App_Drums_PercussionTutor
Test
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04.11.2015

PercussionTutor App (Version 4.4) Test

iOS App

Groove-Brockhaus für die Hosentasche

Pachanga? Afra? Dada? Pambiche? Lamban? - Nie gehört? Kein Wunder, denn diese Rhythmen sind selbst erfahrenen Percussionisten nicht unbedingt geläufig. Mit dem PercussionTutor bringt ein kleines Team von Musikern und Programmierern eine Groove-Enzyklopädie für iOS-Geräte in den App Store, die diese Wissenslücken schließen und sowohl als Referenz als auch Lehr- und Übungs-Tool dienen soll. Wissensdurstig und mit großer Neugier stürzt sich unser Autor in diesen bonedo Test.

Wer einmal angefangen hat, sich mit lateinamerikanischer und afrikanischer Musik auseinanderzusetzen merkt schnell, dass die Vielzahl an Rhythmen schier unbegrenzt scheint. Hat man erst einmal einen groben Überblick gewonnen und kann stolz zwischen brasilianischen und afro-kubanischen Rhythmen unterscheiden, öffnen sich wieder ganz neue Türen. Man stellt schnell fest, dass es in den Ländern selbst je nach Region ganz eigene Stile und Variationen gibt und fühlt sich schnell an die endlose Tiefe eines Fraktalbildes erinnert. Da kommt so eine kleine App, die ein wenig mehr Licht ins Dunkel bringen will, doch ganz gelegen, oder nicht?

Details

PercussionTutor erschien 2011 noch unter dem Namen FunkyDrumTutor und beinhaltete ausschließlich kubanische Batá-Rhythmen. Inzwischen ist die App bei der Version 4.4 angekommen, für deren Installation ein iPhone, iPad oder iPod Touch mit iOS 8 und etwa 320 MB Speicherplatz Voraussetzung sind.

Help not needed...

Empfangen wird man auf dem Startbildschirm mit den vier Auswahlmöglichkeiten Play, Info, Free Book und Help.

Unter Info werden das Team und die mitwirkenden Musiker vorgestellt, jeweils mit einem Foto und einer kurzen Biographie. 

Help wird man für die Bedienung der App kaum benötigen, denn sie erklärt sich quasi von selbst. Dennoch finden sich hier darüber hinaus noch viele wertvolle Informationen zur Notation und Interpretation der Rhythmen.

Drückt man auf Free Book, gelangt man auf eine externe Seite und kann, nachdem man seinen Namen und Email-Adresse eingegeben hat, eine kostenlose PDF-Datei (157 Seiten) herunter laden, die alle Infotexte und Noten aus der App enthält. 

Die Groove-Bibliothek bildet das Herzstück

Über den zentral platzierten Button Play gelangt man direkt zum Herzstück der App, der umfangreichen Groove-Bibliothek. Zum aktuellen Zeitpunkt sind hier 58 Rhythmen aus Kuba, der Dominikanischen Republik, Puerto Rico, Brasilien, Peru und Westafrika aufgeführt und nach Herkunft sortiert, wobei die kubanischen Batá-Rhythmen die Liste deutlich anführen. 

Klickt man auf die Option Basic, die bei allen Rhythmen zur Verfügung steht, öffnet sich ein Fenster mit folgenden Optionen:

  • Rhythmus-Loop abspielen
  • Einzelne Instrumente an- und ausschalten
  • Informationen (auf Englisch) und Noten einblenden
  • Ein Metronom mit verschiedenen Modi dazu schalten 
  • Tempo verändern (und über Reset zurücksetzen)
  • Video ansehen (nicht bei allen Rhythmen)
  • Nachricht versenden

Zusätzlicher Inhalt

Viele der Batá-Rhythmen bieten zusätzlich noch die Optionen Variation und/ oder Conversation, unter denen weiterführende Inhalte bereitgestellt werden.

Hinter Variation verbergen sich, wie der Name schon sagt, Variationen zu den Basis-Rhythmen inklusive Notation und Audio-Loops.

Für einige der Batá-Rhythmen haben die Entwickler zusätzlich noch Conversations (Frage-Antwort-Patterns zwischen zwei der Batá-Trommeln) aufgenommen, die in dieser Sektion als Noten und Audio zur Verfügung stehen. Dem Loop-Player wurde dabei ein Zufallsgenerator eingepflanzt, auf den im Praxis-Teil noch näher eingegangen wird.

Das Auge isst mit

Optisch macht die App einen sehr modernen und aufgeräumten Eindruck. Wegen ihrer klaren und schnörkellosen Symbole und der Reduzierung auf das Nötigste wirkt die Bedienoberfläche sehr übersichtlich und strukturiert. Da aber bekanntlich nicht alles, was glänzt, auch Gold ist, folgt nun im Praxis-Teil der Blick unter die Haube. 

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