Test
2
20.01.2020

Fazit
(5 / 5)

Der Drawmer 1976 ist ein gut durchdachtes und hervorragendes Tool zur Aufwertung schwachbrüstiger Aufnahmen und Mixe. Die Effekte der Klangverbesserung, die sich mit diesem Sättigungsprozessor erreichen lassen, klingen sehr musikalisch und decken in den Disziplinen Scharfzeichnung, Anwärmung, Verdichtung, „Fensterputzen“ und Stereobildkorrektur von dezent bis beeindruckend fast alles ab, was für moderne Klangbearbeitung und Mastering gebraucht wird. Dabei stellt die Qualität des Ergebnisses, was Wärme und Transparenz betrifft, mit Leichtigkeit Signalketten in den Schatten, die ein Vielfaches kosten. Ich persönlich empfinde die Möglichkeit, die drei Frequenzbänder in der Stereobreite zu regeln, eher als ein hübsches Goodie denn als ein wichtige Funktion. Die Sättigung der Frequenzbereiche dagegen kann zwar nicht dasselbe wie ein Equalizer oder ein Röhrenkompressor oder eine Bandmaschine, taugt aber durchaus dazu, sie in Einzelfällen überflüssig zu machen. Vorausgesetzt also, man hat nicht gerade einen Keller voll mit Röhrenequipment und alten Bandmaschinen, lohnt sich der Kauf unbedingt.

  • Pro
  • hervorragender Klang
  • intuitive Bedienung
  • weitreichende Klangverbesserungsmöglichkeiten
  • Contra
  • keins
  • Features und Spezifikationen
  • Sättigungsprozessor mit drei unabhängigen Frequenzbändern
  • Crossover-Punkte zwischen 70 Hz–1,5 kHz und 800 Hz–15 kHz regelbar
  • pro Band Sättigung, Stereobreite und Pegel einstellbar
  • Input Gain bis 15 dB, Output Gain bis 12 dB
  • Bypass-Schalter für jedes Band und global
  • globaler Monoschalter
  • symmetrische XLR-Inputs und -Outputs
  • Preis: € 979,– (Straßenpreis am 14.1.2019)
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