mm-Miniklinkenanschluss an der Vorderseite. Dieser befindet sich direkt neben dem 3,5mm-Kopfhöreranschluss und ist damit ideal für den Anschluss von Headsets geeignet.

Die beiden Potis auf der Geräteoberseite regeln die Ausgangslautstärke (und damit auch den nur mäßig kräftigen Kopfhörerverstärker) sowie das Gain des Preamps. Direkt neben diesem befindet sich noch eine LED-Kontrollleuchte namens „Peak“, die im Falle des übersteuernden Vorverstärkers rot aufleuchtet. 

Der Signalfluss

Ein Signal passiert im Gerät drei verschiedene Teil-Effekte (Pitch, Effekt, Reverb) bevor es wieder die unsymmetrischen Klinkenbuchsen verlässt. Das wiederum geschieht wahlweise in Stereo oder in „Bypass–Mono“, was bedeutet, dass das bearbeitete Signal und das „trockene“ Signal gleichzeitig abgreifbar sind. Dies sollte weitergehende Bearbeitungen durchaus vereinfachen. Was genau jeder Parameter dieser drei Effekte-Blöcke macht, hören wir uns aber lieber im Praxisteil an. Nur soviel vorweg: „What you see is what you get“ ist auch bei diesem AIRA-Produkt angesagt: Versteckte Funktionen gibt es also nicht.

Weitere Anschlüsse

Links außen auf der Rückseite findet sich die USB-Buchse für das integrierte 96kHz/24Bit- Audiointerface, wie es alle AIRAs zu bieten haben. Daneben befindet sich der Power-Schalter und der Netzteilanschluss, wobei hier anzumerken ist, dass das VT-3 wahlweise auch mit USB-Buspower funktioniert. Ein passendes Netzteil ist dennoch Teil des Lieferumfangs.

Anschließend finden sich drei große 6,35mm-Klinkenbuchsen, wobei erstere für den Anschluss eines Fußschalters oder Pedals gedacht ist, um auf diesem Weg alternativ den Bypass aktivieren zu können. Die beiden anderen Buchsen stellen den Stereoausgang dar, wobei dieser mit dem darüber liegenden „Select“-Schiebeschalter auch so konfiguriert werden kann, dass, wie bereits angesprochen, rechts das „trockene“ Signal und links das Effektsignal ausgegeben wird.

Rechts findet sich dann noch die XLR/Klinke-Combobuchse, deren 48-Phantomspannung für den XLR-Input mit dem Schiebeschalter links davon aktiviert wird. Ganz außen findet sich noch ein kleines Loch, welches dem Anschluss eines Kensignton-Locks dient, um sich vor Langfingern schützen zu können. Und auf zur Praxis!

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