Test
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05.07.2011

FAZIT

Ich würde den Nobels ODR-1 nicht als reines Overdrive-Pedal bezeichnen, sondern eher  als ein Mittelding aus Overdrive und Distortion. Er hat wesentlich mehr Dampf und legt sogar mit einer Singlecoil-Gitarre ein amtliches Zerrbrett aufs Parkett. Dank des effektiv arbeitenden  Spectrum-Reglers  kann man von Natur aus etwas dünner klingenden Gitarren mehr Fülle im Sound verleihen und von Blues bis (fast) Metal nahezu alle Zerr-Spektren abdecken. Leider ist das Ganze mitunter etwas schwierig einzustellen, denn beim Zurückdrehen des Potis wird der Sound durch die abgeschwächten Tiefmitten dünner und auch die Höhen gehen zurück. Ansonsten zeigt der Overdrive in der Ansprache eher das Kompressionsverhalten eines Distortion-Pedals. Ich würde den ODR-1 den Gitarristen empfehlen, die ein Overdrive-Pedal mit etwas mehr Gain-Reserven für ihre Single-Coil-Klampfe benötigen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist in Ordnung.

  • Pro
  • Gain, Verzerrungsgrad recht hoch für ein Overdrive Pedal
  • Gut geeignet, um Singlecoil-Gitarren fetter zu machen
  • Stabiles, roadtaugliches Gehäuse
  • Contra
  • Matschiger Bassbereich bei höherer Verzerrung
  • Klangregelung
  • Starkes Kompressionsverhalten für ein Overdrive-Pedal
  • Facts
  • Hersteller: Nobels
  • Modell: ODR-1
  • Typ: Overdrive Pedaleffekt
  • Regler: Drive, Spectrum, Level
  • Anschlüsse: Input, Output, Remote
  • Stromverbrauch: 11 mA
  • Spannung: 9V-Batterie oder externes Netzteil
  • Maße: 74 x 126 x 58 (B x T x H) mm
  • Gewicht: 450 g
  • Preis: 89,- Euro (UVP)
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