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20.04.2021

Die Thereminvox – Sounds berühungslos spielen

Das Theremin aus der Sicht des Keyboarders

Aktuelle Instrumente und Klänge sowie historische Beispiele

Eigentlich sollte der russische Physiker Leon Theremin um das Jahr 1920 ein militärisches Alarmsystem entwickeln, das nach dem Prinzip eines Bewegungsmelders funktioniert. Als Musiker erkannte Theremin sofort auch den Nutzen zur Klangsteuerung und entwickelte sein elektronisches Musikinstrument, das später Journalisten nach ihm benannt haben: „Thereminvox“ = die Stimme des Theremin. Auch wenn die unglaublich spannende Biographie des Erfinders (1896-1993) als „Theremin: An Electronic Odyssey“ verfilmt worden ist, möchten wir uns dem Sound und der Musik rund um das Theremin widmen.

Quick Facts: Theremin

Was ist ein Theremin?

Beim Theremin handelt es sich um ein in 1920 erfundenes elektronisches Musikinstrument, dessen Besonderheit darin liegt, berührungslos gespielt zu werden, um Töne zu erzeugen. Der Name des Instruments geht auf seinen russischen Erfinder Lew Termen zurück, der sich in den USA Leon Theremin nannte. Beim Theremin steuert die Position der Hände gegenüber zwei Elektroden (als „Antennen“ oder Spielantennen fungierende Metallstäbe als Hochfrequenzsender) die Tonhöhe sowie die Lautstärke. Die Ausgabe des Tones erfolgt nach Verstärkung über einen Lautsprecher. Obwohl das Theremin in vielerlei Hinsicht eine Pionierrolle im Instrumentenbau einnahm, blieb sein Gebrauch auf musikalische Nischen beschränkt. Dabei kam es in so verschiedenen Bereichen wie neuer Musik, Science-Fiction-Filmen und experimenteller Pop-Musik zum Einsatz. Erst seit den 1990er Jahren hat es sich weiter popularisiert. Eine besondere Rolle in der Musikgeschichte nahm das Theremin durch den Instrumentenbauer Robert Moog ein. Dieser baute in seinen jungen Jahren Theremine und nutzte die dort gewonnenen Erfahrungen zur Entwicklung seiner Synthesizer. (Quelle: Wikipedia)

Wie spielt man ein Theremin?

Eine schnelle Antwort liefert dieses Youtube-Video:

Robert Moog baut das Theremin

Einer der bekanntesten Verehrer des Theremins ist Robert Moog. Erstmals persönlich treffen sich Robert Moog und Leon Theremin im Juni 1989 anlässlich des „International Festival of Electronic Music Festival“ in Bourges (Frankreich). Schon als Jugendlicher baut er sein erstes Theremin. Ab 1957 startet Moog mit der Entwicklung neuer Theremin-Instrumente, die nicht mehr vollständig mit Röhrentechnik, sondern transistorisiert arbeiten. Sie bieten verschiedene Klangfarben. Einen Durchbruch schafft Robert Moog im Jahr 1961, als er einen Artikel im „Electronics World Magazine“ über den Selbstbau des Theremins veröffentlicht.

Nach der Entwicklung bedeutender Synthesizer und der Trennung von der Firma Moog Music Inc. kehrt Moog zum Theremin zurück. Er stellt die Big Briar-Serie 91 vor. Von seinem historischen Vorbild unterscheidet sich Moogs Theremin 91 hauptsächlich darin, dass die Tonerzeugung nicht mehr auf Röhren, sondern auf einer Mischform aus Analog- und Digitaltechnik basiert. Das 1997 erschienene Modell „Ethervox“ ist ein MIDI-fähiges Theremin. Ein Renner wird das kleinere Modell „Etherwave“, von dem zwischen 1996 bis 2003 bereits über 10.000 Exemplare produziert werden.

Moog ist dank seiner praktischen Erfahrungen mit dem Nachbau und der Neukonstruktion von Theremins für Klänge analoger Synthesizer vorab sensibilisiert gewesen. Er benennt drei wesentliche Faktoren, die bei der Entwicklung seiner Modularsysteme durch den Theremin-Bau eine Rolle spielen:

  • 1. Der Klang des Theremin
  • 2. Die Erfahrung, welche Wellenformen wie klingen und
  • 3. Die Faszination, etwas kontinuierlich steuern zu können.

Zu einer Thereminvox gehören auch Performer, die das Instrument virtuos spielen und noch viele andere künstlerische Möglichkeiten entdecken als die erste prominente Theremin-Virtuosin Clara Rockmore. Zu den international erfolgreichen Theremin-Künstlerinnen gehört vor allem die aus Moskau stammende Lydia Kavina, Leon Theremins Großnichte. Sie komponiert für Thereminvox und gibt Konzerte sowie Workshops.

Klangliche Magie – wie eine weibliche Stimme?

Da zur Entwicklung der historischen Thereminvox um 1920 kein Oszilloskop zur Verfügung stand, war die klangfarbliche Gestaltung ohne visuelle Kontrolle der Wellenform erfolgt. Nur per Gehör orientierte sich Leon Theremin bei der Formung des Obertonspektrums an vorhandenen akustischen Instrumenten. Der Klang erinnert durchaus an eine Violine oder ein anderes Streichinstrument und noch mehr an eine weibliche Stimme. Die vokalen Stimmqualitäten als Sopran sind bereits wissenschaftlich belegt worden. Allgemein lässt sich sagen: Der Klang einer Thereminvox resultiert aus einer Abwandlung der Sinuswellenform, deren in Richtung Sägezahnwelle angereichertes Obertonspektrum den an ein Streichinstrument erinnernden Grundklang erklärt. Die Wahrnehmung wird durch das Einschwingverhalten des Instruments sowie ein von den Instrumentalisten sehr häufig eingesetztes, typisches Vibrato unterstützt. Aufgrund der ausgeprägten Obertöne im Bereich des Vokalformanten »a« ergibt sich eine Assoziation mit einer Sopranstimme.

Anders als menschlicher Gesang kann die Thereminvox praktisch unendlich lange Töne mit enormen Stimmumfang hervorbringen. Unterschiedliche Vokale und Formanten können nicht gebildet werden, es fehlen auch vollkommen die Geräuschanteile einer menschlichen Stimme. Eindeutige klangliche Stärken sind Glissandi und Vibrati, die einige Musiker und Komponisten von feinem ornamentalen Vibrato bis hin zu weiten Glissandoflächen ausgeschöpft haben. Aufheulende Glissandi und die sinusähnliche Klangfarbe führen aber schnell zur Abwertung des Instruments, das bereits öfter in Grusel- und Science-Fiction-Filmen verwendet wird. In Filmen charakterisieren zumeist düster wabernde Klänge auffällige Protagonisten und erzeugen bestimmte psychologische Stimmungen. Auch im Rock und Pop finden sich erlebenswerte Parts. Nicht zuletzt passt ein Theremin durchaus zu religiöser oder meditativer Musik, weil es irgendwie spirituell klingt und eine Aura des Geheimnisvollen hat. Der Thereminvox kommt übrigens auch eine symboltragende Funktion zu, ohne den Sound konkret in der Musik zu verwenden, beispielsweise in dem Stück des schwedischen Industrial-Projekts »Covenant«, bei dem sie symbolisch den Klang von Sirenen (»we dance to the sound of sirens«) vertritt.

Wie imitiert man ein Theremin mit Presets aus Apps und Synthesizern?

Eigentlich lässt sich ein Sound, der nach Thereminvox klingt, ziemlich einfach am Synthesizer erstellen. Man verwendet für den Oszillator eine Sinuswellenform, die per Waveshaping oder durch ein Hinzumischen einer Puls/Sägezahnwelle sowie mit einem subtilen Vibrato per Pitch-LFO angereichert wird. Dieser Basisklang wird monophon (Key Mode Mono/Legato) mit Glissando gespielt. Die Lautstärke sollte per Modulationsrad gesteuert werden, was sich per Modulationsmatrix des Synthesizers bewerkstelligen lässt. Eine minimale Prise Chorus sowie Delay und/oder Reverb runden das Theremin-Preset ab. Weil dieses einfache „Rezept“ fast immer gelingt und einige Sounddesigner Theremin bewundern, tauchen solche Presets immer wieder in Sound-Bibliotheken auf. So zum Beispiel beim Arturia JUN-6V, einer Emulation des Roland Juno-60. Die Lautstärke-Schwankungen sind beim Audio-Demo per Midi-Controller #11 (Expression) entstanden.

Theremin-Klänge sind zugänglich geworden, man muss einen Theremin-Klang also nicht selber programmieren. Eine Thereminvox wie das Moog Etherwave ist natürlich die beste Wahl. Allerdings wird es an den spieltechnischen Fähigkeiten hapern und der anfängliche Spaß rasch vergehen, wenn nach einigen Versuchen nicht einmal ein „Hänschen Klein“ auf dem Instrument klappt. Daher stellen wir ein paar Alternativen vor, die sich deutlich einfacher spielen lassen. Am nächsten kommt das Moog Theremini mit zwei Antennen, integriertem Lautsprecher und flexibler Soundquelle. Es bietet den Vorteil, anstelle des klassischen stufenlosen Spiel bestimmte Skalen auszuwählen. Hier bewegt man die rechte Hand im freien Raum zur Antenne hin und trifft eigentlich immer passende Töne.

Bei den Hardware-Synthesizer sei der ASM Hydrasynth zu erwähnen. Dessen Ribbon-Controller lässt sich in einem Theremin Mode verwenden, was wir im Soundprogramming-Workshop vorstellen. Wie so häufg in der Studioarbeit geht es mit Software noch einfacher und schneller: ThumbJam, eine der ersten iOS-App überhaupt, bietet direkt zwei Theremin-Klänge, die sich über den Touchscreen spielen lassen. Man gleitet über den Bildschirm und erzeugt sehr effektvolle Glissandi. Die feinen spontanen Vibrati lassen sich mittels Bewegungssensor des Smartphones sehr gut realisieren, indem man einfach mit dem Gerät hin- und her wackelt. Das iPhone ist natürlich praktischer als ein Tablet-PC, weil es besser in der Hand liegt. Wie das Audio-Demo zeigt kann man mit ThumbJam klanglich ziemlich direkt und lebendig agieren. Das Musizieren per Touchscreen ist hier sehr effizient.

Der bekannte Sample-Designer Eduardo Tarilonte stellt bei seiner Library „Nada“ (bei Best Service erschienen) auch ein Theremin bereit. Es klingt sehr apart, vor allem, weil es mit einem Layer-Pad gedoppelt wird. Diese zusätzliche Soundkomponente lässt sich auf Wunsch abschalten. Natürlich finden sich auch in Spectrasonics Omnisphere 2 so einige Theremin-Interpretationen. Drei davon sind im Audio-Demo zu hören. Wenn es authentischer nach Theremin klingen soll, sind lebendige Modulationen der Lautstärke wie beim Gesang und vielen Melodieinstrumenten ebenso wichtig.

Doch ein Klang allein macht noch nicht die Musik. Sobald melodische Parts einer Thereminvox imitiert werden, sollten langsame Tempi gewählt und extrem weite Intervallsprünge sowie komplexe Skalen vermieden werden. Gut sind gelegentliche Sprünge um eine Quarte, Quinte oder Oktave sowie ein Pendeln zwischen benachbarten Tönen.

Das Theremin in Pop- und Rockmusik

Gute Beispiele zur Verwendung des Theremins finden sich in der Geschichte der Pop- und Rockmusik. Zwar ist das Theremin schon in den 1930ern in populärer Musik verwendet worden, eine größere Bekanntheit erfährt es aber erst Mitte der 1960er Jahre. In dieser Zeit sind überhaupt gravierende produktionstechnische und musikstilistische Änderungen aufgekommen – der Modular-Synthesizer sorgt für Aufsehen und auch der Rock'n'Roll beginnt sich weiter zu etablieren. Das erste Rockalbum mit Thereminklängen ist ‚Pet Sounds‘ der kalifornischen Band »The Beach Boys«. Brian Wilson versucht sich erstmals in „I just wasn’t made for these times“ an dem Instrument. Nach der Aufnahme dieses Stücks am 14. Februar 1966 benutzten die Beach Boys ein Theremin für weitere Studioprojekte. Insbesondere der Erfolgstitel ‚Good Vibrations‘ verhilft dem Theremin zur allgemeinen Fürsprache im Bereich der Rock- und Popmusik.

Das bei Tourneen der Beach Boys (Good Vibrations) verwendete Instrument »Stringer« ist ein von Robert Moog konstruiertes Exemplar mit Transistortechnik, welches mittels Ribbon-Controller ausgestattet, das Auffinden der Tonhöhen vereinfacht. Vermutlich ist es schon bei der Aufnahme verwendet worden. Keiner der Beach Boys hat als Thereminist eine Solokarriere. Der Klassiker „Good Vibrations“ ist ein Versuch gewesen, den Sound einer Rockband mit Hilfe von klassischen Instrumenten wie Violoncello und eben einer Thereminvox aufzuwerten. Das folgende Video zeigt eine Live-Version des Beach-Boys-Klassikers. Ein spezialkonstruiertes und einfach spielbares Instrument ersetzt das Theremin.

Ein Clavia Nord Stage 3 für den Theremin-Part. Auch das lässt sich arrangieren, wie das nächste Youtube-Video demonstriert:

Die Thereminvox findet in den 1970er Jahren auch im Psychodelic Rock größeren Zuspruch. Hier dient es als ein Ausdrucksmedium für außergewöhnliche depressive Stimmungen. In Form neuer verwandter Genres, namentlich im TripHop, erfährt die psychedelische Rockmusik eine Neubelebung in der Popularmusik der 1990er Jahre. Kommerziellen Erfolg hatte vor allem Portishead aus Bristol mit ihrem Album »Dummy«. Mittels Thereminklang hebt sich das instrumentale Thema von „Mysterons“ dieser Produktion von stereotypen Popsound-Arrangements ab. Die mystische Klangfarbe einer Thereminvox imitiert Portishead in diesem Stück Mysterons mit dem Roland SH-101, einem klassischen monophonen Analog-Synthesizer. Vor allem bei Konzerten wird der Theremin-Sound auf einem klassischen Synthesizer gespielt und so einfach imitiert, wie dieser Live-Mitschnitt von Portishead zeigt:

Ein weiteres prominentes Beispiel: Der Sänger Jimmy Page tritt ergänzend zur E-Gitarre mit einer Thereminvox bei Live-Konzerten der in den 1970er Jahren erfolgreichen Rockgruppe Led Zeppelin auf. Das Instrument wird in dem Klassiker ‚Whole Lotta Love‘ aus dem Album »The Soundtrack from the film the song remains the same« ausschließlich zum Effektmittel zwecks Umsetzung ekstatisch-emotionaler Ausbrüche, die sich mit einer E-Gitarre nicht realisieren lassen.

Die Rolle der Thereminvox in der Filmmusik

Neben Musiktheaterprojekten und anderen Bühnenwerken, bei denen die Thereminvox audiovisuell wirkt, spielt sie in der Filmmusik eine wichtige Rolle. Jeder Kinobesucher kennt zumindest diese effekterzeugenden Glissando-Klänge von zahlreichen Gruselfilmen. Bedeutendere Verwendung erfährt die Thereminvox hauptsächlich durch Filmproduktionen in Hollywood, erstmalig im Jahr 1944 in Robert E. Dolans Partitur zu dem Film »Lady in the dark«. Ein Jahr später nimmt Roy Webb das Instrument für seine Musik zu ‚The Spiral Staircase‘. Ihre explizite Rolle bekommt es insbesondere durch Werke von Miklós Rózsa, der sie 1945–46 in seinen Filmmusiken zu Kultfilm avancierten Psychothrillern ‚Spellbound‘, ‚Lost Weekend‘, ‚The Red House‘ sowie noch einmal später im Jahr 1981 in der Filmmusik zu ‚Dead Men don’t wear plaid‘ nutzt. Der Soundtrack zu Hitchcocks „Spellbound“ auf einem Theremin gespielt:

Ähnlich der romantischen Programmmusik, bei der etwa nervöse Spannungen mittels Streichertremoli angedeutet werden, dient die Klangfarbe leitmotivisch zur Charakterisierung von bestimmten Filmgestalten. Für Spellbound verlangt Alfred Hitchcock nach »a big sweeping love theme for Ingrid Bergmann und Gregory Peck, and a ›new sound for the paranoia which formed the subject of the picture«. Gregory Pecks mentale Instabilität, seine Amnesie und seine Obsession mit der Farbe Weiß, drückt sich mit Hilfe des ungewöhnlichen Klangs der Thereminvox aus. Unterstützt wird die Klangfarbenwirkung durch die motivische Arbeit.

In Science-Fiction- und Horrorfilmen der 1950er Jahre illustrieren Thereminklänge vorwiegend drohende angsterregende Szenen, in denen beispielsweise Roboter, außerirdische Wesen, Vampire oder andere kuriose Gestalten auftauchen. Bei dem von Ferde Grofé vertonten Film »Rocketship X-M« wird die Exkursion einer Gruppe von Astronauten auf dem Planeten Mars in einer 30-minütigen Szene mit wabernden Thereminsounds dramatisiert. Weitere Beispiele finden sich in den US-Filmklassikern ‚It came from outer space‘, ‚King Kong‘ von Max Steiner und ‚Frankenstein’s Bride‘, deren Filmmusik Franz Wachsmann schrieb. Zur Studioaufnahme der Thereminvox-Partien vieler nordamerikanischer Filmproduktionen, z. B. auch ‚The Thing From Another World‘, ‚The Five Thousand Fingers Of Dr. T.‘, ‚The Flintstones‘ oder ‚Batman‘, ist von Mitte der 1940er Jahre bis 1967 Samuel J. Hoffman engagiert worden. 

Der Film „The Delicate Delinquent“ von 1957 bezieht die Thereminvox direkt in die Handlung des Films ein. Eine Szene zeigt, wie Komiker Jerry Lewis die Funktionsweise des elektronischen Instruments ergründet, nachdem er sich zunächst ahnungslos der Thereminvox nähert und das scheinbar möbelstückähnliche Instrument plötzlich aufjault. 

Zum Schluss

Wie dieser Überblick zeigt: Das Theremin ist und bleibt ein reizender Exot, mit dem Keyboarder ziemlich leicht aus dem musikalischen Alltag ausbrechen können. Es ist bei jeder Live-Performance ein audiovisuelles Spektakel und liefert den Beweis, dass selbst einfache Sinustöne und ähnliche Klänge sehr musikalisch nutzbar werden, wenn sie einmal nicht über eine herkömmliche Tastatur, sondern per Gesten-Controller angespielt werden. Der Klang einer Thereminvox ähnelt bisweilen einer weiblichen Singstimme und kann eine gespenstische Atmosphäre erzeugen. Eine weitere Stärke sind Vibrati und Glissandi. Mit keinem Pitchbend-Rad eines Synthesizers lassen sie sich so emotional ausführen – von feinen bis heftigen Schwankungen.

Es gibt allerdings einen Haken: Wer tonale Phrasen und Melodien sicher hervorbringen möchte, muss extrem fleißig üben. Zum Glück finden sich inzwischen einige Alternativen in Form eines Synthesizers, Software oder iPhone-App, die jeweils zu einer guten klanglichen Imitation einer Thereminvox führen. Neugierig geworden? Im Netz häufen sich die Beiträge von und über eine kleine, aber sehr aktive Theremin-Szene. Es gibt noch viele und erstaunlich originelle Projekte zu entdecken. Nützliche Links zu Neuentdeckungen könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

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