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Test
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10.09.2016

Praxis

Setup

Ist das nanoKey Studio via Bluetooth (Audio/MIDI-Setup) verbunden, kann es sofort losgehen. Windows-User müssen zuvor den BLE-MIDI-Treiber von Korg installieren, den könnt ihr hier finden. Auch für Macs bietet Korg im AppStore die „Bluetooth MIDI Connect“-Software an, um sich das etwas nervige Setup zu ersparen: Schickt man seine Keys nämlich in den Standby-Modus, muss man sie anschließend wieder neu verbinden.

Alternativ könnt ihr das mitgelieferte Micro-USB-Kabel verwenden, Kabel von Drittanbietern funktionieren leider nicht. Besitzer eines halbwegs aktuellen iOS-Gerätes können sich ebenfalls drahtlos verbinden und mit Apps wie GarageBand arbeiten. 

Unterwegs jammen einfach gemacht

Mit seiner überschaubaren Größe passt das nanoKey Studio in fast jeden Rucksack oder jede Tasche. Das macht ihn in Kombination mit Bluetooth zum perfekten On-The-Road-Controller. Das Spielgefühl auf der reduzierten Klaviatur ist ungewohnt, aber in der ruckelnden Bahn oder im FlixBus kann man sich ohnehin schlecht auf präzisen Anschlag konzentrieren. Mit den Drum Pads lassen sich schnell und einfach Beats einklopfen, zwar nicht mit der Haptik einer MPC, der Größe entsprechend aber durchaus o.k. Dank Hintergrundbeleuchtung sieht das Ganze auch noch schön aus. 

Das Touchpad kann im X-Y-Modus via MIDI-Learn beispielsweise auf beliebige Effekte geroutet werden, was vor allem den Filter angenehm bedienbar macht. Gleiches gilt für die Potis, hier ist – zumindest in der DAW – viel individuelle Kontrolle möglich.

Arpeggiator und externe Clock

Der Arpeggiator funktioniert einwandfrei, nur lässt er sich im drahtlosen Betrieb nicht mit einer externen MIDI-Quelle synchronisieren. Dafür wird Korgs Kontrol Editor benötigt, den ihr hier herunterladen könnt. Neben MIDI-CCs und Kanälen der Knobs lassen sich auch globale Einstellungen (z. B. globaler MIDI-Kanal, Anschlagskurven) vornehmen. Acht Konfigurations-Presets können gespeichert und via Shift-Funktion vom Controller aufgerufen werden.

Doch auch hier stellen wir resigniert fest, dass eine externe MIDI-Clock nur über USB vorgesehen ist. Hat man also sein Originalkabel nicht im Gepäck, fällt MIDI-Clock-Sync flach. Alternativ kann man das interne Tempo im Editor festlegen oder mit dem Tap-Button einhämmern. Den Arpeggiator muss man aber immer noch nach Taktgefühl starten.

Tonleitern für Dummies

15 Skalen hält das nanoKey bereit, darunter Dur-, Moll- und Blues-Tonleitern. Mit dem „Scale Guide“ werden alle Noten der Skala auf der Klaviatur beleuchtet, mit dem Touchpad kann man im „Touch Scale“-Modus ausschließlich Noten der Skala spielen. Die Beleuchtung der Klaviatur informiert dabei, welcher Ton gerade erklingt. 

Auch bei Akkorden greift einem das kleine Keyboard gerne unter die Arme: Passend zu den Skalen spielen die „schwarzen“ Klaviertasten im „Easy Scale“- und die Pads im „Chord Pad“-Modus passende Akkorde.

Software en masse

Das Software-Paket macht eine gute Figur. Nachdem man online seinen Gutscheincode eingetippt hat, erhält man eine Seite voller Links und Serials. Hier heißt es: fleißig registrieren!

Das AAS-Pack dürfte einigen bereits bekannt sein. Darin enthalten sind der Analogsynthesizer „Ultra Analog Session“, die Akustikgitarrenemulation  „Strum Acoustic Session“ und das E-Piano „Lounge Lizard Session“.

Die UVI Digital Synsations liefern mit vier Synthie-VSTs und über 500 Presets jede Menge Klang. Außerdem gibt es noch eine Limited Edition der M1-Software von Korg. Die hat zwar nur 100 Presets und wurde im Vergleich zum Original deutlich abgespeckt, doch für faire 99 USD kann man sogar auf Korgs Legacy Collection Special Bundle upgraden, was den MS-20, Polysix, Mono/Poly, die Wavestation, MDE-X und die M1-Vollversion umfasst.

Zusätzlich enthält das Bundle eine Limited Edition von Propellerheads Reason und einen 50 Dollar Gutscheincode für Ableton Live. iOS-Besitzer haben mit der Synthie-Workstation Gadget LE und der Module LE ihren Spaß.

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