Gitarre Hersteller_Joyo
Test
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21.04.2017

Joyo Bantamp Jackman Test

E-Gitarren Topteil mit Bluetooth

Männer-Handtasche

Mit dem Joyo Bantamp Jackman Topteil präsentiert der chinesische Hersteller einen weiteren Mini-Amp, der sich mit der etwas versteckten Buchstabenkombination JCM im Namen als Vertreter klassisch britischer Crunchsounds ausweist. Das erschließt sich jedenfalls aus den Marketingbotschaften seiner Schöpfer. Neben einer großen Auswahl an Effektpedalen fertigt Joyo auch diverse Verstärker, von denen ich mir bereits einige näher angeschaut habe.

Das zum Test anstehende Jackman-Topteil aus der Bantamp-Serie wartet mit einigen interessanten Features auf, darunter eine Bluetooth-Schnittstelle. Ob es darüber hinaus den Ansprüchen gerecht wird, die es im Prospekttext vollmundig verspricht, wird die Praxis zeigen.

Details

Optik/Verarbeitung:

Verstärker im Lunchbag-Format sind angesagt und die Joyo Bantamp-Serie beinhaltet gleich sechs der kleinen, 162 mm x 110 mm x 140 mm messenden und ca. 1225 Gramm schweren Amps im stylischen Metallgehäuse. Äußerlich sind diese Amps bis auf die Farbe des oberen Gehäuseteils identisch aufgebaut und unser Testkandidat, der Jackman, ist mit seiner roten Lackierung leicht von den anderen Verstärkern der Serie zu unterscheiden, die allesamt unterschiedlich gefärbt sind. Lüftungsschlitze sorgen für die Frischluftzufuhr ins Innere des Gehäuses, ein schwarzer Metallbügel an der Oberseite bietet komfortablen Transport und vier dicke Gummifüße festen Halt auf glattem Untergrund.

Die Bedienfläche ist mit drei schwarzen Potis samt weißer Skalenmarkierung bestückt, die ein Einstellen von Gain, Tone und Volume erlauben. Wie üblich regelt Gain die Verzerrung, Tone bestimmt den Anteil der Höhen und Volume die Ausgangslautstärke des 20 Watt starken Topteils. Ganz links befindet sich die Eingangsbuchse, ein Kippschalter lässt zwischen Clean- und Overdrive-Kanal wechseln. Unser Proband ist also zweikanalig aufgebaut.

Eingangs hatte ich bereits erwähnt, dass die Bantamp-Serie mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet ist, die per Kippschalter aktiviert wird, der sich direkt unter der Kanalumschaltung befindet. Wird dieser umgelegt, taucht in Smartphone, Tablet, Computer etc. das Gerät "Jackman" auf und lässt sich verbinden. Ob das reibungslos funktioniert und wie es klingt, werde ich im Praxisteils herausfinden. Auf der rechte Bedienfeldseite ist der On/Off-Schalter platziert, der eine orangefarbene LED zum Leuchten bringt. Bei aktiver Bluetooth-Schnittstelle wechselt die Farbe auf blau.

So viel von der Front, weiter geht es mit der Rückseite, die ihren Anfang ganz links mit der abschraubbaren Bluetooth-Antenne nimmt. Gut so, denn beim Transport kann das hervorstehende Bauteil ansonsten leicht beschädigt werden. Direkt daneben erwartet die Lautsprecherbuchse eine 8- oder 16-Ohm-Box und das mitgelieferte 18-Volt-Netzteil findet hier ebenfalls Anschluss. Wie bei vielen dieser Verstärker üblich liefert der Kopfhöreranschluss im Miniklinkenformat ein frequenzkorrigiertes Ausgangssignal, wobei die Platzierung auf der Rückseite für meinen Geschmack nicht optimal gewählt ist. Der Jackman ist, wie seine Geschwister auch, mit einem seriellen Effekteinschleifweg ausgestattet, ein Feature, das ist in dieser Preisklasse nicht unbedingt alltäglich ist. Im Inneren des kleinen Verstärkers verrichtet eine 12AX7 Röhre in der Vorstufe ihr Werk, die Class-D Solid-State-Endstufe verstärkt das Signal dann auf die besagten 20 Watt. Die Verarbeitung des in China hergestellten Verstärkers ist insgesamt gut und gibt keinen Anlass zur Kritik.

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