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Test
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01.02.2016

Digitech DOD Boneshaker Distortion Test

Distortion-Pedal für Gitarre

Parametrisch zerren

Der DOD Boneshaker ist ein Distortion-Pedal, das vor allem die Freunde tiefer gelegter Instrumente wie Baritongitarren, Sieben- oder Mehrsaiter oder sogar E-Bässe ansprechen soll. Es entstand in Kooperation mit Black Arts Toneworks, einem Boutique-Hersteller, der für seine exzellent klingenden Distortion- und Fuzz-Pedale bekannt ist.

Die Vorzeichen stimmen also, der folgende Praxistest wird zeigen, ob wir sie richtig gedeutet haben.

Details

Der Boneshaker wird in einem einfachen Pappkarton geliefert, in dem sich neben dem Pedal vier Gummifüße und ein Aufkleber mit dem Firmenlogo befinden. Nähere Informationen bezüglich der Bedienung finden sich auf der Herstellerwebsite, eine Bedienungsanleitung liegt nicht bei. Der Distortion selbst steckt in einem Druckguss-Aluminiumgehäuse, das schwarz lackiert und mit Klarlack versehen ist. Es bringt ohne Batterie 269 Gramm auf die Waage und hat dieselben Abmessungen wie die anderen von mir bereits getesteten DOD-Effektpedale von 63 x 48 x 117 mm (B x H x T).

Die opulente Verzierung der Oberfläche spart den Poti-Bereich zugunsten einer besseren Lesbarkeit der Reglerbeschriftung aus. Und das ist auch gut so, denn schon die Anzahl der Einstellmöglichkeiten ist beeindruckend. Immerhin sechs Regler bevölkern das Pedal, wovon drei zudem zweistöckig ausgelegt sind. Alle sind schwarz, tragen allerdings weiße Skalenmarkierungen, die gut abzulesen sind. Die zweireihige Reglervereinigung wird vom Distortion-Poti eröffnet, das naturgemäß für den Zerrgehalt zuständig ist. Depth regelt den tieffrequenten "Growl", was ich im Praxisteil natürlich näher beleuchten werde, und Level sorgt für die richtige Gesamtlautstärke. Die zweite Reihe wird von einer dreibandigen parametrischen Klangregelung besetzt, die mit jeweils einem Doppelpoti für Low, Mid und High aufwartet. Dort werden die entsprechenden Frequenzbereiche angewählt und bei Bedarf angehoben oder abgeschwächt. Bei Mischpulten Standard, ist ein so aufwendiger EQ bei einem Pedal eher eine Rarität. Aber grundsätzlich eine spannende Idee, denn so sollte ein sehr präzises Justieren des Tons möglich sein.

Der Fußschalter aktiviert das mit True Bypass ausgestattete Pedal, was durch eine blaue LED signalisiert wird, die allerdings in die Kategorie "Blindmacher" gehört. Das ist nicht nur unnötig, sondern störend, denn zum einen möchte nicht nur ich auf der Bühne nicht von unten blau angestrahlt werden, und ein Einstellen der Potis in ansonsten relativ dunkler Umgebung wird nahezu unmöglich. Die Ein- und Ausgänge befinden sich an den Gehäuseseiten, die Stirnseite lässt den Anschluss eines Netzteils zu. Dieses sollte 9 Volt Gleichstrom liefern, gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Hier kommt entweder ein Standard-Adapter zum Einsatz oder die zentrale Stromversorgung des Boards. Wer eine Batterie verwenden möchte, muss dazu die Unterseite des Boneshakers abschrauben. Einen Schnellverschluss sucht man vergebens.

Und bevor ich es vergesse: Das Boneshaker Pedal wurde in den USA designed und wird in China gefertigt.

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