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15.02.2016

Workshop: Social Media Plattformen als Promotion-Tools

Her mit den Likes und Links

Heute kommen Social Media Plattformen als Power-Tools ins Spiel. Wie du vermutlich schon weißt, bieten sie dir diverse Möglichkeiten, Fangemeinden wachsen zu lassen und dich mit vielen Menschen unterschiedlicher Couleur zu verbinden. Jetzt musst du eigentlich bloß noch wissen, welche Plattformen für dich als DJ sinnvoll sind und wie du diese  effektiv nutzt. Sechs davon stelle ich dir hier und heute kurz vor:

Details

Wenn du dich als DJ promoten möchtest, hast du vermutlich andere Bedürfnisse als beispielsweise bildende KünstlerInnen. Daher ist es sinnvoll, von Anfang an nach Social Media  Anwendungen zu suchen, die deinen Ansprüchen als DJ gerecht werden. Je nachdem, in welchem Genre oder Format du dich bewegst, möchtest du deinen Musikgeschmack und/oder deine technischen Fertigkeiten und “Mixing Skills” demonstrieren. Wenn du zudem noch als ProduzentIn tätig bist, liegt dir sicher auch viel daran, deine Remixe und deine eigenen Produktionen zu präsentieren. Für beides gibt es einschlägige Plattformen:  

Mixcloud - (http://www.mixcloud.com/)

Mixcloud ist ein super Tool für DJs. Hier kannst du deine Mixe hochladen (so viele, wie du willst) und mit deinen Fans teilen. Du kannst dich mit anderen DJs und MusikliebhaberInnen der Community verbinden und natürlich auch Fans generieren. Die hochgeladenen DJ-Sets lassen sich ganz leicht in Facebook oder auch auf deiner Homepage integrieren. Das Gute daran ist: Du musst keine Lizenzen für fremde Tracks bezahlen, die du mixt. Diesen Part übernimmt Mixcloud für dich. Auf Soundcloud, zu dem wir gleich noch kommen werden, passiert es aufgrund der Copyright-Bestimmungen immer wieder, dass DJ-Mixe gesperrt werden, wenn sie geschütztes Material enthalten. Du als DJ musst dann eine (teuer erworbene) Gema-Lizenz vorweisen, die dir dieses Recht einräumt. Das kann dir auf Mixcloud nicht passieren. Das britische Unternehmen arbeitet mit “PRS for Music” und PPL zusammen, die sich um die Umverteilung der Royalties für MusikerInnen kümmern.

Percussion Lab - (http://www.percussionlab.com)

Percussion Lab ist keine konventionelle Mix-Sharing-Plattform, sondern eher speziell und - wie ich finde - wirklich attraktiv und gelungen. Angefangen hat Percussion Lab als eine Show der New Yorker Independent Radio Station WVKR mit den Schwerpunkten “elektronische Musik und “Underground Hip Hop”. Später gab es dann regelmäßige Events und Parties in New York City sowie ein exklusives Angebot von ausgewählten Live-Sets und DJ-Mixen. Seit nun mehr vier Jahren lädt Percussion Lab seine User ein, sich auch aktiv in der Community zu engagieren und eigene DJ-Mixe und Live-Sets zu promoten. Neben dem Promotion-Effekt kommt bei Percussion Lab noch der Aspekt der Inspiration dazu, denn es gibt dort mittlerweile viele tolle Mixe in verschiedenen Genres zu entdecken.

Soundcloud - (http://soundcloud.com)

Auch wenn sich aufgrund der oben erwähnten Policen diese Plattform nicht wirklich zum Teilen von DJ-Mixen eignet, so eignet sich Soundcloud mit seinen zahlreichen interaktiven Funktionen  hervorragend, um eigene Musik und/oder Remixe auszutauschen oder zu verbreiten. Bei Remixen empfehle ich, Soundquellen genau anzugeben und die Download-Funktion auszuschalten, um eventuelle Copyright-Querelen zu vermeiden. Ansonsten hast du in Soundcloud coole Möglichkeiten, um deine eigene Community zu generieren und dich mit anderen Soundcloud-Usern zu verbinden. Du kannst deine Musik je nach Intention öffentlich oder privat teilen. Letzteres bietet sich für Online-Kollaborationen mit KollegInnen an, wenn es um Re-Edits oder Remixe geht. Du kannst auch Musik hören, kommentieren, „liken" und wenn Fans das mit deinen Tracks machen, wiederum darauf reagieren und in den Dialog treten. Wenn den Hörern dein Remix gefällt, können sie dies mit einem Klick auch gleich weiter twittern oder auf Facebook und diversen anderen angesagten Plattformen teilen. 

Facebook - (http://www.facebook.com)

Facebook hat eine ganze Reihe nützlicher Funktionen, die sich auch für deine Promotion als DJ anbieten. Zur Fanpflege empfehle ich dir eine “Artist Page”. Diese lässt sich sehr gut verwalten und bietet dir einige sinnvolle Features, um mehr über deine Fans zu erfahren und ihr Verhalten zu analysieren. Auf deiner Page kannst du Mixe, die du zum Beispiel auf Mixcloud geladen hast oder deinen neuesten Remix auf Soundcloud teilen. Die jeweiligen Player bettest du einfach in dein Profil ein. Zudem erstellst du schnell und problemlos Events und informierst Fans über deine Gigs und Auftritte oder lädst sie dazu ein. Was aus Erfahrung gut ankommt, sind Verlosungen für Freikarten. Dazu denkst du dir beispielsweise eine Gewinnfrage aus und die TeilnehmerInnen der ersten drei Mails mit den richtigen Antworten erhalten einen Platz auf deiner Gästeliste.

Twitter - (http://www.twitter.com)

Twitter ist hier in Deutschland vor allem bei JournalistInnen sehr beliebt, doch auch für deine DJ-Promotion ist Twitter geeignet. Mit nur einem kleinen Satz inklusive Hyperlink machst du auf Gigs, Mixe und Tracks aufmerksam, und zwar nicht nur auf die eigenen. Teile Musik und KünstlerInnen, die dir gefallen mit Gleichgesinnten! Und falls du dich jetzt gerade fragst, auf wie vielen Foren und Plattformen du denn noch tanzen sollst, schließlich hast du neben der Promotion noch anderes zu tun, empfehle ich dir zu guter Letzt:

Artistdata - (http://www.artistdata.com)

Artistdata ist ein Multipost-Service. Das heißt, mit einem Account auf dieser Seite postest du problemlos deine Statusmeldungen auf verschiedenen Plattformen gleichzeitig. Die gängigen Formate wie Facebook, Twitter, Myspace, Fanbridge, Jambase werden alle unterstützt. Dadurch sparst du viel Zeit, weil du dich nur einmal einloggen musst und alle Dienste simultan fütterst. Dieser Service ist im Übrigen kostenfrei.

Viel Erfolg bei deinem DJ-Business und im Dialog mit deinen Fans immer daran denken: Geben und Nehmen!

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