Feature
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01.10.2010

Jeder Track ist anders

Bei mir gibt es ganz ehrlich keine festen Regeln. Alles hängt zusammen und füttert sich gegenseitig. Natürlich gibt es keine „Formel“, einen Erasure oder Interpol Track zu mischen, auch wenn das schick wäre, wenn ich sagen könnte: Ich mische einen Elektro-Pop Song, einmal Schalter „A“ bitte – und wenn ich einen Rock-Track mische „B“. Es ist einfach nicht so. Experimentiert und nehmt eventuelle Fehlschläge in Kauf. Habt einfach ein offenes Ohr für die Musik und liebt die Musik und den Künstler. Hört auf euer Herz und hört euch eure Arbeit auch auf Boxen an, die ihr nicht kennt.

Habt auch außerhalb des Studios ein Leben

Verdammt wichtig.

Loudness

Die meisten Leute wollen die Mischungen laut. Mastering-Engineers machen da einen guten Job, aber wir Toningenieure müssen uns auch in die Lautheits-Nessel setzen. Nur laut ist einfach. Aber laut UND groß UND fett ist nicht so einfach – da drin steckt wahrscheinlich die Erfahrung eines ganzen Lebens, genau wie bei Schlagzeugaufnahmen. Sehr oft mache ich die Abhörkopien laut, aber überlasse die wirkliche Lautheitsarbeit den Mastering-Engineers wo immer möglich. Das funktioniert ganz fantastisch, wenn man einen genialen Masteringmann zum Bearbeiten seiner Mixe hat. Passt bitte auf, dass ihr eure Mixe nicht zu sehr platt macht: es wird dadurch letztendlich nur kleiner klingen.

Es ist alles eine Gefühlssache, mit jeder Menge angewandter Wissenschaft. Herz UND Kopf. Aber wie Mr. George Martin so klar sagt: „Alles, was du brauchst, sind Ohren.“

Also klingen meine Mischungen jetzt gut? Die Kunden entscheiden!

Happy Mixing.

                Gareth Jones

 

Links

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Mogwai: http://www.myspace.com/mogwai

Grizzly Bear: http://www.myspace.com/grizzlybear

Josh T Pearson: http://www.myspace.com/joshtpearson

Gareth: http://www.garethjones.com

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