Gitarre Hersteller_Keeley
Test
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28.10.2019

Keeley DDR Test

Overdrive/Delay/Reverb-Pedal

Gelungene Kombi

Das Keeley DDR Drive Delay Reverb-Pedal kombiniert in einem Gehäuse mit Overdrive, Hall und Echo drei der für Gitarristen wichtigsten Effekte. Nachdem Robert Keeley lange Zeit als Pedalfriseur in Erscheinung getreten ist, liegt sein Hauptaugenmerk mittlerweile auf der Herstellung und Vermarktung eigener und zum Teil sehr aufwendiger Pedalkreationen.

Mit dem Keeley DDR Pedal, dessen Namensgebung nicht etwa in Reminiszenz an die neuen Bundesländer entstand, sondern ein Akronym für die drei bereits erwähnten Effekte "Drive Delay Reverb" ist, stellt sich eine weitere Schöpfung aus der Werkstatt des amerikanischen Pedalspezialisten aus Edmond in Oklahoma vor. Ob das Keeley DDR das Zeug zum Bestseller hat, sagt euch unser Test.

Details

Konzept

Das Keeley DDR Pedal beheimatet eine Kombination aus einer Overdrive- und einer Effektsektion. Beide Seiten bieten jeweils zwei Sounds und so stehen in der Overdrive-Abteilung zwei unterschiedlich strukturierte Verzerrungen zur Verfügung, und in der Effektsektion wahlweise ein Delay- oder Reverb-Effekt. Mit einem Miniswitch wählt man in der Effektsektion zwischen Vintage und Modern, sprich, zwischen einem Analog- und Digitaldelay bzw. einem Platten- und einem Federhall. Ähnlich wie beim D&M Drive gibt es auch hier eine integrierte Effektschleife, mit der sich ein Effekt zwischen "Drive" und "Wet" einfügen lässt. Alternativ kann jede Sektion einzeln abgegriffen und in einem größeren Setup oder Pedalboard wie zwei einzelnen Pedalen verwaltet werden. Dazu benötigt man allerdings spezielle Y-Kabel.

Aufbau

Die beiden Sektionen des Pedals lassen sich schon auf den ersten Blick gut voneinander unterscheiden. Auf der rechten Seite befindet sich die Overdrivesektion und gegenüber liegt der Reverb/Delay-Bereich. Die Reihenfolge der beiden Schaltkreise ist intern festgelegt und so befindet sich die Verzerrung vor der Reverb/Delay-Sektion. Beide Schaltkreise haben im vorderen Bereich ihren eigenen On/Off-Fußschalter inklusive Status-LED. Die Overdrive-Abteilung bietet zwei unterschiedliche Zerrsounds, die mittels Miniswitch angewählt werden, zur Auswahl stehen Crunch und Lead. Weitere Eingriffsmöglichkeiten in die Soundgestaltung bieten Level, Tone und Drive.

Kommen wir zur Effektsektion. Sie beherbergt gleich zwei kleine Schalter. Der erste wählt zwischen Delay und Reverb und der Vint/Mod-Schalter bietet für jeden der beiden Effekte zwei unterschiedliche Klangvarianten. In der Vintage-Stellung handelt es sich um die Nachbildung eines Federhalls, während die Modern-Einstellung einen Plattenhall simuliert. Im Delay-Modus stehen ein Digitaldelay und im Vintage-Modus ein weicher abgestimmtes Analogdelay zur Verfügung. An der rechten Gehäuseseite befinden sich neben dem Anschluss für ein 9-Volt-DC-Netzteil zwei weitere und versenkt angebrachte Schalter. Der True/Trails-Bypass sorgt dafür, dass beim Ausschalten der Effektsektion die Hall- bzw. Echofahnen nicht abgeschnitten werden. Mit dem TRS-Insert-Schalter wird das Gerät in den Switching-System-Modus geschaltet. Mittels Y-Kabel lassen sich so die beiden Sektionen des Pedals einzeln abgreifen, oder ein weiteres Pedal zwischen der Overdrive- und der Delay/Reverb- Sektion einschleifen. An der Stirnseite befinden sich die beiden Klinkenbuchsen.

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