Gitarre Hersteller_Fender
Test
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01.10.2017

Fender Duo-Sonic Test

Shortscale E-Gitarre

Rockbrett in Orange

Die Fender Duo-Sonic Modelle bereichern seit einiger Zeit nach langer Abstinenz wieder das Fender Portfolio. Die Duo-Sonic Offset-Serie bietet zwei unterschiedliche Konzeptionen des Instrumentes, das 1956 als preisgünstige Schülergitarre mit kurzer Mensur das Licht der Welt erblickte. Zum einen gibt es die Gitarre mit Humbucker und Singlecoil sowie Palisandergriffbrett, oder, wie unser Testmodell, als Variante mit zwei Singlecoil-Pickups und Ahornhals, in unserem Fall in einem sehr auffälligen Capri Orange Finish.

Die Gitarre hat eine Mensur von 24" (610 mm) und eignet sich besonders für jugendliche Gitarristen, die noch nicht hundertprozentig mit der Standardmensur Freundschaft geschlossen haben. Aber auch erwachsene Spieler werden durchaus angesprochen, denn geht man zurück in der Historie, dann spielte immerhin kein Geringerer als Jimi Hendrix während seiner Zeit bei den Isley Brothers eine Duo-Sonic.

Details

Korpus

Die Duo-Sonic kommt mit einem Erle Korpus in Capri Orange, ist aber auch in den etwas dezenteren Farbtönen Arctic White und Torino Red erhältlich. Der Korpus hat zwei Cutaways und ist etwas schlanker als der einer Strat, was sich natürlich im Gewicht niederschlägt: Die Duo-Sonic bringt entspannte 2,9 kg auf die Waage. Die komplette Elektronik ist auf dem weißen Schlagbrett befestigt und neben den beiden Pickups finden sich ein Pickup-Schalter, zwei Regler und die Anschlussbuchse, alles in verchromter Optik, ebenso wie die Hardtail Strat-Bridge.

Bei Letzterer laufen die Saiten über sechs gebogene und längs und in der Höhe verstellbare Saitenreiter, nachdem sie auf der Korpus-Rückseite in sechs Metallhülsen eingefädelt und durch den Korpus geführt wurden. Der Hals ist wie üblich bei Fender mit dem Korpus verschraubt, hier mit der Vier-Schrauben-Variante.

Pickups

Bei unserem Testmodell sind zwei identische Duo-Sonic Singlecoils mit Kunststoffkappen in der Pflicht. Im Gegensatz zur Strat- oder Tele-Positionierung ist hier der Hals-Pickup schräg angeordnet, während der Stegtonabnehmer parallel zur Brücke befestigt ist. Geschaltet werden die beiden über einen Drei-Wege-Kippschalter, mit dem die Standard Kombinationen Hals-Pickup, beide Pickups und Steg-Pickup gewählt werden können. Als Regelmöglichkeiten stehen ein Volume- und ein Tone-Poti zur Verfügung.

Hals

Die Duo-Sonic ist, im Gegensatz zum Schwestermodell mit Humbucker, mit Ahorn-Hals und -Griffbrett bestückt. Auf ihm sind 22 Medium Jumbo Bünde versammelt, die gut poliert auf ihren Einsatz warten. Der Hals mit C-Shaping und einem Griffbrettradius von 9,5" liegt gut in der Hand, durch den recht späten Hals-Korpus-Übergang am 20. Bund sind auch die hohen Lagen absolut entspannt bespielbar. Der Hals weist eine Breite von 42 mm am Sattel auf, also traditionelle Stratocaster-Maße - hier ist man jüngeren Semestern nicht unbedingt entgegengekommen. Aber das ist auch in Ordnung, denn mit seinem schlanken Profil lässt sich der Hals auch mit kleineren Fingern gut umgreifen, außerdem freut es die älteren Semester, wenn die Abstände zwischen den Saiten so beschaffen sind, dass die benachbarten nicht versehentlich abgedämpft werden. Über einen Sattel aus synthetischem Knochen gelangen die Saiten geradewegs zu den Mechaniken, die komplett an einer Seite der Kopfplatte positioniert sind, B- und E-Saite laufen noch durch einen Niedrighalter. Die geschlossenen Fender Standard Tuner sorgen für einen reibungslosen Stimmvorgang und haben weder Spiel beim Drehen noch tote Punkte in der Übersetzung. Die Kopfplatte kommt in der schmaleren Sixties-Variante mit dazugehörigem Fender-Spaghetti-Logo und wie gewohnt findet sich der Zugang zum Halsstellstab am Übergang vom Hals zur Kopfplatte.

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