Gitarre Hersteller_Lehle
Test
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23.12.2019

Praxis

Sunday Driver II

Signalqualität

Ich habe den Sunday Driver für den Praxistest zwischen eine Les Paul und einen Marshall Plexi mit mittlerem Zerrgrad geschaltet. Der Amp ist an eine Marshall 4x12 Box (Celestion G12M) angeschlossen, die mit einem Neumann TLM-103 abgenommen wird. Ich habe das Beispiel-Riff einmal mit hartem Pick-Anschlag und einmal leicht mit den Fingern gespielt, um die dynamische Ansprache hörbar zu machen. Im ersten Beispiel hört ihr die direkte Verbindung von Gitarre und Amp, im zweiten Beispiel ist der Sunday Driver II mit niedrigstem Pegel (Gain 7 Uhr) zu hören. Klanglich macht das keinen Unterschied und das sollte auch genau so sein. Dreht man den Gain-Regler weiter auf, wird die Vorstufe des Amps entsprechend heißer angefahren und es zerrt mehr. Im Sunday-Modus ist es genau so, wie vom Hersteller beschrieben: Der Ton wird bei höheren Gain-Settings etwas wärmer, wobei die dynamische Ansprache weitgehend erhalten bleibt. Im Drive-Modus geht es wesentlich kerniger zur Sache, hier komprimiert das Signal bei höheren Gain-Einstellungen stärker und die dynamische Ansprache ist etwas schwächer. Zu erwähnen wäre noch, dass der Sunday Driver II auch mit Fußschalter erhältlich ist, falls man einen schaltbaren neutralen Boost benötigt.

Little Lehle III

Signalqualität

Auch hier ist wieder die Kombination Marshall Plexi und Les Paul im Einsatz. Ihr hört zuerst das Direktsignal, dann mit zwischengeschaltetem Little Lehle III - einmal über den Output und dann über den Send. Eine Soundveränderung durch den Little Lehle ist nicht auszumachen. Erstklassige Signalqualität an beiden Ausgängen!

Parallel SW II

Signalqualität

Auch beim dritten Testkandidaten stehen Marshall und Les Paul bereit und ein eventueller Signalverlust an den unterschiedlichen Ausgängen wird überprüft. Auch beim Parallel SW II ist ein Signalverlust über den Output nicht hörbar, beim Anschluss des Amps über den Send hat der Ton durch den integrierten Preamp einen minimalen Hauch mehr Höhen. Also alles im absolut grünen Bereich. Das Send-Signal kann ja in der Lautstärke variiert und so die Amp-Vorstufe bei Settings über 12 Uhr noch etwas heißer angefahren werden. Ein höherer Zerrsound ist das Ergebnis und das Ganze mit recht linearem Frequenzgang, das könnt ihr im vierten Beispiel hören.

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