Gitarre Genre_Metal Hersteller_MesaBoogie
Test
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01.03.2012

Mesa Boogie Mini Rectifier Twenty-Five Top Test

Röhren-Topteil

Von wegen Mini...

Auch noch nach Jahrzehnten sorgt der Name Mesa Boogie bei vielen Gitarristen für leuchtende Augen und einen Anflug von Ehrfurcht. Wer die Amp-Schmiede aus dem kalifornischen Petaluma als Boutique-Amp-Pionier bezeichnet, dem könnte man kaum widersprechen. Schon seit den Anfängen 1969 beweisen die Produkte der Amerikaner nicht nur im Design, sondern auch im Sound ihren ganz eigenen Charakter.

Wer heute den Begriff Rectifier in Zusammenhang mit der Marke hört, denkt unweigerlich an massive, teure Topteile und schwere Boxen, die vorwiegend zusammen mit tiefergelegten Gitarren zum Einsatz kommen. Dass Boogie aber auch ganz anders kann, belegt der Mini Rectifier.

DETAILS

Von außen betrachtet ist der Amp eine Mini-Ausgabe des Dual Rectifiers. Wie beim großen Namensgeber finden sich auch hier das markante Hahnentritt-Blech auf der Frontseite, die verchromten Metallpotis, Lüftungsschlitze und viele weitere Details. Mindestens einen Unterschied allerdings gibt es, und der ist nicht von schlechten Eltern: Mit weniger als 6 Kilo wiegt der Kleine nicht einmal ein Drittel des Boliden. Das schwarze Gehäuse besteht vollständig aus Metall und besitzt auf der Oberseite einen versenkbaren Metallgriff - super Idee, wie ich finde. Das Gesamtpaket ruht auf vier groß dimensionierten Gummifüßen, die es auf jeder Fläche sicher am Platz halten. Da es in einem Röhrenamp recht heiß hergeht, besitzt der Mini Rectifier außer an den Seiten in allen Flächen Lüftungsschlitze, sogar auf gut zwei Dritteln der gesamten Rückseite. Luftnot sollte also kein Thema sein. Damit er sich auch im Dunkeln bemerkbar machen kann, darf er im aktiven Zustand rot von innen durch die Schlitze leuchten. Das Bedienfeld bietet eine Reihe von Einstellmöglichkeiten, ganz so, wie man es von Mesa Boogie kennt, wobei links außen zuerst einmal die Gitarre und der mitgelieferte Fußschalter Anschluss finden.

Der Rectifier bietet zwei Kanäle mit jeweils zwei Modi. Kanal eins beherbergt einen Clean- und einen Pushed-Modus, Kanal zwei einen Vintage- und einen Modern-Mode. Diese Modes lassen sich jeweils mit einem Kippschalter pro Kanal anwählen. Beide Kanäle können wahlweise mit 25 oder 10 Watt betrieben werden, was ebenfalls per Kippschalter entschieden wird. In jedem stehen jeweils ein Gain-, Treble-, Mid-, Bass-, Presence- und Master-Regler Verfügung. Leider ist die individuelle Stellung der Potis nur schwer zu erkennen. Ganz rechts wird der jeweils gewünschte Kanal mithilfe eines Dreiweg-Kippschalters angewählt. Die Mittelposition aktiviert den Fußschalter, der sich dann um die Umschaltung kümmert. Je nachdem, welcher Kanal gerade aktiv ist, leuchtet eine grüne (Kanal 1) oder eine rote (Kanal 2) LED. Natürlich dürfen auch Standby- und Power On/Off-Schalter nicht fehlen.

So weit die Front. Normalerweise zeigen sich Boogies gerade auf der Rückseite recht einstellungsfreudig, was hier aber nicht der Fall ist. Was die Signalführung angeht, bevölkern lediglich ein 4 und ein 8 Ohm Speaker-Ausgang, ein FX-Loop mit Hard Bypass, der mit einem Kippschalter an- oder ausgeschaltet wird, die Rückseite. Letzterer besitzt einen Metallkragen, damit man ihn nicht versehentlich aktiviert. Klar, auch Energie muss zugeführt werden, weshalb der Netzanschluss und die obligatorische Sicherung hier ebenfalls ihre Heimat gefunden haben.

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