Eurorack-Module
Test
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27.08.2019

Praxis

Anwendung und Klang

In der Praxis funktioniert das Plasma Drive Modul im Eurorack beeindruckend. Die erzeugte Verzerrung klingt tatsächlich anders, als alle anderen, die ich bisher gehört habe. Das Ausgangsmaterial klingt immer hochwertig und klar. Durch die Dosierung der Volt und den Abschwächer für das Eingangssignal, erhält man auch viele unterschiedliche Klangfarben. Klangmöglichkeiten bietet das Modul viele, aber am Ende des Tages hört man doch immer das Plasma Drive Modul heraus, was dem Sound seinen besonderen Stempel aufdrückt. Es ist also kein One-Trick-Pony und bietet auch nicht ganz so viele verschiedene Soundmöglichkeiten, wie es Module mit Vakuumröhren in petto haben.

Hier macht der Tracking-Oszillator mit seinem eigenen Sub-Oszillator wirklich Sinn, denn sind diese beiden aktiviert, so verhält sich das Plasma Drive noch mal ganz anders, und das im positiven Sinn. Ein bisschen schade finde ich, dass es keine Möglichkeiten bestehen, die beiden Oszillatoren in der Lautstärke anzupassen. Diese wird einfach für den kompletten Effekt mithilfe des Dry/Wet-Reglers beeinflusst. Insbesondere bei 100 % Effektanteil und beide Oszillatoren im aktivierten Zustand, zeigt sich das Plasma Drive von seiner besten Seite und bietet viele Nuancen.

Der EQ klingt anständig, ist aber meiner Meinung nach bei diesem Modul eher überflüssig. In der Gitarrenwelt macht er bestimmt Sinn, aber gerade modulare Synthesizern bieten an sehr vielen Stellen Eingriff in die Klangformung, sodass hier der Platz für andere Funktionen sinnvoller gewesen wäre. Besagter Lautstärkeregler für den Tracking-Oszillator, oder ein Tief- Hochpassfilter mit CV-Steuerung böten dem Plasma Drive Modul sicherlich interessantere und nützlichere Möglichkeiten.

Audiobeispiele zu Erica Synths Plasma Drive

Erica Synths Plasma Drive Sound Demo (no talking)

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