Bass Hersteller_Epiphone
Test
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20.12.2018

Epiphone Jack Casady Signature Bass 20th Anniversary Test

Viersaitiger E-Bass

Klassischer Look und klassischer Sound!

Jack Casadys hat eine lange und erfolgreiche Karriere in der Welt des Rock'n'Roll vorzuweisen: Er ist Bassist/Mitbegründer der Bands Jefferson Airplane und Hot Tuna, war aber auch als Sideman unter anderem für Greatful Dead oder keinen Geringeren als Jimi Hendrix tätig. So ist er zum Beispiel auf der legendären Aufnahme von "Voodoo Chile" aus dem Hendrix-Album "Electric Ladyland" zu hören. Mit Jefferson Airplane wurde er 1996 sogar in die "Rock And Roll Hall Of Fame" aufgenommen. Respekt!

Bereits 1997 widmete Epiphone dem legendären Bassisten daher einen Signature-Bass in halbakustischer Bauweise - natürlich ganz nach Jacks Vorstellungen! 20 Jahre später gibt es davon ein Anniversary-Modell in einer für diesen Anlass entsprechend edlen Optik. Höchste Zeit also, den Jack Casady Signature mal wieder unter die Lupe zu nehmen!

Details

Die Zargen und der Boden des Bodys bestehen aus Ahorn, die wunderschöne Decke aus Riegelahorn (Flamed Maple). Das transparente weinrote Finish lässt die Maserung schön erkennen, was dem Bass eine wirklich edle Note verleiht. Unterstrichen wird diese durch ein fünfstreifiges Binding, welches die Decke einfasst. Der Boden muss sich hingegen mit einem einfachen Binding begnügen.

Insgesamt ist der Korpus für einen E-Bass recht groß und besticht durch opulente Kurven, dafür ist er hingegen relativ dünn - und entspricht hier wieder eher den gewohnten Maßen eines herkömmlichen E-Basses. Ein dreilagiges weißes Schlagbrett mit einem großen "E" für "Epiphone" rundet das Bild ab.

Der Hals wurde aus zwei Streifen Mahagoni gefertigt und mit dem Korpus verleimt. Auf der schwarzen Kopfplatte befinden sich neben Jacks Signatur auch der Zugang zum Halsstab und die Stimm-Mechaniken. Diese sind im Verhältnis 2:2 angebracht. Das Griffbrett aus Satinwood bietet neben den 20 Bünden noch die typischen trapezförmigen Block Inlays.

Die Vintage-Brücke steht auf drei höhenverstellbaren "Säulen", sprich: Schrauben. Diese münden in Metallhülsen, die in den Korpus eingelassen sind. So kommt es auch nach x-maligen Verstellen nicht zu Verschleiß am Holz. Die einzelnen Saitenreiter lassen sich leider nicht noch zusätzlich in der Höhe verstellen. Nicht ohne Grund haben wir es hier mit einer Vintage-Brücke zu tun -Authentizität ging den Erbauern offensichtlich vor praktischen Nutzen. Die Oktavreinheit lässt sich mithilfe zum Hals zeigenden Schrauben justieren.

Ein Tonabnehmer namens "JBC-1 Humbucker" und die passive Elektronik machen die Beschreibung kurz und einfach. Lautstärke und passive Tonblende - "Ende Gelände"! Mehr braucht ein echter Charakterkopf nicht. Wäre da nicht noch ein Dreifach-Wahlschalter, laut Epiphone-Webseite lässt sich mit ihm die Klangcharakteristik des JBC-1 verändern. Die drei anwählbaren Frequenzen sind 50, 250 oder 500 Hz.

Die Verarbeitung des Epiphone Jack Casady Signature ist ordentlich, wenn auch nicht auf höchstem Niveau. An mancher Stelle, wie z.B. den Spaltmaßen des Schlagbretts oder der Lackierung des Hals-Korpus-Übergangs etc., könnte durchaus etwas sorgfältiger gearbeitet werden. Allerdings hat nichts davon einen Einfluss auf die Bespielbarkeit oder den Klang.

Optisch finde ich den Bass sehr gelungen - er schafft den Spagat zwischen Vintage Look und edler Note ganz vortrefflich. Bleibt noch zu erwähnen, dass man mit dem Anniversary ein solides Gigbag, einen Ledergurt und ein von Jack signiertes Zertifikat bekommt.

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