Software
Test
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23.05.2018

EastWest Voices of the Empire Test

Sample Library Test

Ausdrucksstarke Vocal Instrumente für Soundtracks und Musikproduktionen

EastWest zählt definitiv zu den etablierten Namen, wenn es um hochwertige und aufwendige Sample Libraries geht und da der Namenszusatz „Hollywood“ bei vielen Produkten des amerikanischen Library-Spezialisten Verwendung findet, liegt man mit der Vermutung, dass EastWest ein Faible für „großes Kino“ hat, absolut nicht daneben.

Dass man für „großes Kino“, also epische Scores für Film, TV oder Games manchmal auch eine einzelne Stimme gewinnbringend einsetzen kann, möchte man mit der neuen Library Voices of the Empire unter Beweis stellen, welche auf ca. 14 GB Samples einer einzigen Sangeskünstlerin basiert. Laut Hersteller handelt es sich hierbei um die ideale Ergänzung zu den ebenfalls neuen „Hollywood Choirs“ von EastWest, welche wir in Kürze ebenfalls unter die Lupe nehmen werden. Im folgenden Test möchten wir allerdings herausfinden, ob sich mit den Vocal Instrumenten der mongolischen Künstlerin Uyanga Bold auch ohne zusätzliche Chöre epische Resultate erzielen lassen.

Details

Die Künstlerin

Uyanga Bold ist eine ausgebildete Opernsängerin mit mongolischen Wurzeln, die durch ihre Zusammenarbeit mit keinem Geringeren als Hans Zimmer ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist. Die Stimme der fließend Russisch, Mongolisch, Französisch, Englisch und Deutsch sprechenden Künstlerin verschmelzt verschiedene Traditionen des tendenziell osteuropäischen und asiatischen Raums und kommt mir tatsächlich aus verschiedenen Blockbustern sehr vertraut vor.

Instruments / Artikulationen

Die insgesamt 84 Vocal Instrumente verteilen sich auf die folgenden sechs Kategorien: 

  • Sustain
  • Legato
  • Combo
  • Words
  • Phrases
  • Keyswitches

Die Aufteilung erfolgt sowohl durch den Inhalt als auch durch die zur Verfügung stehenden Steuerungsmöglichkeiten zur Artikulationskontrolle. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Instrumenten der Kategorie „Sustain“ werden in der Kategorie „Legato“ entsprechende Legato Samples (True Legato) bei gebundener Spielweise getriggert, wodurch die Performance naturgemäß eine deutlich höhere Authentizität bei melodischen Übergängen erhält. In der Kategorie „Combo“ können unterschiedliche Artikulationen per Velocity oder das Modulationsrad (CC#01) gesteuert werden. „Words“ und „Phrases“ sind zwei Kategorien, in denen exakt das in der Verpackung enthalten ist, was auch draufsteht, allerdings findet man (fast) keine Wörter, denen ich als Westeuropäer eine Bedeutung zuordnen könnte. Die exotische Phonetik steht hier klar im Vordergrund. In den beiden letztgenannten Kategorien dient das Modulationsrad zur Veränderung des Sample-Startpunktes, wodurch Wörter alternativ hinter dem Anfangskonsonanten und die Phrasen an dramaturgisch unterschiedlichen Stellen gestartet werden. Eine Steuerung zur Auswahl verschiedener Artikulationen, Words oder Phrasen per Keyswitch erfolgt erwartungsgemäß in der namensgebenden letzten Kategorie.

Vom musikalischen Gehalt werden neben den Phrasen und den häufig einsilbigen Words viele Instrumente von unterschiedlichen Vokalen dominiert, welche zum Teil durch verschiedenartige Verzierungen für den entsprechenden „Ethno-Kick“ sorgen und sich überwiegend zum monophonen Spiel eignen. Im später folgenden Praxisteil wird einiges davon zu hören sein.

Play

Ähnlich wie verschiedene Produkte aus dem Hause Best Service bedienen sich auch die Libraries von EastWest eines eigenen Players namens Play, der inzwischen in Version 6 als Stand-Alone-Version und in den Plug-in Formaten AAX, AU und VST2 vorliegt. Der NKS-kompatible Sample-Player hat alles an Bord, was für einen gut klingenden Submix verschiedener Sample Instrumente notwendig ist, eigentlich ist er mit einem SSL Channel Strip, SSL Bus Compressor und dem Ohm Force-Verzerrer Ohmicide sogar ziemlich luxuriös ausgestattet. Ein Faltungshall mit einer Vielzahl hochwertiger Impulsantworten ist ebenfalls vorhanden.

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