Software
Feature
10
17.08.2020

Fazit

Auch wenn die vier Produkte ein- und dasselbe Ziel verfolgen, einen Oberheim OB-X Synthesizer zu virtualisieren, sind klare Unterschiede in punkto Sound und Handling auszumachen. Wer einfach nur einen guten Oberheim-Basisklang braucht, wird schon mit dem Software-Produkt von DiscoDSP glücklich und kann diesen mit EQ, Kompressor und Effekten für den Mix individuell frisieren. Der Vintage-Fan bekommt für 80ies-Cover-Songs bei Sonicprojects erstklassige Vorlagen. Er trifft den klassischen Oberheim-Sound am besten. Obsession von Synapse Audio besticht durch Layer, gute OnBoard-Effekte und einen kraftvollen lebendigen Sound. Er bietet insgesamt mehr als ein Retro-Synth und macht beim Soundprogramming viel Spaß. Arturia geht nochmals weit über die Möglichkeiten eines OB-Xa hinaus, was sich auch finanziell zeigt. Mit dem OB-Xa V lassen sich selbst effektvolle Arpeggiator-Phrases kreieren, die alles andere als nach Vintage klingen. Allerdings sollte man sich selber fragen, ob man diese Features denn wirklich braucht.

Ein guter Sound, der nach Oberheim-Synthesizer klingt, ist mit allen vier Emulationen produzierbar. Daher lautet unser Tipp schließlich: Demo-Version herunterladen und je nach Geldbeutel ein oder zwei Produkte für die virtuelle Ewigkeit kaufen. Persönlich gefällt mir der Sound des Synapse Audio Obession sowie die effektive rhythmische Automation von Klang- und Effektparametern beim Arturia OB-Xa V am besten. Für Retro-Projekte würde ich mich allerdings dem OP-X PRO-II anvertrauen. Der Musikstil und die persönliche Soundästhetik entscheiden also letztlich auch bei einer Oberheim-Emulation die Wahl der passenden Software.

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