Software
Test
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17.10.2021

Output Arcade 2.0 Test

Software-Instrument

Trendige Loops und Instrumente aus der Abo-Cloud

Der kalifornische Software-Hersteller Output steht für Instrumente und Effekte mit individueller Soundästhetik. Angesprochen werden nicht traditionell orientierte Musiker, sondern überwiegend Producer, die es kreativer und trendbewusster mögen.

Auch konzeptionell sind die Plugins ein wenig anders: Exhale spezialisiert sich auf spielbare Vocals, während Signal beispielsweise pulsierende Synthesizer liefert und die Instrumente für Bläser und Streicher einen modernen hybriden Touch haben. Für futuristische Klanggebilde sehr empfehlenswert ist auch Output Portal, ein Effekt-Plugin auf Basis der granularen Synthese.

Details

Output Arcade ist eine preiswerte All-in-One-Variante.

All die Software hat ihren Preis. Wenn man etwas günstiger in den Soundkosmos von Output eintauchen möchte und sich noch mehr musikalisch inspirierende Vorlagen für ein „Instant Composing“ wünscht, sollte man unbedingt Output Arcade kennen. Es ist ein Software-Instrument, das auf einzelnen Samples und Audio-Phrasen aus der Cloud basiert, die per Browser schnell auffindbar sind und von den Output-Entwicklern ständig erweitert werden – ein kreativer und ständig wachsender Output sozusagen. 

Dabei handelt es sich um ein Abo-Modell: Man zahlt für Output Arcade monatlich 10 Euro brutto. Der Betrag kann zum Beispiel bequem per Paypal eingezogen und das Abo jeden Monat gekündigt werden. Übrigens ist der Hersteller ziemlich offensiv bei Upgrade-Angeboten. Über den Account kann man häufig ein weiteres Produkt hinzukaufen und dabei über die Hälfte sparen. Das Update von Output Arcade auf Version 2.0 ist für bisherige User natürlich kostenfrei.

Kreatives Looping mit vorhandenen Audio-Phrasen macht Spaß.

Normalerweise lässt man die Standalone-Version beiseite und betreibt Arcade 2.0 als Plugin innerhalb der DAW. Man lädt ein Kit aus der Cloud und triggert bis zu 15 Phrasen gleichzeitig über die weißen Tasten (von C2 bis C4) des Keyboards. Sie laufen tempo-synchron zum Song und nach Eingabe des Session Keys auch in der jeweiligen Tonart. Über die schwarzen Keyboard-Tasten lässt sich die Wiedergabe der Audio-Phrasen spontan manipulieren für ein kreatives Effektdesign. Auf dem GUI warten schon vier Macro Slider für die internen Effekte (Reverb, Tape-Delay, Spread etc.) auf ihren Einsatz. Unter der Haube lässt sich jedes Sample detailliert etwa mit Filter, LFO und Effekten bearbeiten. Ein Mischpult und Modulationsmöglichkeiten sind ebenfalls dabei.

Das neue Feature sind chromatisch spielbare Instrumente

Output Arcade 2.0 ist mehr als ein Loop-Player im aufgehübschten Look. Neben Sampler Kits gibt es jetzt auch Note Kits. Das sind Instrumente aus Multisamples, die sich über 88 Tasten des Controller-Keyboards chromatisch und dynamisch performen lassen. Man kann sowohl einzelne Noten als auch beliebige Akkorde anspielen. Ein schöner Nebeneffekt: Loop-Phrasen lassen sich in ebenso Halbtonschritten verändern, was mithilfe von Triggernoten in Echtzeit geschieht. Die tonalen Loops werden also kompositorisch noch flexibler verwendbar. Und der Kit Generator ermöglicht noch das automatische Slicing und Mapping für eigene neue Kits. Man kann also seine eigene Library aufziehen. Es empfiehlt sich, schon für den Sample Content, den man von der Cloud herunterlädt, ein externes Speichermedium zu nutzen. Nach einiger Zeit sammeln sich so eigene Gigabytes an Samples an.

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