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29.10.2017

Der kleine Beckenguide für Schlagzeuger

Von der Herstellung bis zum Kauf – hier gibt es die Infos

Die passenden Cymbals für deine Musik!

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Die meisten Hersteller haben heutzutage für jeden Drummer die passenden Becken im Angebot, ob für moderne Popmusik, Rock, Jazz, Hardcore, Hip-Hop, Metal, World Music, experimentelle Musik, Klassik oder sonstige Stilistiken. Alle Firmen unterteilen ihre Produktpalette in verschiedene Serien, die sich durch die Preisgestaltung, die Konstruktion und Verarbeitung, die Optik und vor allem durch den Klang voneinander unterscheiden.

Einige Hersteller bieten optimal aufeinander abgestimmte Cymbal-Sets an, was gerade für Anfänger eine recht preiswerte Option ist. Man sollte dabei aber stets beachten: Qualität hat ihren Preis, gewisse Grenzen sollten möglichst nicht unterschritten werden. Für hundert Euro kann es einfach keinen wirklich gut klingenden Beckensatz geben. Seid Ihr bereit, etwas mehr Geld zu investieren, dann ist es möglich, qualitativ hochwertige Becken zu fairen Preisen zu erstehen. Ob Profi, Anfänger oder Hobbymusiker: Das Angebot ist sehr groß, und manch einer ist sein ganzes Leben lang auf der Suche nach den perfekten Becken. Am Ende des Textes findet ihr Links zu Beckensätzen und Beckenserien unterschiedlicher Preisklassen und Hersteller.

Zunächst erhaltet ihr ein paar generelle Informationen über Schlagzeugbecken, zum Beispiel, welche Typen es gibt, welche Materialien für die Herstellung benutzt werden und was es mit Hämmerung, Abdrehen und dergleichen auf sich hat. Viel Spaß beim Stöbern!

Die Standard Beckenmodelle: Hi-Hat, Crash- und Ride-Becken

Die Hi-Hat Becken

Die Hi-Hat besteht aus zwei Becken, welche in paralleler Anordnung auf einem speziellen Ständer mit Pedalmechanismus montiert sind. Diese sogenannte Hi-Hat-Maschine wird bei einem herkömmlichen Rechtshänder-Aufbau mit dem linken Fuß bedient. Oft spielt die rechte Hand die Achtelnoten auf der geschlossenen Hi-Hat, wobei diese für Akzentuierungen mit dem Fuß geöffnet werden kann. Der Hersteller legt durch eine entsprechende Aufschrift fest, welches der beiden Becken oben (“Top”) und welches unten (“Bottom”) befestigt wird. Da das Top-Becken idealerweise über eine schnelle Ansprache verfügen soll, fällt es im allgemeinen dünner und leichter aus als das Bottom. Eine Besonderheit stellen Bottom-Becken mit einem gewellten Rand oder sogar Löchern dar. Hierdurch wird gewährleistet, dass die zwischen den Becken eingeschlossene Luft bei getretener Spielweise immer optimal entweichen kann. Die Folge ist ein prägnanter, höhenbetonter und durchsetzungsfähiger Sound. Die am meisten verbreiteten Größen für Hi-Hat Becken haben 13, 14 (Standard) und 15 Zoll Durchmesser.

Das Crash-Becken

Ein oder mehrere Crash-Becken in meist unterschiedlichen Größen werden im Groove oder nach Fill-ins benutzt, um musikalische Akzente zu setzen oder hervorzuheben. Kurz nach dem Anschlag des Crash Beckens entfaltet sich ein explosionsartiger Sound, der relativ schnell wieder ausklingt. Je dünner das Crash-Becken, desto schneller baut sich der Sound auf. Metal- und Rockdrummer spielen gerne Viertel- oder Achtelpatterns auf dem Rand des Crash-Beckens, um dem Song eine Extraportion Power zu verleihen. Das permanente „Ancrashen“ erzeugt dabei einen sehr dichten Klangteppich. Für diesen Effekt sollte das Becken aber schon einen Durchmesser von mindestens 18“ haben.

Das Ride-Becken

Dieses Becken ist in der Regel das größte innerhalb eines Beckensatzes und wird weniger benutzt, um Akzente zu setzen, sondern um wie mit der Hi-Hat durchgehende rhythmische Figuren zu spielen. Einzelne Akzente innerhalb eines solchen Patterns erzeugt man, indem das Becken auf der Kuppe oder am Rand angespielt wird. Meist wird das Ride mit der Stockspitze auf dem Profil angeschlagen, wodurch eine Melange aus dem ,,pingigen“ Anschlagssound und dem rauschenden Grundklang entsteht. Bei schweren Becken dominiert der Ping, bei leichteren tritt das Grundrauschen in den Vordergrund. Eine Besonderheit stellen die bereits im Abschnitt „Profil“ erwähnten Flat Ride-Becken dar, die keine Kuppe besitzen und vorwiegend im Jazz eingesetzt werden.

Die Effekt Becken: Splashes, Chinas und Swish-Becken

Das Splash-Becken

Ähnlich wie das Crash-Becken wird ein Splash-Becken überwiegend für Akzente benutzt, wobei es aufgrund der geringen Größe und Materialstärke noch schneller anspricht und wieder ausklingt. Da diese Becken meistens wirklich hauchdünn sind, ist bezüglich der Spielweise eine gewisse Vorsicht geboten. Aufgrund der geringen Stärke kann man Splash-Becken häufig mit den bloßen Händen spielen. Daher werden sie auch gerne als Effekte innerhalb eines Percussion-Setups eingesetzt.

China-Becken und Swish-Becken 

Diese Spezies unterscheidet sich gänzlich in ihrer Form von herkömmlichen Becken. Typisch hierfür ist der breite, umgebogene Rand. Klanglich verhält sich das China-Becken ähnlich wie ein Crash-Becken, klingt aber dreckiger und kürzer und entwickelt dabei einen exotischen, fernöstlichen Touch. Es wird oft verwendet, um einzelne Akzente oder Staccato-Rhythmen zu erzeugen. Die Kuppe variiert zwischen einer zylindrischen oder runden Form. Generell wird ein China-Becken umgekehrt, also mit der Kuppe nach unten, montiert, weil es sich dadurch bequemer auf dem Rand spielen lässt. Allerdings ist die Kuppe dann quasi unbrauchbar. Zur Lösung dieses Problems hat die Firma Paiste speziell geformte China-Becken, die „Novo Chinas“, entwickelt, bei denen sowohl die Kuppe als auch der Rand nach oben zeigen. Jazz und Big Band Drummer benutzen auch gern größere, mit Nieten versehende und im Profil weniger gebogene Chinas, die Swish-Becken heißen. Damit lassen sich Akzente und Begleit-Figuren weniger aufdringlich interpretieren.

Schlagzeug Beckenherstellung, wie geht das eigentlich?

Die Metalllegierung macht den Unterschied

Becken fertigt man nie aus nur einem einzigen Metall, sondern aus Mischungen, so genannten “Legierungen”. Hochwertige Becken werden aus einer Bronze-Legierung hergestellt. B20-Bronze (80% Kupfer, 20% Zinn) und B8-Bronze (92% Kupfer, 8% Zinn) sind hier die gebräuchlichsten Mischungen. Für die Produktion preisgünstiger Becken werden meist Messing-Legierungen verwendet, die neben Zink statt Zinn verwenden. Der Herstellungsprozess von B20-Becken erfordert im Vergleich zu allen anderen den größten Zeitaufwand sowie ein großes Maß an handwerklichen Fähigkeiten. Die Prozedur beginnt damit, dass aus dem B20-Material durch Erhitzung Metallklumpen gegossen werden. Diese Rohlinge werden durch mehrfaches Erhitzen und Walzen weich gemacht und in eine runde Form gebracht. Anschließend werden die Kuppen eingepresst. Danach erfolgt – maschinell oder von Hand – der Hämmerungsprozess, durch den das Becken sein individuelles Profil erhält. Beim nun folgenden sogenannten Abdrehen wird mit speziellen Werkzeugen die äußere rohe Schicht abgekratzt und gleichzeitig das Becken auf die richtige Dicke gebracht. Zu guter Letzt erfolgt die Oberflächenbehandlung, die dem Becken sein endgültiges Finish verleiht (beispielsweise Brilliant oder Natural). Im Gegensatz zur B20-Herstellungsmethode werden alle anderen Beckentypen, von B8-Bronze bis hin zu den Messinglegierungen, aus fertig gestanzten runden Metallplatten hergestellt, welche in Form gepresst und anschließend mehr oder weniger stark nachbearbeitet werden. Trotz der weniger aufwändigen Produktionsmethode müssen B8-Becken aber nicht zwangsläufig schlechter klingen als B20-Becken. Gerade im Rock-Bereich sind Becken aus B8-Bronze nach wie vor sehr verbreitet.

Gewichtsklassen für unterschiedliche Musikrichtungen 

Bei den meisten Becken kann man aufgrund der Modellbezeichnung auf das ungefähre Gewicht schließen. Thin Crash, Medium Crash oder Heavy Ride sind Bezeichnungen, die sich bei fast jedem Hersteller wiederfinden. Das Gewicht definiert zu einem großen Teil den Klangcharakter eines Beckens. So entfaltet ein leichtes Crash-Becken schon bei zartem Anschlag sein volles Klangpotential, während ein Heavy Crash entsprechend kräftiger bearbeitet werden muss, um in Schwung zu kommen. Auch die Tonhöhe wird durch das Gewicht beeinflusst. Im allgemeinen entwickeln schwerere Becken einen höheren (!) Grundton als leichte. Ein Heavy Ride zum Beispiel klingt grundsätzlich höher als ein Light Ride in derselben Größe. Nicht zuletzt wirkt sich das Gewicht auch auf das Sustain, also die Ausklangphase aus. Generell gilt die Regel, dass ein schwereres Becken ein längeres Sustain hat als ein leichtes. Die Größe des Beckens ist dabei nicht entscheidend. Ein dickes 10“ Bell-Cymbal zum Beispiel klingt sehr viel länger aus als ein 20“ Medium Ride, da es im Verhältnis zur Größe mehr Masse besitzt.

Auch das Profil eines Cymbals gibt Aufschluss über den Klang.

Das Profil eines Beckens beschreibt den Verlauf der Wölbung vom Rand bis zum Mittelloch. Diese kann, je nach Beckentyp, sehr unterschiedlich ausfallen. Ein China-Becken zum Beispiel besitzt einen abgeflachten, umgebogenen Rand, wodurch der spezielle, exotische Klangcharakter zustande kommt. Ein anderes Beispiel ist das Flat Ride, das im Gegensatz zum herkömmlichen Ride keine Kuppe hat. Dadurch klingt es vor allem leiser und trockener, denn je kleiner die Kuppe eines Beckens ist, desto geringer sind Volumen sowie Obertongehalt. Auch der typische anschwellende Charakter eines Beckens verhält sich proportional zur Kuppengröße. Demzufolge schaukelt sich ein Flat Ride, selbst bei kräftiger Spielweise, kaum auf. Auch bei herkömmlich geformten Becken gibt es feine, aber entscheidende Unterschiede. So entwickelt ein Becken mit einer starken Wölbung im allgemeinen einen höheren Grundton als ein Becken mit einem eher flachen Profil.

Der Beckenschmied schwingt den Hammer und stimmt das Becken klanglich ab.

Durch einen intensiven Hämmerungsprozess ist es möglich, den Klangcharakter eines Beckens deutlich zu verfeinern. Daher ist es kein Zufall, dass gerade die teuren, exklusiven Beckenserien oftmals sehr ausgeprägte Hämmerungsmuster aufweisen. In erster Linie wird der Sound durch die Bearbeitung voller, also breiter im Frequenzbereich. Zudem „öffnet“ sich das Becken leichter. Aber auch das Spielgefühl wird von der Hämmerung beeinflusst, da sich dadurch die Spannung innerhalb des Materials erhöht. Die Folge ist, dass das Becken strukturell härter wird, was einen verbesserten Stick-Rebound zur Folge hat. Vor allem bei Ride-Becken ist dies ein wichtiger Faktor. 

Unterschiedliche Abdrehmuster sorgen nicht nur für die Optik eines Beckens.

Neben den zuvor genannten Faktoren hat auch das Abdrehmuster (Lathing), also die Art und Ausprägung der Klangrillen, einen Einfluss auf den Klang. Diese sogenannten „Tonal Grooves“ können in puncto Abstand und Tiefe bei unterschiedlichen Becken erheblich variieren. Bei hochwertigen Becken sind sie meistens stark ausgeprägt, wodurch der Sound komplexer wird und das Frequenzspektrum an Breite gewinnt. Im günstigen Preissektor sind die Becken aus Kostenersparnisgründen oftmals kaum oder überhaupt nicht abgedreht, wodurch sie bezüglich des Klangpotentials von vorne herein begrenzt sind. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel, und so gibt es auch hochwertige Becken ohne Tonal Grooves, allerdings oft mit aufwändiger Hämmerung. Hier handelt es sich meist um verhältnismäßig schwere Modelle, bei denen die Eingrenzung des Frequenzspektrums beabsichtigt ist, denn durch die Konzentration auf einen schmalen Bereich können sich diese Becken in lauter musikalischer Umgebung leichter durchsetzen.

Welche Becken passen zu meiner Musikrichtung?

Wie finde ich nun die richtigen Cymbals für mich?

Hier stellt sich zunächst die Frage, ob meine Musik eher laut oder leise ist. Ein akustisches Jazz-Trio erfordert einfach andere Becken als eine Metal-Band. Je lauter die Musik ist, desto kräftiger sollten auch die Becken sein. Ein Thin Crash spricht bereits beim Anschlagen mit dem Finger an und klingt dabei auch hervorragend. Allerdings kann man es durch zu kräftige Spielweise oder zu schwere Sticks leicht überbeanspruchen, so dass es nicht mehr optimal klingt oder sogar Schaden nimmt. Auch in puncto Lautstärke kann es mit einem Medium oder Heavy Crash nicht mithalten. Daher ist ein solches Becken am besten in ruhiger Musik aufgehoben, wo es seinen Klang ungehindert entfalten kann. Für laute Musik sollte man besser auf Crash-Becken aus der Medium- oder Heavy-Kategorie zurückgreifen, denn diese besitzen genau die Frequenzen, mit denen man sich gegen verzerrte Brachialgitarren durchsetzen kann. Dies gilt auch für das Ride-Becken. Ein Jazz-Ride mit einem ausgeprägten Grundrauschen würde in lauter Musik untergehen. Hier braucht man ein Heavy oder Power Ride, am besten mit großer Kuppe, das einen prägnanten „Ping“-Sound entwickelt, der frequenzmäßig deutlich über den lauten Gitarren liegt. Ähnlich  verhält es sich auch mit den Hi-Hat-Becken. Schwere Modelle sprechen zwar nicht so leicht an, setzen sich aber durch ihren höhenbetonten Sound leichter in lauter Musik durch.

Was die Größenauswahl betrifft, so ist man in herkömmlicher Rock- und Pop-Musik mit einer 14“ Hi-Hat, 16“ und 18“ Crashes und einem 20“ Ride gut bedient. Wenn es etwas heftiger zugeht, eignet sich ein 22“ Ride besser, und für das gewisse Plus an Volumen dürfen die Hi-Hat-Becken auch gerne eine Nummer größer sein.

Beckenkauf im Laden - am besten zu zweit

Beim Antesten im Laden sollte man bedenken, dass die räumlichen Gegebenheiten wie Größe, Positionierung der Wände zueinander sowie Beschaffenheit des Bodens, der Wände und der Decke einen großen Einfluss auf den Sound haben. Ein Becken, das im Laden mit riesigen Fensterfronten und diversen weiteren mitschwingenden Becken einen unangenehmen, höhenlastigen Soundeindruck hinterlässt, kann im akustisch optimierten Studio- oder Proberaum weitaus besser klingen. Es ist daher ratsam, Becken in einem separaten Raum mit den eigenen Drumsticks direkt am Drumset anzutesten. Viele größere Geschäfte verfügen über diese Möglichkeit. Wenn ihr euch Sets zusammenstellt, müssen die einzelnen Becken natürlich auch zueinander passen, das gilt vor allem für die Crashes. Ihr solltet also beim Kauf einzelner Becken die anderen dabeihaben!

Es empfiehlt sich auch, eine zweite Person, am besten ebenfalls Schlagzeuger, mit dabei zu haben. Diese kann das Becken am Drumset anspielen, während man selbst den Klang aus unterschiedlichen Positionen beurteilen kann. Es ist nämlich eine oft unterschätzte Tatsache, dass ein Becken aus größerer Entfernung deutlich anders klingt als vom Drumhocker aus. Der Grund hierfür ist, dass bestimmte Frequenzen mit wachsender Entfernung schneller “verpuffen” und sich so der Soundeindruck verändert. Ich habe im Laufe der Jahre schon das eine oder andere gerade erworbene Becken wieder verkauft, weil ich beim Aufnehmen festgestellt habe, dass es soundmäßig sehr dicht an einem schon vorhandenen Becken lag. Aus meiner Hörposition vom Drumhocker aus war mir dieses Phänomen nicht so deutlich aufgefallen. Weiterhin sollte man bedenken, dass man das Becken ja normalerweise im Band-Kontext einsetzt, während man es im Laden bestenfalls am Set ohne weitere Instrumente beurteilen kann. Gerade schwere Becken, zum Beispiel Heavy Crashes, klingen, einzeln angespielt, im allgemeinen weniger angenehm als dünnere Crash-Becken. Im Zusammenspiel mit der Band kann sich der Eindruck aber komplett ändern, wenn man feststellt, dass bestimmte Frequenzen, die im Laden vielleicht unangenehm klangen, sich im Proberaum hervorragend gegen die verzerrten Gitarren durchsetzen. Eine andere, sogar vielleicht noch komfortablere Möglichkeit bietet einem das Internet. Zum Einen sind die Cymbals dort teilweise noch günstiger zu erstehen als im Laden, zum Anderen gibt es genug Möglichkeiten, sich auf den Seiten der Hersteller über alle Becken genau zu informieren und sich Soundfiles anzuhören welche den zu erwartenden Klang häufig gut abbilden. Ist die Entscheidung dann gefallen und die gekauften Becken landen tatsächlich im Briefkasten, kann man bequem in der gewohnten Umgebung testen und hat sogar noch ein Rückgaberecht, wenn einem die Instrumente doch nicht gefallen. Praktische Sache!

Aufgrund der vielen klangbeeinflussenden Faktoren im Laden sollte man, wenn man einen guten Draht zum Personal hat, das ausgewählte Becken für einen Abend mitnehmen und am eigenen Set testen – möglichst sogar zusammen mit der Band. Falls dies nicht möglich ist, gibt es noch die Alternative, die eigenen Becken, deren Sound man gut kennt, mit in den Laden zu bringen, um zu sehen, wie gut sich ein neues Becken in das bestehende Setup einfügt. Eine weitere Variante ist es, ein Becken im Internet zu kaufen, es dann im gewohnten Umfeld zu testen und zur Not zurück zu schicken. Auf jeden Fall sollte die Kaufentscheidung mit Bedacht fallen, immerhin hat man bei einem Becken, im Gegensatz zu einer Trommel, kaum noch Möglichkeiten, den Sound nachträglich zu verändern.

Klangexperimente mit aufeinander gestapelten Becken

Interessant ist es auch, mit Beckensounds zu experimentieren, z.B. zwei Crashes übereinander zu legen oder ein umgedrehtes, kleines Splash mit einem größeren China zu kombinieren. Ob man nun einzelne Becken miteinander kombiniert oder mal ein Tambourin auf die Hi-Hat oder eine Perlenkette aufs Ride-Becken legt, es lassen sich ganz einfach und schnell neue und vor allem inspirierende Sounds kreieren.

Auf der Bühne kommen meist Mikrofone ins Spiel.

Live werden Becken meist mit drei Kondensatormikrofonen abgenommen, einem Paar Overheads für die Crashes und das Ride-Becken und einem Mikrofon für die Hi-Hat. Ab einer gewissen Clubgröße oder bei Open-Air Gigs sollte das Ride-Becken aber zusätzlich mit einem eigenen Mikro abgenommen werden, da es dadurch artikulierter wiedergegeben werden kann. Hierbei ist man als Musiker oder Band von der Qualität der Mikrofone und vor allem von den Qualitäten des FOH-Mischers abhängig, ganz zu schweigen vom Klang und besonders dem Lautstärkepegel, den man selbst auf der Bühne erzeugt.

Testberichte und Empfehlungen für dein Beckenkauf-Budget

Zum Schluss gibt es noch eine Auswahl mit aktuellen Beckensätzen und interessanten Dauerbrennern für unterschiedliche Budgets. Diese Liste wird stetig aktualisiert, weshalb es sich für dich lohnt, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Die folgende Liste beinhaltet komplette Beckensätze zwischen EUR 169.00 bis maximal EUR 850.00 - für Einsteiger, fortgeschrittene Trommler und Profis. 

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Individuelle Beckenmodelle in der Übersicht

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