Hersteller_Gemini
Test
5
08.01.2014

Fazit
(3.5 / 5)

Gemini liefert mit dem USB-MIDI-Controller G2V ein solides DJ-Werkzeug ab, das durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem junge DJs ansprechen dürfte. Das massive Gehäuse ist sehr gut verarbeitet und von hoher Qualität - ein wichtiges Argument für den mobilen DJ. Die übersichtliche Bedienoberfläche lässt ein intuitives und schnelles Agieren zu, ohne Fehlgriffe herauszufordern. Vorausgesetzt es ist genügend Helligkeit im Raum vorhanden, da leider alle Tasten nur im On-Modus beleuchtet sind. Der praktische Einsatz wird weiterhin durch die kaum konfigurierbare Software Virtual DJ LE eingeschränkt, daher empfiehlt sich ein kostenpflichtiges Upgrade auf die Pro-Version, vor allem beim semiprofessionellen Anspruch. Ferner steht der G2V mit nur einem zusätzlichen Aux-Input zum Anschluss einer externen Quelle als Standalone-Mixer nicht zur Debatte. Wer jedoch ausschließlich Musik vom Laptop abspielen, mixen und modifizieren möchte, kommt durchaus auf seine Kosten. Das Einrichten der Software und die Inbetriebnahme erfordern keine großen Vorkenntnisse. Plug’n’Play lautet die Devise. In der Praxis geht das Navigieren und Auflegen mit dem Controller gut von der Hand, die Tasten und Regler reagieren auf jeden Befehl ohne Latenz. Auch die Jogwheels überzeugen durch ihre Größe und Empfindlichkeit im Search- und Pitch-Bend-Modus. Dagegen ist deren Berührungsempfindlichkeit eher gewöhnungsbedürftig und motiviert nicht unbedingt zum Scratchen, genauso wie der etwas behäbige Gleitwiderstand des Crossfaders samt fehlender Kurveneinstellung. Für den Controller sprechen allerdings die acht großen Pads pro Deck, mit denen sich Hotcues, Samples und Loops in den verschiedensten Varianten und Längen triggern lassen und somit der Kreativität nur wenige Grenzen setzen. Ausgenommen ist hier das schmale FX-Spektrum mit insgesamt nur fünf Vertreten. Unterm Strich kann man sagen: Der G2V ist keine Wunderwaffe und verfehlt auch manches Ziel hinsichtlich seiner Ausstattung. Zudem zählt er mit einer UVP von 365 Euro nicht zu den Schnäppchen seiner Klasse, erfüllt aber gerade auch im Klang und der Performance sicherlich die Anforderungen und Erwartungen eines Bedroomers und des einen oder anderen semiprofessionellen DJs.

  • Pro
  • Sehr gut verarbeitetes, massives Metallgehäuse
  • Gute Bedienergonomie
  • Einfache Installation und Bedienung
  • Große Jogwheels
  • Lange Pitch-Control-Fader
  • Acht Multifunktionspads für Hotcues, Loops und Samples
  • Contra
  • Nur ein Input
  • Keine Fader-Kurveneinstellung am Controller
  • Gewöhnungsbedürftige Berührungsempfindlichkeit der Jogwheels
  • Anzahl und Auswahl der Effekte
  • Keine generelle Beleuchtung der Tasten
  • Freies Mapping nur mit Virtual DJ Pro
  • Keine Klangregelung für das Mikrofonsignal
  • Features:
  • USB-MIDI-Controller mit 24-Bit-Audiointerface für PC und Mac
  • Zweikanal-Mixer mit Dreiband-EQs, Gain und Filter-Control-Regler
  • Mapping für Virtual DJ
  • Acht Multifunktions-Pads und vier Drehknöpfe für jedes Deck
  • Hotcues, Manual Loops, Auto Loops, Sampler
  • Berührungsempfindliche Jogwheels
  • Mikrofoneingang mit 6,3-Millimeter-Klinke
  • Vergoldeter Aux-Eingang (Cinch)
  • Symmetrischer XLR- und Cinch-Master-Ausgang
  • Vergoldeter Cinch-Booth-Ausgang
  • 6,3-Millimeter-Klinkenausgang für Kopfhörer
  • technische Spezifikationen
  • Maße: 461 x 320 x 45 mm
  • Gewicht: 4.62 kg
  • Frequenzgang:
  • Line/Booth: 20 Hz bis 20 kHz
  • Phone: 20 Hz bis 20 kHz
  • Mic: 20 Hz bis 20 kHz
  • USB-Audio:
  • Bitrate: 24-Bit, 16-Bit
  • Samplingrate: 192kHz, 96kHz, 48kHz, 44.1 kHz
  • UVP: 356 Euro
3 / 3

Verwandte Artikel

User Kommentare