Gitarre Hersteller_Fender
Test
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16.12.2015

Praxis

Die Strat Mini ist mit dem schmalen Hals sehr gut für Kinder geeignet. Will man sich das Instrument als Erwachsener als Reisegitarre zulegen, könnte der schmale Hals ein Hindernis sein, denn bei diversen Akkorden werden aufgrund des geringen Saitenabstandes die benachbarten Saiten schnell abgedämpft. Für meine Finger wäre das eher nichts, was aber keinesfalls abwertend gemeint ist. Was den Sound anbelangt, generiert unsere Testkandidatin die typischen Strat-Klänge. Hier sind die fünf Pickup-Kombinationen mit einem Cleansound, beginnend mit dem Hals-Pickup.

Knackige Rhythmus-Sounds klappen wie gewohnt mit der Kombination von Hals- und mittlerem Pickup. Die Strat Mini ist kein Sustainwunder, dafür hat das Instrument aber einen schnellen Antritt, ideal für Funky-Sounds.

Dreckige Sounds kommen ebenfalls in gewohnter Art. Hier hört ihr einen vorgeschalteten Blues Driver und die Zwischenposition von Steg und mittlerem Pickup.

Der Hals-Pickup bringt einen etwas wärmeren Ton, die dynamische Ansprache ist in Ordnung, zumal man bei dieser Preisgestaltung naturgemäß keine Wunder erwarten kann.

Das klangliche Gegenstück bildet der Steg-Pickup. Dieser kommt recht kantig mit einer saftigen Portion Twang um die Ecke. In Kombination mit der schnellen Ansprache und dem etwas dünnen Ton knallt das recht ordentlich.

Zum Abschluss hört ihr einen High-Gain-Sound mit dem Bogner Ecstacy Red Pedal. Mit einer Humbucker-Gitarre gäbe es bei dieser Einstellung ein sattes Brett, das ist mit der Strat nicht zu schaffen. Wer Heavy Sounds spielen möchte, wird hier nicht unbedingt glücklich, aber einen aggressiven Zerrsound schafft die Strat Mini allemal.

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