Software
Test
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17.09.2018

Mixed In Key Captain Plugins 2.0

Kompositions-Plugins

MIDI-Controller-Support, Editing-Features und mehr

Bisher waren die Kompositionshelfer-Tools „Captain Plugins“ nur der Mac-Welt vorbehalten, doch nun kommen auch Windows-User in den Genuss. Ein weiteres Update-Highlight ist der MIDI-Controller-Support, der es ermöglicht, aus einzelnen Noten auf dem Keyboard ganze Akkorde zu spielen. In der ersten Version war man noch auf die Software beschränkt und konnte Akkorde und Noten nur mit Tastatur und Maus generieren. 

Darüber hinaus hat Hersteller Mixed In Key nützliche Features wie Strumming und Swing hinzugefügt, mit denen die generierten Kompositionen authentischer klingen sollen. Das Update ist für alle Besitzer von Captain Plugins kostenlos. Wie sich die neuen Features in der Praxis schlagen, haben wir mit diesem Testbericht herausgefunden.

Im Review zur ersten Version sind wir bereits detailliert auf die allgemeinen Features eingegangen, weshalb wir uns in diesem Review auf die Neuheiten und Verbesserungen fokussieren.

Details

Strumming, Swing und Space

Neu in Captain Chords und Play ist ein Strumming-Parameter, welcher die einzelnen Noten eines Akkords minimal nacheinander abspielt. Mit dem Regler lässt sich einstellen, wie weit die Noten der Akkorde auseinanderliegen sollen. So lässt sich der Effekt nach Bedarf dosieren, um den Chords mehr „Echtheit“ zu verleihen. Hinzu kommt ein Swing-Parameter, der besonders Rhythmus-reichen Chord-Mustern den typischen Swing-Groove bis hin zu Shuffle-ähnlichen Rhythmiken verleihen kann. Neu dabei ist auch ein Parameter namens „Space“, mit dem sich die Länge der Noten verändern lässt. Allesamt Features, die man in jeder herkömmlichen DAW-Pianorolle detaillierter editieren kann, aber so kann man schon vor dem Import der MIDI-Region kleine Feinheiten editieren. Besonders das Strumming lässt sich mit dem Schieberegler schneller durchführen, als einzelne Noten in einer Pianorolle mit der Maus zu verschieben.

 

Timing Presets

Die neuen Timing Presets ändern nicht das Timing der Noten und Akkorde, denn dafür gibt es bereits die Rhythm Presets. Vielmehr handelt es sich bei diesem neuen Feature um die zeitlichen Werte der Akkordwechsel. In der Grundeinstellung finden die Akkordwechsel auf der ersten Zählzeit eines Taktes statt. Bisher konnten die Wechsel nur manuell gewählt werden. Mit den Presets kann man sich nun also auch beim zeitlichen Wechsel der Akkorde unter die Arme greifen lassen.


Mehr Tonarten 

Seit unserem Review zur ersten Version sind weitere Scales mit von der Partie. Statt nur Dur- und Moll-Tonleiter sind die Captains mit 15 weiteren ausgestattet worden, darunter Blues, Gypsy, Lydian, Dorian und weitere Scales. Das Praktische dabei: Bereits erstellte Melodien und Akkordfolgen passen sich automatisch einer neu gewählten Tonart an. So lässt sich auch nachträglich transponieren oder in eine komplett andere Tonart wechseln.

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