Hersteller_Korg
Test
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11.11.2020

Praxis

Neues Arbeiten mit der FM-Synthese?

Es ist kein Geheimnis, dass die Handhabung von FM-Synthesizern und gerade die gezielte Programmierung von Klängen als etwas „sperrig“ gilt. Das führte dazu, dass diese Instrumente eher als Preset-Maschinen verwendet wurden. Um das zu ändern, haben sich die Korg-Entwickler Gedanken gemacht und neue Bedienhilfen gestaltet. So findet sich links neben dem OLED-Display eine Art Operatoren-Mixer, worüber man die Frequenz und auch das Level jedes einzelnen Operators mithilfe von sechs Schiebereglern und sechs Drehreglern verändert.

Genial ist, dass die Operatoren dank mehrfarbiger LEDs stets signalisieren, ob diese während der aktuellen Programmierung gerade als Carrier oder als Modulatoren fungieren. Diese Methode erleichtert die Soundbearbeitung bereits enorm. Selbst wenn hier zunächst noch Trial & Error überwiegen, erhält man doch ein Gefühl dafür, was die Operatoren wann bewirken. Und da man alle sechs Operatoren gleichzeitig bedienen kann, lässt sich eine Menge parallel bewegen. Das führt zu schnelleren Ergebnissen und animiert gerade dazu, damit zu experimentieren. Aber damit nicht genug: Korg setzt das Bedienkonzept mit den sechs variablen Data-Entry-Reglern fort, über die sich korrespondierend zur aufgerufenen Seite und zur Anzeige im OLED-Display sechs Parameter gleichzeitig justieren lassen.

Diese Methode ermöglicht ohne Zweifel ein deutlich übersichtlicheres und damit strukturierteres Arbeiten mit der Tonerzeugung. Und wer alles dem Zufall überlassen möchte, der lässt sich neue Klangfarben per Zufallsgenerator vorschlagen - auch eine Möglichkeit. Das OLED-Display lässt sich übrigens auch als Oszilloskop und Spectrum Analyzer einsetzen, was auf jeden Fall spannend aussieht.

Klassische Spielhilfen

Zu einer Synthesizer-Tastatur gehören auch die obligatorischen Spielhilfen für Pitchbending- und Modulation. Korg hat den Opsix mit klassischen Pitch- und Modulationsrädern ausgestattet, die sich aus Platzgründen allerdings nicht neben, sondern links über der Tastatur befinden. Dieser Weg wurde bereits beim Wavetstate-Synthesizer eingeschlagen. Auch bei den kompakten Argon8 und Cobalt8-Synthesizern von Modal Electronics befindet sich die Pitchbend/Modulations-Sektion – zwar in Gestalt eines Joysticks – links oberhalb der Tastatur. Ein Kompromiss zugunsten der geringen Abmessungen.

Sounds speichern

In puncto Speicherplätze offeriert Opsix 500 Slots, von denen 250 Plätze bereits ab Werk belegt sind, die aber überschrieben werden können. Das sollte für eigene Kreationen ausreichen. Weiterhin lassen sich noch 64 Favorites Sounds festlegen, um für einen Gig gerüstet zu sein. Übrigens: Via SysEx können auch ursprüngliche DX-7 Patches in den Opsix eingeladen werden.

Audiobeispiele zu Korg Opsix

Korg opsix Sound Demo (no talking)

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