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Test
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08.11.2018

Nektar Panorama T6 Test

USB/MIDI Masterkeyboard-Controller

Neue Wege gehen

Die Nektar-Controller-Keyboards erfreuen sich bei vielen DAW-Anwendern beständiger Beliebtheit, denn ihre Hardware bietet – einmal eingerichtet  – direkten Zugriff auf basale Parameter der DAW, wie Transport, Mixer und Plug-ins. Mit ihrer neuen T-Serie (T4: Vier Oktaven, 49 Tasten / T6: sechs Oktaven, 61 Tasten) will der Hersteller die Kommunikation zwischen Controller und Plug-ins noch enger verzahnen und wirft ein Meta-Plug-in ins Rennen, das auf den nicht ganz unlustigen Namen „Nektarine“ getauft wurde. Daneben ist der Controller natürlich eine bis ins Detail konfigurierbare Steuerinstanz für (fast) alles Aufgabenstellungen rund um das Thema Midi.

Wie sich der Nektar Panorama T6 als Vertreter der neuen "T"-Serie schlägt, erfahrt ihr in diesem Test.

Details

Kurzbeschreibung

Grundsätzlich ist der Panorama T4/T6 ein universeller Midi-Controller, mit 49/61 Tasten mit Aftertouch, die vom Hersteller auf den klangvollen Namen „2nd Generation Synth Action“ getauft wurden. An Spielhilfen sind Pitchbend und Modulation an Bord, flankiert von Chord-Play, Note- und Pad-Repeat. Und natürlich ist die Tastatur auch transponierbar. Daneben stehen acht anschlagsdynamische und beleuchtete Triggerpads, neun 30-Millimeter-Fader, acht Funktionstaster und acht Rotary-Encoder bereit, um externe Midi-Soft- und Hardware zu befehligen. Das alles in vier Modi (Mixer, Instrument, Multi und Internal), die je nach Konfiguration entweder als separate Layer agieren oder spezifische Funktionen innerhalb der DAW ansprechen. Im normalen Midi-Modus kann jedes dieser Layer mit einem von zehn Presets belegt werden. Diese sind vom Anwender frei konfigurierbar und können direkt am Gerät editiert werden. Ein externer Editor ist derzeit noch nicht erhältlich. In Kommunikation mit dem Anwender tritt der Controller über ein 128 x 64 Pixel LCD-Display. Ein DIN-Midi-Ausgang steht zur Steuerung von Prä-USB-Hardware bereit.

Auspacken

Dem Karton samt Umverpackung entnehme ich den Controller selbst, eine englische Bedienungsanleitung und ein USB-Kabel. Ein Netzteil sucht man vergeblich, denn das T6 begnügt sich praktischerweise mit der vom USB-Bus bereit gestellten Spannung. Weitergehende Dokumentationen muss man sich online von der Herstellerseite herunterladen. Auch dort stehen allerdings ausschließlich englischsprachige Dokumente zur Verfügung

Erster Eindruck

Wie schon bei der P-Serie ist auch bei der T-Serie die Keyboard- und Bediensektion in der Höhe von den seitlichen Rändern etwas abgesetzt, was dem Controller eine durchaus ungewöhnlich Optik gibt. Nicht ganz so offensichtlich, aber doch fühlbar: die Tasten sind nur 13,5 cm lang – Standard sind 14 cm, bei kompakten Controllern auch mal 13,8 cm. Ein erstes Anspielen zeigt, dass die Tasten zwar angenehm spielbar sind, die kürzere Länge sich aber für Keyboarder, die das Standard-Maß gewohnt sind, etwas seltsam anfühlt. Auch und gerade an den Rändern, wo die Tasten dann nicht eingefasst sind, sondern „steil“ abfallen, bekommt man ein bisschen das Gefühl, mit den Fingern am „Abgrund“ zu balancieren.

Ich persönlich fühlte mich als Keyboarder hier nicht besonders wohl – das liegt aber sicherlich auch an der Routine und dem haptischen Gedächtnis meiner Finger mit anderen Tastaturen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich bei der alleinigen Nutzung des T6 an die Tastatur gewöhnt und sie dann völlig selbstverständlich und sicher bespielt. Verändert hat man bei Nektar auch den Farbcode, denn das T6 verabschiedet sich vom auffälligen schwarz/weiß-Kontrast der P-Serie und ist nun durchgängig in Schwarz gehalten. Einen separaten Kanalfader, wie beim P6 gibt es nicht – diese Aufgaben übernimmt bei Bedarf der neunte Fader in der Fader-Reihe.

Anschlüsse

Die Rückseite ist überschaubar bestückt: Neben einer USB-Buchse findet sich hier ein DIN-Midi-Ausgang, Buchsen für Fußschalter und Expression-Pedal, sowie ein Power-Schalter.

 

 

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