Gitarre Hersteller_Framus
Test
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26.01.2020

Framus D-Series Idolmaker Test

E-Gitarre

Heißes Rockbrett

Die Framus D-Series Idolmaker des deutsche Traditionsherstellers gab es bisher nur in der Teambuilt- und Masterbuilt-Reihe zu einem Preis, der beim Vielfachen der nun auch in der D-Serie beheimateten E-Gitarre liegt. Für einen Ladenpreis von unter 1000 Euro versucht die in China gefertigte Ausgabe neue Käuferschichten zu erobern.
Die Gitarre mit der eigenständigen Offset-Korpusform ist mit den notwendigen Zutaten für ein kerniges Rockbrett bestückt: Mahagoni-Korpus und -Hals, zwei Humbucker und Tune-O-Matic-Bridge gehören dazu, ansonsten bleibt sie sparsam und verzichtet auf zusätzlichen Sperenzchen und Spielereien. Was man trotzdem alles mit ihr anstellen kann, sagt uns der folgende Test.

Details

Lieferumfang

Die Idolmaker wird mit einem Rockbag Student Pro Gigbag geliefert, das zwar nicht allzu komfortabel gepolstert ist und auch der Reißverschluss hakt ein wenig. Aber besser als im nackten Karton, würde ich jetzt mal sagen. Ansonsten sind noch Inbus-Schlüssel zur Einstellung mit an Bord.

Korpus

Der Body mit der eigenwilligen Form, die leicht an die Konturen der Gibson Firebird erinnert, ist aus Mahagoni gefertigt, die aufgeleimte Decke aus geflammtem Ahorn (AAAA). Die Decke zieht sich aber nicht über den kompletten Korpus, denn die Fläche oberhalb des Halstonabnehmers bleibt für den Pickup-Wahlschalter frei und die unterhalb des Stegs für die Regler. Diese freien Stellen sind komplett mattschwarz lackiert, während die Decke bei unserer Gitarre in einem hochglänzenden Burgundy Blackburst Transparent (High Polish) Finish erstrahlt. Weitere erhältliche Farbvarianten sind Solid Black Satin und Nirvana Transparent Black HP.

Die Saiten werden von einer Tune-O-Matic Bridge mit Stop Tailpiece gehalten, wie die restliche Hardware im verchromten Outfit. Verstellbar sind die Saitenreiter für die Oktavreinheit einzeln in der Länge, die Höhe lässt sich an den beiden Rändelschrauben seitlich justieren.

Pickups

Die Idolmaker kommt mit zwei Humbuckern aus dem Hause Seymour Duncan, und zwar einem SH-1n am Hals und einem SH-4b in der Stegposition. Die Pickups mit ihren verchromte Kappen sind in schwarzen Rahmen befestigt. Mit dem Dreiweg-Kippschalter sind die üblichen drei Kombinationen möglich, entweder jeder Pickup einzeln oder in der mittleren Schalterstellung beide zusammen. Auf der gegenüberliegenden Seite liegen die beiden Regler, einmal Volume und einmal Tone, mit denen der Klang noch verfeinert werden kann.

Hals

Der Hals aus Mahagoni ist mit dem Korpus verleimt und lässt sich bei einem recht hohen Hals-Korpus-Übergang am 19. Bund auch in den entfernten Lagen sehr komfortabel bespielen. Insgesamt sind 22 Medium Jumbo Nickel Silver Frets in das Griffbrett aus Tigerstripe-Ebenholz eingearbeitet. Allesamt ausgezeichnet poliert, abgerichtet und ohne scharfe Kanten am Rand - Bendings und Vibratos laufen butterweich. Das Griffbrett hat einen Radius von 12" und beim Hals haben wir es nicht mit einem Flachbrett zu tun, sondern das C-Profil liegt satt und mit der richtigen Menge Holz in der Hand. Zur Orientierung gibt es Punktmarkierungen auf dem Griffbrett und an der Halskante. Die Saiten laufen über einen Graphitsattel zu den geschlossenen Stimmmechaniken von Framus, die an beiden Seiten der Kopfplatte positioniert sind und ihre Arbeit zur vollen Zufriedenheit verrichten. Beim Drehen an den Wirbeln gibt es keine Übertragungsfehler, Hänger oder tote Punkte. Auf der abgerundeten, schwarz lackierten Kopfplatte finden wir ganz oben das Framus-Logo und am Übergang zum Hals die Abdeckplatte für den Zugang zum Halsstellstab. Das Instrument ist sehr gut verarbeitet und auch an der werkseitigen Voreinstellung gibt es nichts zu beanstanden.

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