Hersteller_Pioneer
Test
5
15.10.2014

Pioneer HDJ-C70 Test

Geschlossener DJ-Kopfhörer

Beweglich & modular!

Der HDJ-C70 aus dem renommierten Hause Pioneer ist ein geschlossener DJ-Kopfhörer mit dynamischem Wandler-Prinzip, der mir aufgrund seines Designs auf Anhieb vertraut vorkommt: Denn augenscheinlich hat sich der Hersteller vom DJ-Klassiker schlechthin, dem Sennheiser HD-25, inspirieren lassen. Absolut nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass dieser auch 25 Jahre nach seiner Markteinführung besonders im DJ- und Broadcast-Bereich nach wie vor sehr gebräuchlich ist und bereits mit einigen Nachfolgermodellen, wie beispielsweise dem HD-25 II, bedacht wurde. Und da Pioneer hinlänglich für die Qualität ihrer Produkte bekannt ist, wollen wir uns in diesem Artikel die Frage stellen, ob der HDJ-C70 dem berühmten Kollegen das Wasser reichen kann oder ihn vielleicht sogar in seinen Kernkompetenzen zu übertreffen vermag. Preislich liegen die beiden Kontrahenten jedenfalls so ziemlich auf Augenhöhe, denn unser Testkandidat tritt mit einer UVP von 179 Euro ins Spielfeld. DJ-Bundesliga, also. Wie es um den Klang, die Qualität und die Alltagstauglichkeit des neuen Pioneer-Sprösslings steht, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Details

In der stabilen, stylischen Pioneer-Schachtel finde ich neben dem Kopfhörer mit seinem vormontierten Glattkabel auch ein Spiralkabel, das unter Zuhilfenahme des beiliegenden Kreuzschraubenziehers alternativ zur glatten Strippe befestigt wird. Ebenfalls mit an Bord ist ein Schraubadapter von Mini- auf Standardklinke. Zur Aufbewahrung der wertvollen DJ-Gear liegt dem Paket ein Transportbeutel mit Reißverschluss bei. Das mitgelieferte deutschsprachige Handbuch ist leicht verständlich und informativ. Drei weitere Faltblätter enthalten die üblichen Garantie- und Sicherheitshinweise.

Erster Eindruck

Wie bei den meisten namhaften „Brands“ beginnt auch bei Pioneer das Produkt mit der Verpackung, denn diese ist aufwendig gestaltet und versteht es, zu gefallen und auf den Inhalt neugierig zu machen. Der Kopfhörer ist erwartungsgemäß sauber verarbeitet und obwohl als Fertigungsmaterial schwarzer Kunststoff dominiert, gibt sich unser Testkandidat ausgesprochen robust und langlebig. Alle beweglichen Teile, zum Beispiel die Gelenke, sind schön leichtgängig und erscheinen mir obendrein ziemlich bruchfest. Auch die beiden beiliegenden Kabel präsentieren sich in Topform oder besser gesagt hochwertig und zugfest. Der praktische Transportbeutel wirkt widerstandsfähig und reiht sich nahtlos in das erste positive Bild ein.

Features

Der HDJ-C70 ist ein geschlossener, dynamischer Kopfhörer, dessen Treiber einen Durchmesser von 40 Millimetern an den Tag legen. Er ist modular aufgebaut, was bedeutet, dass der DJ diesen Ohr-Nahbeschaller ohne Hilfe einer Fachwerkstatt demontieren und somit einzelne Komponenten (Anschlusskabel, Kopfhörerbügel etc.) austauschen kann. Als Technik-Laie ist man so beispielsweise in der Lage, das glatte Anschlusskabel an der linken Ohrmuschel durch das Spiralkabel zu ersetzen. Der Bügel, die Seitenteile und die Ohrmuscheln bestehen, mal abgesehen von den Metall-Befestigungsschrauben, komplett aus Kunststoff, daher bringt unser Testkandidat auch lediglich 195 Gramm auf die Waage. Seine Ohrpolster rasten in sechs kreisförmig angeordneten Clips ein und sind dementsprechend leicht auszuwechseln. Die beiden Gondelaufhängungen verfügen über Gelenke, mit denen sich die Seiten des Kopfhörers stufenlos um 90 Grad nach vorn oder hinten klappen lassen. Die Durchmesser der Muscheln betragen je 70 Millimeter und sie sind inklusive Polster 45 Millimeter „dick“. Der Kopfhörerbügel ist 25 Millimeter breit und auf der Innenseite mit einem Gummipolster versehen. Liegend kommt der HDJ-C70 auf Maße von 19 x 185 x 70 Millimetern (T x B x H). 

Kabelsatz des Pioneer HDJ-C70

Das glatte Kabel aus dem Lieferumfang ist 1,6 Meter lang und circa 3,5 Millimeter stark. Es ist sehr widerstandsfähig und zudem recht steif, daher kann es sich nur sehr schwer verknoten. Obendrein stellt sich ein Knickschutz „dem gemeinen Kabelbruch“ in den Weg. Der vergoldete Miniklinkenstecker bürgt für eine entsprechend gute Übertragung des Audiosignals. Der Schraubadapter auf 6,3 Millimeter ist im Übrigen ebenfalls vergoldet, genauso wie die Steckverbindungen des 3,5 Millimeter dicken Spiralkabels, das zusammengezogen einen Meter misst und sich bis auf eine Länge von drei Metern ausziehen lässt. Eine Kreuzschlitzschraube fixiert die Leitungen fest im linken Hörer. Beide Ohrmuscheln werden über rund 1,5 Millimeter dicke, mit Stoff ummantelte Kabel gespeist. Die Kopfhörerseiten hingegen sind mit einer Strippe verbunden, die sich unterhalb der mit Druckclips befestigten Polsterung des Bügels befindet. Auch die Stecker dieses Verbindungskabels sind vergoldet, verfügen über einen Knickschutz und rasten sicher ein. Hier kann es, im Gegensatz zum Sennheiser HD-25, eigentlich nicht zu einem Wackelkontakt mit Signalausfall kommen. Ein Kabel für Mobiltelefone, das heutzutage gar nicht so selten zum Zubehör gehört und dem HDJ einen „On-the-street“-Bonus einräumen würde, suche ich vergeblich. Aber gut, es ist ein DJ-Kopfhörer.

Transportbeutel

Der Transportbeutel – Pioneer verwendet ein wasserabweisendes, sehr reißfestes neoprenartiges Material – dient zur Aufbewahrung und zum Schutz des Kopfhörers. Das Behältnis ist 245 Millimeter breit und 255 Millimeter hoch. Das Öffnen und Schließen übernimmt ein robuster Reißverschluss, an der linken Seite des Beutels ist ein praktischer Schlüsselring befestigt. Der „Bag“ ist leicht und schützt den Kopfhörer unterwegs vor Schmutz und Feuchtigkeit, allerdings kaum vor heftigeren Stößen, beispielsweise durch Herunterfallen. Hardcases bieten diesbezüglich den besseren Schutz.

Technik Pioneer HDJ-C70

Der HDJ-C70 ist ein vollständig geschlossener, dynamischer Stereo-Kopfhörer mit 40-Millimeter-Treibern. Diese sind mit Neodym-Magneten und kupferkaschierten Aluminium-Schwingspulen ausgestattet. Bei einer Impedanz von 40 Ohm und einer maximalen Eingangsbelastung von 2000 mW sorgen die Wandler für einen nominalen Schalldruck von maximal 120 dB. Der Übertragungsbereich liegt zwischen 7 und 32000 Hz. Außerdem ist unser Testkandidat mit Bassreflexöffnungen ausgerüstet, deren Sound-Isolierungskammern die Ohren vor Schallereignissen von außen abschirmen. Bei allen hier genannten Werten handelt es sich um Herstellerangaben.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare