Hersteller_Hercules
Test
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04.04.2015

Hercules Universal DJ Test

Zweikanal DJ-Controller

Party 3.0 on the Dancefloor

Universal DJ ist ein Controller aus dem Hause Hercules, der ganz nah am Puls der Zeit mit PC, MAC, Android und iOS zusammenarbeitet und dem DJ in Verbindung mit der Software DJUCED 40 neue Möglichkeiten zum Auflegen und zur Interaktion mit dem Publikum an oder besser gesagt unter die Hand gibt. Die kompakte Kommandozentrale, die auf den ersten Blick eine Standard-Ausstattung serviert, mit der jeder mobile DJ mixtechnisch gut zurechtkommen sollte, kostet knapp 200 Euro. Neben den beiden Decksektionen und einer Zweikanal-Mischeinheit samt EQs bekommt der Käufer eine voll ausstaffierte DJ-Software, die diese äußerst handliche Mixzentrale kommandiert und zusätzlich über eine Gratis-App mit einem Smartphone und Tablet interagieren lässt. Neugierig geworden, wie sich das Bundle im Bonedo-Test schlägt? Dann hier entlang.

Details

Die Firma Hercules widmet sich seit gut 30 (!) Jahren digitalen Audiolösungen, zu Beginn vornehmlich Consumer Hardware für Computer. 2003 erkämpfte sie sich mit ihrer ersten DJ-Konsole vor allem den Respekt der mobilen Einsteiger-DJs. Entsprechend rüsteten sich vor allem Freizeit- und Kleinpartybeschaller damit aus, doch der Eintritt in die Club-Landschaft bleib Hercules mit seinem Portfolio bis heute versagt. Auch Universal DJ spricht aufgrund des Preises sicher mehr den Bedroomer an und könnte sich diesem als Alternative zum Reloop Beatmix 2 oder Pioneer DDJ-SB empfehlen. Auch, weil Hercules mit dem hauseigenen DJUCED 40° ein satt ausstaffiertes DJ-Programm beilegt und nicht, wie in der Preisklasse sonst üblich, eine abgespeckte Light-Version. Also rauf mit dem Karton auf den DJ-Tisch und ausgepackt.

Mit lediglich 40 Zentimetern Breite und 22 Zentimetern Tiefe kann ich das matte, leicht gewölbte Hartplastikchassis problemlos im Rucksack verstauen, um mit ihm musikalisch auf Reisen zu gehen. Solide 1,8 Kilogramm Gewicht verleihen der Konsole eine gewisse Wertigkeit, ohne die Mobilität einzuschränken.

Trotz des kompakten Designs wirkt die Anordnung der Bedienelemente ergonomisch und übersichtlich und die Komponenten sind trotz des sparsamen Platzangebots gut greifbar. Lediglich die etwas klein ausfallenden Pads befinden sich untypisch über und nicht unter den massiven, silberfarben hervorstechenden Jogwheels.

Front- und Backpanel

An der Vorderseite befindet sich ein 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsenanschluss für den Kopfhörer, der – soviel sei vorweg gesagt – meinem angeschlossenen Sennheiser HD-25 ein recht ausgewogenes und von der Lautstärke akzeptables Signal schickt. Die ebenfalls dort platzierte Lautstärkeregelung löst Hercules ungewöhnlicherweise über je eine Plus- und Minus-Taste.

Das Backpanel zeigt eine Kensington-Sicherung, den Bluetooth-Pairing-Knopf für Mobilgeräte und einen USB-Port. Der Controller verlangt den Anschluss eines Laptops oder Computers zur Stromversorgung. Ob ich weiterhin auch ein Tablet und gar ein Smartphone zur Steuerung nutzen möchte, entscheide ich mit dem Switch-Mode-Taster. Es folgen jeweils zwei Cinch-Buchsen für den Aux-In und Mix-Out. Das Ausgabesignal steht auch an einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zur Verfügung. Dabei fällt mir auf, dass Universal DJ dem Anwender „einen Maulkorb verpasst“, denn ein Mikrofonanschluss fehlt.

Mixer und Decks

Die Controller-Oberfläche definiert sich weitgehend über Standardfunktionen, angefangen bei den beiden Decks und der Transportsektion, bestehend aus Sync, Cue und Play/Pause. Hinzu gesellt sich eine Shift-Taste für mehrfach belegte Komponenten. Darüber liegen die Jogwheels, gefolgt von jeweils acht blau beleuchteten Pads und einem Encoder-Knob, die entsprechend der vier darüber liegenden Kontrolltasten (Cue, FX, Sample und Loop) operieren. Ein 45 Millimeter kurzer Fader für den manuellen Pitch schließt die Decksektion ab.

Zum Mischer gehören ein Crossfader von 45 Millimeter Länge und zwei Linefader à 50 Millimeter. Gegenüber anderen Controllern gleicher Preisklasse rüstet Hercules den Universal DJ erfreulicherweise mit einer achtgliedrigen Doppel-LED-Kette aus. Ein Dreiband-EQ für Höhen, Mitten und Bässe pro Deck ist in jedem Kanalzug zu finden. Gain hingegen reguliere ich über den multifunktionellen Encoder-Knob der Decks. Dazwischen sitzen die Cue-Tasten, der Browser samt Load-Pads, der Scratch- und Record-Button sowie eine Neugier weckende Magic-Taste. Ob mich der Universal damit im Praxis-Test verzaubern kann? Mal schauen. Dem Master wird zwar nur ein virtueller Regler in der Software zugeteilt, doch für mich ist dies kein Grund zur Kritik, schließlich sollte man den Pegel konstant auf einem Niveau halten, eine Regel, die Einsteiger gern vergessen. Ein Wort noch zum weiteren Lieferumfang: Dieser besteht aus einer Bedienungsanleitung, einem USB-, Cinch und Miniklinken-Audiokabel sowie einem Klinkensteckeradapter und der DJ-Software DJUCED 40°.

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