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Test
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25.04.2015

Meinl Classics Custom Dark Cymbals Test

16“, 18“, 19“, 20“ Crashes und 14“ Hi-Hat

Die dunkle Seite der Macht

Nachdem sich Meinl schon im letzten Jahr mit dem 20“ Classics Custom Dark Ride ein Kuckucksei in diese eigentlich hochglanzpolierte Serie gelegt hatte, liegen nun vier Crashes und eine Hi-Hat in der dunkel getigerten Variante zum bonedo Test bereit, und zwar die Meinl Classics Custom Dark Crashes in 16, 18, 19 und 20 Zoll Durchmesser, sowie die 14“ Classics Custom Dark Hi-Hat. Wer also gesteigerten Wert auf eine ausgewogene optische Ästhetik legt, hat jetzt die Möglichkeit, einen kompletten Satz dieser ungewöhnlich rustikal wirkenden Scheiben zusammenzustellen. Ob das auch zu klanglicher Harmonie führt, soll hier ermittelt werden.

Der Trend zum optischen Individualismus ist im Bereich der Beckenherstellung ein relativ junges Phänomen. Abgesehen von einigen Versuchen, Cymbals komplett und vornehmlich schwarz zu lackieren, gab es lange Zeit kaum Bemerkenswertes in Sachen Cymbal Design zu entdecken. Mittlerweile haben aber auch die Verantwortlichen dieses Traditionshandwerks bemerkt, dass das Auge sehr wohl mithört und bieten zunehmende Vielfalt in Sachen Oberflächengestaltung. Das Classics Custom Sortiment von Meinl serviert nun die beiden derzeit wohl beliebtesten Ausführungen in einer Serie , den extremen Hochglanz-Look und die erdige, fast schon grobe Gestaltung der hier vorliegenden Dark Cymbals.

Details

Wie alle anderen Becken der Meinl Classics Custom Serie bestehen auch die zu diesem Test vorliegenden Dark Cymbals aus einer B10 Bronzelegierung und genießen die Vorteile einer weitestgehend maschinellen Herstellung. Alle Testlinge sind perfekt geformt, absolut rund und besitzen weich abgerundete Kanten. Die Löcher sind exakt mittig und akkurat gestanzt, und die Materialstärke lässt eine Einordnung in die Mittelgewichtsklasse zu. Während die Oberseiten bis auf den äußersten Rand und den Zentimeter um das Loch herum vollflächig und feinmaschig abgedreht wurden, kommen die Unterseiten glatt poliert daher. Hier werden auch die unterschiedlich großen, kreisrunden Male der computergesteuerten Hämmerung besonders deutlich sichtbar. Im Unterschied zu den ursprünglichen Classics Custom Cymbals im Brilliant Finish werden die dunklen Artgenossen zusätzlich mit einem gröberen Hammer bearbeitet, was sich durch einige größere Dellen bemerkbar macht. Die vollflächig aufgebrachte, dunkelbraune Beschichtung wurde abschließend durch beidseitiges Abdrehen mit grober Klinge ungleichmäßig abgekratzt und ergibt den endgültigen, sehr rauen Look, der in etwa so aussieht, als habe sich Freddy Krueger an einer rotierenden Kürbistorte mit Schokoladenguss vergangen. Einzig die Kuppen blieben von dieser Prozedur verschont.

Bei den 14“ Hi-Hat Becken wirken die Furchen noch ein wenig reichhaltiger und tiefer als bei den Crashes, ansonsten sind die beiden Becken genauso makellos verarbeitet wie die restlichen Vertreter und liegen dadurch perfekt aufeinander. Das Top wiegt 995 Gramm, während das Bottom 1250 Gramm auf die Küchenwaage bringt, ein durchaus vernünftiges Gewichtsverhältnis. Alle Logos, Beschriftungen und Seriennummern wurden in leicht transparentem Orange aufgetragen, was sich sehr gut in die freche Optik einfügt. Da aber nicht nur das Auge hört, wollen wir uns jetzt mal ordentlich die Ohren durchpusten lassen.

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