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Test
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28.10.2014

DJ Techtools MIDI Fighter Twister Test

USB MIDI-Controller

Der Multi-Kreisel

Bereits mit dem MIDI Fighter 3D (MF3D) haben die Macher bei DJ Techtools eindrucksvoll bewiesen, dass sich formal relativ simple Kontrollelemente (in diesem Fall Taster) durch eine ausgeklügelte Firmware und ein entsprechend cleveres Mapping zu echten Performance-Waffen umfunktionieren lassen. Der neueste Streich der Amerikaner hört auf den Namen MIDI Fighter Twister und wirkt auf den ersten Blick wie ein simpler Rotary-Encoder-Controller. Aber spätestens im Verbund mit der DJ-Software Traktor wird klar, dass auch in seinem Flash-ROM eine ausgefuchste Bedienlogik residiert. Diese beseelt das DJ-Tool mit so viel „digitaler Intelligenz“, dass es sogar als Pattern-Sequencer agieren kann.

Details

Der MIDI Fighter Twister ist ein USB-bestromter MIDI-Controller mit 16 Push-Encodern und sechs seitlichen Funktionstastern. Jeder „Rotary“ verfügt über ein Display aus elf weißen LEDs zur Anzeige der virtuellen Reglerposition. Dazu gesellt sich ein RGB-Segment, das zur Visualisierung des jeweiligen Modus und verschiedener anderer Schaltzustände dient. Insgesamt kann der MFT (MIDI Fighter Twister) vier komplette Encoder-Belegungen in vier Bänken in seinem internen Speicher behalten.

Auspacken

Den Endkunden erreicht der Twister in einer kleinen weißen Schachtel, deren Aufdruck den Packungsinhalt bereits schematisch visualisiert. Außer einem weißen, abgewinkelten USB-Kabel und einer Garantiekarte finden sich keine weiteren Besonderheiten im Paket. Das heißt auch, dass man sich die komplette Dokumentation aus dem Internet herunterladen muss, was unweigerlich eine Registrierung auf der Website des Herstellers erfordert. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Umstand, dass die Dokumentation nur in englischer Sprache verfügbar ist, doch selbst wenn das nur wenig gegen eventuelle Sprachbarrieren hilft: Die Tutorial-Videos auf der Seite von DJ Techtools sind ebenso hochwertig wie vorbildlich und bei den ersten Schritten sicherlich hilfreich.

Erster Eindruck

Wie schon der MIDI Fighter 3D ist der Twister im kompakten quadratischen Format konstruiert, mit einer Kantenlänge von 15,1 cm und einer Höhe von 4 cm. Die Unterseite ist ausgebuchtet und bietet so die Möglichkeit, den Controller bei einer Performance auch mal publikumswirksam in die Höhe zu heben. Der Rand des Geräts ist mit einer umlaufenden Gummimanschette versehen, was merklich zur „Griffigkeit“ beiträgt. Ebenfalls mit einer Gummierung ausgestattet sind die sechzehn Rotary-Encoder. Der MFT ist sowohl in der hier getesteten weißen als auch in einer nachtschwarzen Farbvariante erhältlich. Wer nicht täglich vorhat, seinen Controller zu reinigen, sollte gegebenenfalls der schwarzen Version den Vorzug geben, denn die weiße offenbart schon nach kurzer Zeit jeden Fussel, der an ihr hängenbleibt.

Installation

Der MIDI Fighter selbst benötigt keine Treiber, um am PC oder Mac seinen Dienst zu verrichten. Einfach einstecken und er wird als universelles Plug-and-Play-Gerät erkannt. Geradezu unverzichtbar ist dagegen die Installation der Editor-Software, die ich mir als Download von djtechtools.com ziehe. Das Programm ist nämlich die zentrale Instanz, wenn es darum geht, MIDI-Mappings für den Twister zu erstellen oder bestehende Zuweisungen zu laden und auf den Controller zu übertragen. Die Einbettung des MFT in Traktor erfolgt über den Import der entsprechenden TSI-Datei, wahlweise in zwei Versionen für Deck C oder D.

MIDI Fighter-Utility

Neben der Zuweisung von MIDI-Kommandos, Schaltverhalten, Farben und Spezialfunktionen wie etwa dem „Super-Knob“ oder der visuellen Mittenrasterung, übernimmt die Utility-Software auch die Aktualisierung der Firmware. Ein prominent platzierter Taster in der linken Ecke gibt Auskunft darüber, ob ein Update vorliegt. Falls ja, leitet ein Klick auf eben diese Taste dann die vollautomatische Aktualisierung ein. Der Editor selbst ist gut bedienbar und bietet Zugriff auf so ziemlich jede Stellschraube der MIDI-Kommunikation zwischen Twister und Rechner. Hier wird unter anderem festgelegt, ob sich der entsprechende Encoder virtuell-mittengerastert verhalten soll, gefolgt von der Farbcodierung und Sensitivität oder auch der Anzeige von Parameterwerten (Dot, Bar, Faded Bar). Mit der Funktion Super-Knob wird ab einem definierbaren Regelbereich ein zweiter MIDI-Parameter mitgesteuert. Praktisch. Der Twister offeriert zudem acht verschiedene Aktionstypen beim Drücken des Encoders.

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