Hersteller_EBS Bass
Test
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17.02.2021

Praxis

Die beiden Eingänge A und B können auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt werden. Hier sind nur ein paar denkbare Beispiele - angefangen mit dem Wechsel per Fußschalter zwischen A und B:

  • zwei Bässe (z. B. Kontrabass / E-Bass, Fretted / Fretless)
  • Unterrichtssituation (Lehrer / Schüler)
  • Wechsel zwischen Pickup- und Mikrofon-Sound

Drückt man den Schalter (A+B) neben den Eingangsbuchsen, so sind beide Kanäle im Parallelmodus aktiv. Die einzelnen Lautstärken lassen sich über die beiden Gain-Regler aneinander anpassen. Denkbare Szenarien wären hier:

  • zwei Instrumente (z. B. Kontrabass /Akustikgitarre)
  • Unterrichtssituation (Lehrer / Schüler)
  • Kontrabass mit Pickup und Mikrofon
  • reines Basssignal / mikrofonierter Amp (z. B. im Studio)

So viel zu einigen Optionen beim Betrieb der beiden Eingänge, nun aber zum Filetstück: der Klangregelung! Für diesen Teil des Tests habe ich mich mit meinem Kontrabass in den Aufnahmeraum eines Studios gestellt und meinen Bassverstärker so laut gedreht, bis alles dröhnte und eine ordentliche Rückkopplung entstand. Und siehe da: Tatsächlich hatte ich mit nur zwei Handgriffen die Sache im Griff!

Den High Pass Filter habe ich auf ca. 90/100 Hz eingestellt und mit der parametrischen Mitten ganz einfach die Frequenz der Rückkopplung aus dem Klanggeschehen herausgezogen. Das ging absolut schnell und war wirklich denkbar einfach! Ebenfalls erstaunlich ist, wie gut der Preamp das sehr leise Signal meines David Gage "The Realist"-Pickups aufnimmt und verstärkt - und das ohne jegliches Rauschen, Brummen oder ähnliches.

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Gleiches gilt natürlich auch für Akustikbässe, und sogar E-Bässe arbeiten ganz wunderbar mit dem Preamp zusammen. Da die Eingänge konstruktionsbedingt sehr empfindlich sind, muss man hier lediglich mit pegelstarken Instrumenten etwas aufpassen, da das Signal sonst schnell übersteuert.

Zuletzt habe ich noch den Mikro-Eingang mit meinem Großkondensatormikrofon für Kontrabass getestet und mit den Preamps meines Audiointerfaces verglichen. Auch hier macht der Stanley Clarke Signature Acoustic Preamp einen ganz ausgezeichneten Job: Er arbeitet sehr neutral ohne eine Spur von Nebengeräuschen und ist ohne weiteres mit der hohen Klangqualität des Audiointerfaces vergleichbar!

Nachfolgend findet ihr hier einige Soundbeispiele mit unterschiedlichen Instrumenten. Vor allem beim Kontrabass hängt es natürlich sehr vom verbauten Tonabnehmersystem ab, wie man den Equalizer und Filter einsetzt. Mein "The Realist" gehört da eher zur basslastigen und in den Höhen etwas zurückhaltenden Fraktion.

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Leider können die Klangbeispiele nicht wirklich wiedergeben, wie der EBS Stanley Clarke Signature Acoustic Preamp die Probleme in den Griff bekommt, die in einem lauten Kontext mit Verstärker entstehen. Wenn man einen Kontrabasstonabnehmer direkt in ein Audiointerface aufnimmt, klingt das immer sehr unterschiedlich zur Situation auf der Bühne - von daher ist hier leider etwas Fantasie eurerseits gefragt!

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