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Test
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20.01.2021

Rane One Test

DJ-Controller

Performance-Controller mit motorisierten Plattentellern

RANE ONE, so nennt sich der designierte neue Stern am Himmel der All-in-one DJ-Controller mit direkt angetriebenen Plattentellern. Und wie man es von der Firma RANE erwartet, setzt ihre erste All-in-one-Kommandozentrale für Serato DJ auf ein robustes Metal-Case, ist mit massiven 7,2 Zoll Plattentellern mit regelbarer Antriebskraft ausgestattet und hat auch sonst allerhand interessante Features zu bieten. Darunter professionelle Anschlussschnittstellen, ein integriertes 24 Bit/48kHz USB-Audiointerface, diverse Performance-Tools und nicht zu vergessen der hauseigenen MAG FOUR Fader und große FX-Transformer-Hebel sowie 16 Trigger-Pads für Hotcues, Loops, Sampler und Co.

Einen „Haken“ hat die Sache allerdings: Das Gerät kostet fast 1499 Euro im Laden, was verglichen mit den Preisen von Einzelkomponenten wie dem Twelve MK2 im Doppelpack (zum Test) und einem RANE Seventy Battlemixer (zum Test) zwar nur rund ein Drittel ausmacht, für einen DJ-Controller aber dennoch „eine Menge Holz“ ist.  Was darf man vom RANE ONE erwarten und welche Zugeständnisse sind hier zu machen?

Details

Zunächst heißt es wie bei einem normalen Plattenspieler auch: zusammenbauen. Wenngleich sich dies beim RANE ONE auf den Plattenteller, die Slipmat und Vinyl-Auflage beschränkt. Die Komponenten gehören mit zum Lieferumfang, ebenso wie die benötigten Kabel, ein Handbuch, ein Satz Aufkleber und eine Tube DeoxIT FaderLube, wie auf dem nachstehenden Foto abgebildet.

 

Imposantes Erscheinungsbild

Der Controller ist wahrlich „built like a tank“, keine Frage und mit fast 11 kg Lebendgewicht und den großen Standfüßen „steht er wie eine Eins“ auf dem Tisch, das dürfte Scratchern und DJs, die impulsiv an den Bedienelemente herumfrickeln und wildes Pad-Gehämmer betreiben, sicherlich gefallen. Dennoch ist das Gerät mit Maßen von 674 x 345 x 124 mm auch von einer Person praktikabel zu transportieren. Sollte dies öfter nötig sein, ist ein Flightcase wie das Thon DJ Case RANE ONE wärmstens zu empfehlen. Kostenpunkt: 229,- Euro.

Ein- und Ausgänge

Ein Blick auf das Backpanel lässt unschwer erkennen, dass der RANE ONE aber nicht nur als DJ-Controller fungieren kann, sondern auch mit Schnittstellen zum Anschluss externer Zuspieler bestückt ist. So lassen sich zwei Phono- oder Line-Geräte via Cinch anschließen. Über den Aux-Input – ebenfalls Cinch – beteiligt sich ein weiterer Player,  eine Groovebox oder ähnliches am Geschehen.

Für nahtlose DJ-Wechsel und Back2Back-Performances zweier Protagonisten sind gleich zwei USB-Buchsen für Laptops/Computer vorhanden. Auch wenn einem der Bolide beim Gig vielleicht nicht gerade unbemerkt unter den Fingern weggemopst werden kann, hätte dem Gerät ein Kensington-Lock gut zu Gesicht gestanden.

Für die Beschallungsanlage verbaut RANE 2x XLR-Paare für Master und Booth sowie 1x Cinch für den Master, was professionellen Einsätzen gleichermaßen entgegenkommt wie auch semiprofessionellen Anwendungen und Hobby-DJs.

Sollte man sich zur rappenden Zunft zählen, moderieren oder sonstige Sprach- und Gesangsdarbietungen einfließen lassen wollen: Zwei XLR/Klinke-Kombobuchsen stehen für Mikrofone bereit und die Signale können über das frontal zugängliche Regelwerk in Pegel und Klangcharakteristik mittels High- und Low-EQ angepasst werden. Schade nur, dass keine Talkover-Funktion integriert wurde und der Einschalt-DIP-Switch, der an Channel 2 ebenso AUX scharfschaltet, ist schon etwas klein geraten. 

Die Bedienoberfläche bietet zahlreiche Stellschrauben für die kreative Mix-Performance, schauen wir uns das genauer an ...

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