Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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04.06.2016

Praxis

Um einen möglichst unverfälschten Eindruck der Soundqualität des Pedals zu bekommen, schicke ich das Ausgangssignal des Loopers an meine Lehle Sunday Driver DI-Box. Von dort aus geht es zum Motu-Audiointerface, wo es abschließend digital gewandelt wird. Schlüssigerweise muss auch bei diesem Mini Looper das Volume-Poti voll aufgedreht sein, um die Aufnahme auf dem zuvor gespielten Lautstärkeniveau abzuspielen. Für den ersten Check spiele ich eine Phrase und nehme diese auf dem Looper auf, anschließend spiele ich sie ab. Das Volume Poti ist dabei voll aufgedreht.

Ich kann zwischen beiden Signalen keinen Unterschied feststellen. Sehr gut! Das Signal habe ich übrigens nach der Aufnahme pegelmäßig angepasst.

Ich drehe nun das Volume-Poti auf 12 Uhr und anschließend auf 9 Uhr und zeichne die abgespielte Aufnahme erneut in meiner DAW auf. Anschließend werden die Files wieder auf den gleichen Pegel gebracht.

Wie man hören kann, sorgt das Pedal auch bei geringeren Ausgabelautstärken weiterhin für ein gut aufgelöstes Signal.

Da es nur über einen Fußschalter betätigt wird, bringt es baubedingt den Umstand mit sich, dass ein lautloses Löschen nur bei heruntergeregeltem Volume-Poti möglich ist. Andernfalls hört man noch den Anfang der zuvor getätigten Aufnahme.

Nun wollen wir uns die Overdub-Funktion genauer zu Gemüte führen. Hier tauchen in den ersten Tests regelmäßig nach mehreren Overdubs unschöne Verzerrungen im Signalbild auf. Bei genauerer Untersuchung erscheint dieses Problem aber nur bei Instrumenten mit etwas mehr Output, wie z.B. bei meiner Yamaha Pacifica 611, die ich für den Test nutze. Der Looper nimmt übrigens - etwas ungewöhnlich - in 24Bit/48Khz auf, womit dem Anwender in der Weiterverarbeitung seiner Aufnahme eher nicht geholfen ist.

Der Looper macht soundtechnisch eine gute Figur, wie das abschließende Audiobeispiel mit mehreren Overdubs demonstriert.

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