Gitarre Distortioneffekt
Test
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24.09.2015

J. Rockett Audio Designs Archer Test

Overdrive/Booster für Gitarre

Volltreffer

Beim J. Rockett Audio Designs Archer handelt es sich um einen Overdrive/Booster, der in letzter Zeit für einige Furore sorgte. Schließlich gilt er als einer der besten "Klone" des Klon Centaur. Anlass zu dieser Vermutung ist die langjährige Zusammenarbeit von J.Rocket Audio Designs mit dem Erfinder des Klassikers Bill Finnegan. Als dieser beschloss, einen Nachfolger seines Klon Centaur zu produzieren, hatte er dazu seinerzeit die Firma J. Rockett Audio Designs ins Boot geholt.

Nachdem sich die Wege von Finnegan und J. Rockett schließlich wieder trennten, begann man dank der Erfahrungen und internen Kenntnisse mit der Entwicklung einer eigenen Variante des Klassikers. Herausgekommen ist nach einjähriger Entwicklungszeit der Archer, den sich unser Tester Robby Mildenberger für euch einmal näher angeschaut hat.

Details

Aufbau und Konstruktion

Rein optisch hat man es hier mit einem eher schlichten Vertreter der Gattung "Verzerrer" zu tun. Kein Vergleich zu so aufwändigen Geräten wie dem Baldringer Dual Drive oder der Fuzzfactory von z-vex, bei denen sich der User zuerst einmal durch einen kleinen Reglerwald kämpfen muss. Was Größe und Optik anbelangt, könnte man den Hermida Zendrive durchaus als adäquates Pendant sehen. Das solide Stahlblechgehäuse unseres Testpedals ist ebenso wie sein buddhistischer Kollege weder zu klein noch zu groß und findet in der Regel auf jedem Pedalboard noch ein bequemes Plätzchen.

Reglertechnisch strotzt das Pedal geradezu vor Minimalismus, drei Potis müssen reichen. Neben dem Gain-und Volume-Regler lassen sich hier noch die Frequenzanteile im Obertonbereich mittels des Treble-Potis justieren. Das erinnert zwar an das Tone-Poti des guten alten Tubescreamers, hier bleiben die Bässe und die unteren Mitten jedoch weitestgehend unberührt.

An der Stirnseite finden sich alle Anschlüsse des Pedals. Zwischen Ein- und Ausgangsbuchse liegt der Anschluss für das optional erhältliche 9-Volt-Netzteil. Intern arbeitet das Pedal mit 18 Volt, was  laut Hersteller, für eine bessere Dynamik sorgen soll. Nach dem Entfernen der Bodenplatte offenbart sich eine exzellente Verarbeitung und eine ziemlich vollgestopfte Platine, die seitlich gerade noch genügend Platz für den 9-Volt-Block bietet. Gummifüße sind übrigens nicht angebracht, vermutlich, weil der Boden ohnehin mit Klettband beklebt wird. Das kann ich einerseits gut verstehen, andererseits finde ich es schade, dass man hier an einem Pfennigartikel spart, denn diejenigen, die kein Pedalboard benutzen, werden sich etwas zusammenstricken müssen, damit das Teil nicht auf der Bühne oder im Proberaum herumrutscht.

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