Bass Hersteller_Pigtronix
Test
7
17.02.2016

Pigtronix PBC Philosopher Bass Compressor Test

Bass-Kompressor und -Verzerrer

Dynamik mit Persönlichkeit!

Beim bonedo-Test des Multitool-Pedals Pigtronix Bass Station erwähnte ich, dass der darin integrierte Kompressor auf dem Standalone Kompressor-Pedal Philosopher Bass basiere und dass dieser Kompressor alleine für sich bereits einen Test wert sei.

Nun - gesagt, getan: hier ist das gute Stück im Alleingang!

Die Firma Pigtronix hat ihre Basis in Long Island/USA. Die primäre Zielsetzung bei der Entwicklung ihrer Effektpedale sieht man bei Pigtronix in der Gestaltung "neuer" Sounds und weniger bei Vintage-Effekten. Nichtsdestotrotz ist der Pigtronix PBC Philosopher ein Gerät, welches auch ein gewisses Maß an Vintage-Ästhetik versprüht, nicht zuletzt auch dank des integrierten und separat zuschaltbaren Verzerrers, der auf den Namen "Grit" hört.

Details

Schlicht und einfach präsentiert sich die aufgeräumte Oberfläche des Pigtronix Philosopher Bass Compressors. Das Gehäuse ist rundum weiß lackiert, die Oberseite zusätzlich in Grün und Schwarz verziert. Das Gerät ist federleicht, was auch eine Folge der Tatsache ist, dass der Batteriebetrieb nicht vorgesehen ist. Zwar kann der Philosopher Compressor auch mit 9 Volt arbeiten, jedoch liefert das mitgelieferte Netzteil 18 Volt; vorrangig, um ausreichend Headroom zur Verfügung zu stellen.

Die Anschlussbuchse für das Netzkabel befindet sich rechts neben der Eingangsklinkenbuchse. Die Ausgangsbuchse liegt linksseitig.

Drei Regler sind im oberen Drittel der Gehäusedecke platziert. Sie liegen relativ eng zusammen, obwohl ausreichend Platz vorhanden wäre, sie etwas geräumiger zu verteilen. Dies hätte zumindest die Bedienung geringfügig komfortabler gestaltet, jedoch hat man sich wohl zugunsten des optischen Designs für diese Anordnung entschieden. Die eng beieinander liegenden Potiknöpfe sind eine Angelegenheit für spitze Finger. Die Knöpfe selbst sind übrigens farbverlaufend von Gold bis Schwarz lackiert, sodass man deren Rotationsgrad neben einer oben liegenden Strichmarkierung leichter ablesen kann - abgesehen davon sehen die Knöpfe wirklich cool aus!

Der linke Regler bestimmt die Lautstärke des Effektsounds, der sich somit gut an den Level des True Bypass-Signals angleichen lässt. Zudem verfügt das Pedal über einen guten Headroom und man kann das Effektsignal auch bei Bedarf stark boosten. In der Mitte platziert befindet sich der Compression-Regler. Man könnte diesen Regler alternativ auch als Blend-Regler bezeichnen, denn er regelt das Verhältnis zwischen trockenem (also unkomprimiertem) und komprimiertem Signal. Dies hat den Vorteil, dass man selbst bei sehr stark komprimierten und pumpenden Signalen wahlweise noch den Attackanteil des unkomprimierten Signals hinzumischen kann, um dadurch dem Basssignal einen starken Punch zu verleihen.

Der dritte Regler mit der Bezeichnung "Sustain" agiert wie ein regelbarer Threshold. Hier justiert man die Signal-Barriere, ab welcher der Compressor beginnt einzugreifen. Je weiter das Poti nach rechts gedreht wird, desto stärker wird die Kompression.

Der Philosopher Compressor lässt sich aber auch mittels eines kleinen Kippschalters mit dem Namen "Grit" zusätzlich in einen Verzerrer verwandeln. Der Sound dieses Verzerrers wurde angeblich vom Sound der Basslegende Jack Bruce inspiriert - also von klarem Vintage-Charakter geprägt. Die Intensität des Overdrive lässt sich über den Sustain-Regler verändern, wenngleich auch relativ begrenzt. Der Effektanteil des Verzerrers im Verhältnis zum unverzerrten Signal wird über den Compression-Regler bestimmt. Den Aktivierungszustand des Compressors zeigt eine blaue LED an. Der einzige Fußschalter befindet sich erwartungsgemäß am unteren Ende der Gehäuseoberfläche. Man kann berechtigterweise darüber debattieren, ob es nicht gleichfalls sinnvoll gewesen wäre, auch die Verzerrerfunktion per Fußschalter abrufbar zu gestalten und nicht nur per Hand mittels Kippschalter. Platz für einen zweiten Fußschalter wäre durchaus vorhanden.

Noch etwas vergessen? Ach ja: Der Gehäuseboden des Pedals ist natürlich durchgehend mit rutschfestem Moosgummi überzogen.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare