Test
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17.05.2019

Hörluchs HL 1010 Test

Dynamischer In-Ear-Kopfhörer

Spezialist für Gaming, Monitoring von Moderationen und Hörbuch-Genuss?

Mit den Hörluchs HL 1010 bietet ein noch unbekannter deutscher Hersteller seine Lösung für professionelles In-Ear-Monitoring. Die Knopfkopfhörer HL 1010 sind das Einstiegsmodell einer ganzen Reihe von In-Ears, die das mittelfränkische Familienunternehmen im Programm hat. Das obere Ende des Hörluchs-Portfolios reicht bis hin zu maßgefertigten In-Ears. Im Test schauen wir deshalb für euch genauer hin, was der neue Anbieter im mittleren Budgetbereich zu bieten hat.

Vorweg noch ein nicht unwichtiger Hinweis. Hörluchs bewerben die HL 1010 In-Ears als „geeignet für alle Anwendungsbereiche“. Die gesamte HL1-Reihe soll sich sowohl als Tool für Gaming-Fans als auch als Begleiter beim Sport, zum Musikmachen, für den Hi-Fi-Genuss zwischendurch oder für das Monitoring auf der Bühne eignen. Dieser Test wird also eine Menge Einsatzgebiete berücksichtigen. Schauen wir mal, ob der HL 1010 in all diesen Bereichen punkten kann.

Details

Achtbarer Lieferumfang mit kleinem Extra

Das Auspacken der Kopfhörer ist verheißungsvoll. Umgeben von einem Pappschuber finde ich eine ummantelte mattschwarze Pappbox vor, von der mich schwarz glänzend Hörluchs-Logo und ‑Schriftzug anschauen. Im Inneren beherbergt ein ausgefräster Schaumstoff die In-Ears samt Kabel und einem kleinen Extra: ein Paar roter Plättchen, den sogenannten „Smart Caps“.

Unter dem Schaumstoff verborgen befindet sich zusätzlich ein Kordelzug-Stoffbeutel aus strapazierfähigem Jeansstoff, um die HL 1010 sicher transportieren zu können. In einer kleinen Pappschachtel, die wiederum der Hörluchs-Schriftzug ziert, kommen dann noch fünf weitere Paar Ohrpassstücke aus Silikon und Memory-Schaumstoff zum Vorschein. Sie liegen in je drei Größen vor. Außerdem gehört ein Reinigungstuch zum Lieferumfang und auch die obligatorischen Benutzerinformationen und Garantiebestimmungen fehlen nicht. 

Solider Auftritt mit individuellem Potential

Im Gegensatz zu den Top-Modellen von Hörluchs haben die HL-1010 In-Ears eine universelle, nicht-individualisierte Standard-Ohraufnahme. Die komplett in Schwarz gehaltenen Gehäuse sind an der Außenseite abgeflacht und machen einen robusten Eindruck. Die In-Ears lassen sich mit einigen Tools erweitern. Dazu zählen mit individuellen Motiven bedruckbare Smart Caps, die sich von außen auf die In-Ears stecken lassen. Das beiliegende Paar Wechselkappen ist in auffälligem Rot gehalten und zeigt per weißem Druck das Hörluchs-Emblem.

Die Zierkappen sind in den Farben Rot, Schwarz, Weiß und Orange erhältlich. Und nicht zuletzt bieten Hörluchs mit „Easy Clean“ auch ein Reinigungsspray, das die hygienische Aufbereitung der In-Ears ermöglicht. Zum weiteren optional erhältlichen Zubehör zählen neben einem Ersatzkabel ein ebenfalls 1,2 m langes Smartphone-Wechselkabel, ein besonders strapazierfähiges Premium-Kabel und verschiedene Kabel ohne vorgebogenem Draht für die Ohrhalterung. Sogar ein Headset-Kabel mit integriertem Schwanenhals ist im Programm. Und selbstverständlich können auch die Silikon- und Schaumstoff-Ohrpassstücke in allen ausgelieferten Größen nachbestellt werden.

Das enthaltene wechselbare Kabel ist nahezu verzwirbelungsfrei, feuchtigkeitsabweisend und an seinem Stecker mit einem Knickschutz versehen. Das Spleißstück muss zwar ohne Knickschutz auskommen, besteht dafür aber aus einem biegbaren Kunststoff, der auf Druck ein wenig nachgibt. Dadurch wird das Kabel an dieser Stelle auch ohne Knickschutz bei seitlichen Belastungen vorm Schlimmsten bewahrt. Wie es mittlerweile bei den meisten Herstellern üblicher Standard ist, ist auch der Stereo-Miniklinkenstecker der HL 1010 zum Korrosionsschutz vergoldet. Durch ein zweipoliges Stecksystem lässt sich das Kabel der In-Ears ebenso wechseln und erneuern wie ihre Ohrpasstücke.

Technische Daten, die gespannt machen

Die vom Hersteller angegebenen Daten machen klar, dass wir es hier mit einem durch und durch alltagstauglichen Paar In-Ears zu tun haben. Der dynamische 1-Wege Treiber ist das nachvollziehbare Zugeständnis der Firma Hörluchs an den Geldbeutel von In-Ear-Freunden, die auch im nicht-professionellen Bereich von Bühne, Gaming und vor allem Hi-Fi unterwegs sind. Die ultrageringe Impedanz von 11 Ohm sollte den Knopfkopfhörer auch aus leistungsschwachen Kopfhörerverstärkern eine ordentliche Lautstärke herausholen lassen. Und mit ihrem von 20 Hz bis 20 kHz reichenden Frequenzbereich decken die HL 1010 den gesamten typischerweise menschlichen Hörbereich ab.

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