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29.05.2021

Eine Liebeserklärung an den Boss GE-7

Legendärer Gitarren-EQ und Kult-Pedal seit über 40 Jahren

Der Boss GE-7 und seine Geschichte

Es gibt auf dem Pedalmarkt diverse Bodentreter, über die man sich sicherlich trefflich streiten kann. Bei einigen wenigen Modellen scheint jedoch eine sehr harmonische Einigkeit über deren Nutzen oder Qualität zu bestehen, und in genau diese Kategorie fällt der grafische Equalizer GE-7 aus dem Hause Boss.
Auch wenn sich das Pedal in Profikreisen, beginnend mit Tom Bukovac über David Gilmour bis zu John Mayer, einer großen Beliebtheit erfreut, scheinen manche Gitarristen mit EQs noch etwas zu fremdeln. Das ist auch durchaus verständlich, denn deren Einsatz birgt auch einige Fehlerquellen, durch die man sich im schlimmsten Fall ins klangliche Abseits schießen kann. Dazu klingen Binsenweisheiten wie "Wenn du einen EQ brauchst, ist dein Amp schlecht", ebenfalls wenig ermutigend. Daher möchte ich euch heute auf eine kleine Reise in die Welt des Boss GE-7 und der Equalizer generell mitnehmen und euch dabei zeigen, wie man dieses nützliche Tool zu seinem Verbündeten machen kann.

Quickfacts:

  • Der Boss Equalizer entstand im Jahre 1978 als GE-6 und erhielt 1981 das Facelift zum GE-7, einem grafischen Equalizer mit sieben Bändern und einem Level-Regler.
  • Der Frequenzbereich der Gitarre liegt ca. zwischen 80 Hz und 10 kHz, wobei vor allem der Mittenfrequenz zwischen 250 Hz und 1000 Hz eine besondere Bedeutung zukommt. In diesem Bereich haben auch die meisten Booster und Overdrive-Pedale ihre Peaks.
  • Der Erfolg des GE-7 liegt in seiner simplen, aber effektiven Bauweise und seinem günstigen Preis begründet. Der Buffered Bypass und kleine Schwächen wie die dezenten Nebengeräusche lassen sich teilweise durch Modifikationen beheben.
  • Die Platzierung des Pedals kann je nach Bedarf, vor oder hinter dem/den Verzerrer/n erfolgen, wobei letztere Anordnung stärker verbreitet ist.
  • Beliebte Settings sind entweder der Einsatz als reiner Cleanboost mit einem Flat-Setting des EQs oder aber als Midboost mit leichter Anhebung von 400, 800 und 1,6 kHz. Zum Aufklaren der "Boomyness" mancher Gitarrensounds wird der Frequenz-Cut bei 200 und 400 Hz verwendet.

1. Geschichte

Die Geschichte des Boss Equalizers geht auf das Jahr 1978 zurück, als in den japanischen Werkstätten des Herstellers der GE-6 vom Band lief, ein grafischer Sechsband-EQ. Dieser verstand sich als direkter Konkurrent des damals sehr beliebten MXR M109 EQs und lieferte sechs sich oktavierende (verdoppelnde) Bänder bei 100, 200, 400, 800, 1600 und 3200 Hz, wobei jedes Band um 15 dB geboostet oder gecuttet werden konnte. Mit der Entwicklung und Verfügbarkeit von schmaleren Slider-Potis wurde der GE-6 im Jahre 1981 vom GE-7 abgelöst.
Wie der Name vermuten lässt, wurde nun mit 6,4 kHz eine siebte Frequenz hinzugefügt, allerdings gesellte sich auch noch ein zusätzlicher Level-Regler hinzu, um den GE-7 als reinen Level- bzw. Gainbooster einsetzen zu können.
Prinzipiell ist sich der GE-7 bis heute treu geblieben, von kleinen Abweichungen wie der Veränderung des TL022 Op-Amps, der Produktionsverlagerung von Japan nach Taiwan 1992 und der Umstellung auf SMD-Bauweise abgesehen. Somit blickt er mittlerweile auf eine über vierzigjährige Erfolgsgeschichte zurück. Der GE-7 war übrigens mittlerweile auch Gegenstand eines bonedo-Tests.

2. Grundlagen

Zu Beginn seien noch ein paar grundlegende Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Equalizing geklärt.
Grundsätzlich kann das menschliche Ohr Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hz wahrnehmen, wovon allerdings nur der Frequenzbereich zwischen 80 Hz und 10 kHz für die Gitarre relevant ist, und genau hier setzen die meisten EQ-Pedale auch an.
Der Bereich zwischen 80 und 250 Hz wird normalerweise als Bassbereich tituliert, 250 Hz bis 4 kHz als Mittenbereich, der gerne in Tief- und Hochmitten unterteilt wird, ab 4 kHz folgen die Präsenzen und schließlich ab 6 kHz die Höhen bzw. Brillanz. Equalizer sind entweder in parametrischer Bauform erhältlich, bei der die einzelnen Frequenzen flexibel festgelegt werden können, oder aber in Form der grafischen Variante, bei der festgelegte Frequenzen in ihrer Lautstärke bearbeitet werden.
Betrachten wir nun die Bereiche genauer und wie sie sich im Gitarrensound manifestieren:

Häufig wird in einem Mix der Bassbereich von Gitarrensignalen unter 100 Hz komplett beschnitten, aber auch zwischen 200 und 400 Hz können, je nach Grundsound von Gitarre und Amp, durchaus "wummrige" Resonanzen entstehen, die man per EQ dort herausziehen kann. Nichtsdestotrotz liegt hier aber auch die Fülle, das Runde und der "Bauch" des Gitarrensounds verborgen und dieser ganz spezielle Druck, den Gitarristen gerne vor ihren Boxen spüren.
Der Bereich zwischen 250 und 1000 Hz ist vermutlich der bedeutendste für die Durchsetzungsfähigkeit der Gitarre, und klassische Midboost-Pedale arbeiten auch genau hier. Der berühmte Mid-Hump des Tubescreamers liegt beispielsweise um die 723 Hz, die des Hornby Skewes Trebleboosters bei ca. 800 Hz, und gerne wird dieser Bereich lautmalerisch als "honky" beschrieben. Andere Pedale wie der Klon Centaur oder die ProCo Rat peaken hingegen bei 1 kHz, einer Frequenz, der man auch gerne das Sound-Attribut "punchy" zuschreibt.
Der Bereich zwischen 2 und 4 kHz birgt die Hochmitten und sorgt ebenfalls für Biss, Durchsetzungsfähigkeit und Knackigkeit, kann das Gitarrensignal allerdings bei Überstrapazierung und in Abhängigkeit vom Rest-Equipment auch zu scharf klingen lassen. In diesem Bereich liegen übrigens auch die Frequenzen, die für die Spracherkennung wichtig sind. Gerade Singlecoils zeigen hier beispielsweise eine deutliche stärkere Betonung als Humbucker.
Der Bereich ab 6 kHz ist für die Brillanz und Klarheit zuständig und kann insbesondere für Akustikgitarre und cleane Pickings ein guter Ansatzpunkt sein. An dieser Stelle möchte ich auch auf den Artikel des Kollegen Olli Jäger hinweisen, der sich mit den einzelnen Frequenzbereichen hier noch einmal gezielt auseinandersetzt.

3. Eigenschaften

Stellt man sich nun die Frage, warum der Boss GE-7 so ein Kassenschlager wurde, lautet die Antwort ziemlich eindeutig: Er ist einfach, relativ billig, leicht zu bedienen, besitzt eine sinnvolle Auswahl an Bändern und ist robust.
Josh Scott von JHS-Pedals hat in einem Video sehr treffend formuliert, dass ein EQ nicht gut oder schlecht zu klingen habe, sondern das machen soll, was man ihm "sagt" und einen transparenten, linearen Sound liefern muss, wenn alle Slider auf 0 stehen. Genau diese Eigenschaften vereint das Bosspedal ziemlich zuverlässig. Selbstverständlich ist jedoch auch ein so beliebtes Pedal wie der Boss EQ nicht ganz frei von Makeln und so wird es möglicherweise den einen oder anderen stören, dass der GE-7 mit einem Buffer daherkommt und keinen True Bypass anbietet. Ein Nachteil, der von vielen moniert wird, ist auch das deutlich wahrnehmbare Rauschen.
Gängige Modifikationen des GE-7 sind deswegen häufig das Umbauen auf eine True-Bypass-Schaltung und das Austauschen einiger Op-Amps durch rauschärmere Modelle. Auch das Umrüsten auf 18V-Betrieb ist gängige Praxis, was dem Pedal mehr Headroom und Klarheit verleiht. In den USA sind die Modifikationen von Analog Man oder auch XTS in der Studioszene sehr beliebt, wobei XTS sogar eine Tom Bukovac Mod anbietet, bei der die Frequenzbelegung der Slider mehr auf den Mittenbereich verlegt wurde und sich die Frequenzen zwischen 400 Hz und 4 kHz feinbandiger bearbeiten lassen. Auch in Deutschland bieten diverse Unternehmen Modifikationen an, und in den Soundbeispielen werden wir neben dem Stock-Modell auch eine Mod von Florian Pöschko von "Word Of Mouth" Guitar Effects zu hören bekommen.

4. Platzierung

Auf einem Pedalboard finden sich EQ-Pedale meist relativ früh in der Signalkette und zumindest vor den Modulations- und zeitbasierten Effekten. Dennoch stellt sich die Frage: Kommt der EQ vor oder hinter die Verzerrer? Kurzum: Beide Szenarien sind denkbar und hier entscheidet primär der erwünschte Effekt. Parke ich den EQ vor einen Verzerrer, so arbeitet dieser wie ein Gainboost, der das Pedal in seiner Grundausrichtung verbiegen kann. Geboostete Frequenzen werden bei dieser Signalreihenfolge stärker verzerrt bzw. komprimiert und der Pedalcharakter und unter Umständen auch das Spielgefühl ändern sich. Die Anordnung hinter der Zerrsektion ist sicherlich etwas stärker verbreitet und bewirkt, dass der Gesamtklang verändert wird. Auf den Zerrcharakter und auch auf das Gain nimmt der EQ jetzt keinen Einfluss mehr, denn die Pegelanhebung ist nun ein reiner Volume-Boost und die Frequenzbearbeitung verarztet das bereits verzerrte Signal. Hier gilt allerdings anzumerken, dass der EQ trotz Anordnung hinter dem Overdrive bei höherem Level definitiv zumindest als Gainboost für den nachgeschalteten Amp arbeitet.Natürlich gibt es auch die Option, einen EQ vor und einen hinter die Zerrsektion zu hängen, wie dies z.B. David Gilmour gemacht hat.
Die Platzierung ganz am Ende der Signalkette und hinter den Effekten kann natürlich ebenfalls sinnvoll sein, wenn ich Delay- und Hallfahnen in ihrem Sound bearbeiten will.

5. User

Die Liste aller bekannten Boss GE-7 User ist uferlos, daher möchte ich mich hier auf ein paar prominente Namen beschränken, die übrigens auch aus ganz verschiedenen Stilistiken kommen:

6. Soundbeispiele

Um die Soundbeispiele richtig einordnen zu können, muss man sich klar machen, dass die angegebenen EQ-Settings natürlich stark in Abhängigkeit vom Rest-Equipment zu sehen sind und man je nach Gear die eine oder andere Feinjustierung vornehmen muss. Zu Beginn hört ihr einen Signaltreue-Check. Hierzu spiele ich eine Stratocaster in den Boss GE-7 und gehe von dort in einen Fender Bassman, der mit einer 4x12" Celestion Greenback IR belegt wurde.
Wie erwartet, hat der Boss-EQ einen absolut linearen Verlauf, wenn alle Potis auf 0 dB stehen.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 0 0 0 0 0 0

Betrachten wir nun bestimmte Boost- und Cut-Settings. Im ersten Beispiel hört ihr den GE-7 als linearen Volume-Boost, der keine Klangfärbung vornimmt. Habt ihr einen Amp, der leicht zum Break-Up neigt, wie in meinem Fall der Bassman, erhält man tolle, natürliche Overdrive-Sounds.
Das Gegenteil, also ein Volume-Cut, lässt sich natürlich auch erzielen. Das kann z.B. gewünscht sein, wenn die Pickups etwas zu heiß sind und die Vorstufe des Amps zum Schwitzen bringen. Ihr hört zunächst das Signal ohne EQ und dann mit aktiviertem Pedal:

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 0 0 0 0 0 Off - 7 - 15

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 0 0 0 0 0 -5

Als Nächstes gehen wir in die Frequenzen. Das erste Beispiel ist ein reiner Midboost, bei dem ich die 800 Hz Centerfrequenz besonders hervorhebe. Das Ergebnis ist ein Gitarrensignal, das sehr präsent ist und sich sehr gut im Mix durchbeißt.
Das zweite Beispiel funktioniert eher als Treble Booster und Bass Cut, was z.B. bei besonders basslastigen Amps wie dem Marshall JTM45, dem Fender Bassman oder den alten Vox Amps im Normal Channel ratsam ist.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 +5 +10 +5 0 0 0

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
-5 -2 0 0 0 +5 +5 0

Nun schauen wir, ob man mit dem EQ den Charakter der Pickups bzw. des Gitarrentyps oder Amps ändern kann. Ich muss zugeben, dass die Folgebeispiele eher als Kompromiss zu verstehen sind und mit einer Prise Salz genossen werden sollten. Wenn es jedoch mal "quick and dirty" darum geht, einen anderen Gitarrengrundsound zu generieren, sind diese Tipps sicherlich nützlich.
Der erste geht auf Tom Bukovac zurück, der die tolle Idee hatte, wie man mit dem Halspickup einer Les Paul einen halbakustischen Sound faken kann. Die Kernfrequenz liegt hier bei 400 Hz, die man ziemlich großzügig herauszieht.

Um seinen Humbuckern ein Singlecoil-artiges Flair zu verleihen, bietet es sich an, die Bässe etwas herauszunehmen, die Höhen etwas zu pushen und den Pegel herunterzufahren.
Umgekehrt kann man Singlecoils etwas fetter und Humbucker-like klingen lassen, indem man die Bässe und Tiefmitten pusht, die Höhen reduziert und den Pegel erhöht. Der Nashville-Pedalklassiker ODR-1 arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip und lässt Singlecoils sehr massiv klingen.
Um einen britischen Vox AC30-Sound aus einem Fenderamp zu gewinnen, kann man die 3 kHz, 2 kHz und 6.4 kHz etwas anheben und man erhält einen sehr bissigen, glasigen Ton.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
-5 -3 -10 0 0 +5 +5 -3

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 -5 0 0 0 +5 +5 -5

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 +3 +5 +5 0 -5 -5 0

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 0 0 0 +5 +5 0

Kommen wir nun zu ein paar Effektsounds. Dreht man die Bässe und Höhen komplett raus und hebt den Bereich zwischen 400 Hz und 1,6 kHz stark an, landet man bei einem Sound, der an ein feststehendes Wah-Pedal erinnert, wie man ihn vom Dire Straits Klassiker "Money for nothing" kennt.
Mit einem ganz ähnlichen Setting, allerdings mit zusätzlich herausgezogenen 400 Hz und einem Volume-Cut, generiert man einen LoFi-, Retro-, Telefonsound, der sich z.B. toll für Song-Intros eignet.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
-15 -15 +15 +15 +15 -15 -15 0

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
-15 -15 -15 +15 +15 -15 -15 -5

Nun parke ich den GE-7 hinter einen Tubescreamer und schaue, ob sich das Pedal auch für Metal eignet. Hierzu setze ich den Equalizer auf die typische V- bzw. "Badewannen"-Position. Je nach Equipment kann man dem Bassbereich bei 100 Hz und 200 Hz ruhig etwas mehr zumuten, in meinem Setup muss ich jedoch Vorsicht walten lassen. Nichtsdestotrotz ist es erstaunlich, welches Brett aus einem Midgain-Pedal gezaubert werden kann.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
5 0 -7 -15 -5 7 15 10

Wie eingangs erwähnt, gibt es die Option, den EQ vor die Verzerrer-Abteilung zu schalten oder dahinter. Damit ihr einen grundlegenden Eindruck von der unterschiedlichen Wirkungsweise erhaltet, nehme ich einen Wampler Pantheon Overdrive und setzte den EQ auf einen mittenbetonten Wert. Sitzt der EQ dahinter, wird der Pegel und der Mittenbereich angehoben, der Zerrgrad bleibt jedoch erhalten. Ist der EQ vor dem Pedal, erhält man einen Gainboost und der Mittenbereich erhält eine stärkere Zerre.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 0 +5 +5 +5 0 0

Möchte man den Charakter des Zerrers stärker beeinflussen, bietet sich der Einsatz davor an. Im Folgebeispiel versuche ich aus einem relativ transparenten Overdrive, dem Wampler Pantheon, einen Tubescreamer-ähnlichen Charakter zu gewinnen und nehme einen Basscut und eine Mittenbetonung vor. Um den Gainboost auszugleichen, gehe ich mit dem Level etwas runter, sodass nur die Frequenzveränderung greift.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
-5 0 +3 +5 +10 0 0 -2

Nun möchte ich euch noch zeigen, welches Potential im GE-7 steckt, wenn man diesen modifiziert. Dazu tritt ein aktueller GE-7 aus dem Jahre 2021 im 9V-Betrieb gegen einen von Florian Pöschko modifizierten GE-7 im 18V-Betrieb an. Ihr hört einen dynamischen Anschlag mit zurückgenommenem Volume an der Gitarre und dann den Anschlag bei voller Lautstärke. Um die Nebengeräusche klarer wahrzunehmen, habe ich eine längere Spielpause eingebaut. Ganz klar hat die modifizierte Version im 18V-Betrieb sowohl in puncto Dynamik als auch beim verminderten Rauschen die Nase deutlich vorne.

100Hz 200Hz 400Hz 800Hz 1,6kHz 3,2kHz 6,4kHz Level
0 0 +5 +5 +5 0 0 +10

Zum Abschluss folgt noch ein Songbeispiel, bei dem ich alle Sounds mit dem identischen Gitarren- und Zerrermodell spiele und dabei lediglich die EQ-Einstellung abwandele. Ihr hört das Telefon-Setting, den Midscoop und den Midboost:

Damit wünsche ich euch viel Erfolg und tolle Ergebnisse mit dem Equalizer!

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