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Test
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16.06.2015

Casio CTK-1250 Test

Portable Keyboard

Dreimal hundert

Das Casio CTK-1250 Keyboard kostet gerade einmal knapp 90 Euro. Was kann man zu diesem Preis erwarten? Ist das Casio CTK-1250 ein empfehlenswertes Einsteiger-Keyboard und das richtige Instrument zum Keyboard spielen lernen? Die Antworten auf diese Fragen geben wir im Testbericht. Übrigens ist das CTK-1250 baugleich mit dem CTK-1150 und auch nahezu identisch mit dem CTK-1300, sodass dieser Test auch für diese Geschwister-Keyboards gelten kann.

Vor einiger Zeit haben wir mit dem Startone MK-300 ein Keyboard getestet, das zu einem sehr günstigen Preis sogar eine anschlagdynamische Tastatur bietet. Auf diese muss man beim CTK-1250 verzichten, dafür unterbietet das Casio den Preis des Startone noch einmal deutlich. Was man zu diesem Preis erwarten kann, haben wir getestet.

Details

Gehäuse

Das Casio CTK-1250 kommt im gleichen Format und Design wie das CTK-2400 eine Klasse höher. Das Kunststoffgehäuse wirkt nicht besonders hochwertig, aber stabil genug für den Hausgebrauch. Auch bei diesem Preisbrecher-Modell setzt Casio auf eine Tastatur in Piano-Optik, also ohne Lücke unter den Tasten. Eine Schönheit ist das Keyboard trotzdem nicht, man sieht ihm schon an, dass hier an allen Ecken gespart wurde.

Im Lieferumfang befindet sich der bei den günstigen Casio Keyboards übliche Drahtbügel als Notenhalter, den ich persönlich völlig unbrauchbar finde. Lose Blätter rutschen einfach nach hinten durch. Auch ein Songbook mit den integrierten Songs liegt dem Keyboard bei. Ein Netzteil ist hingegen nicht inbegriffen, obwohl das CTK-1250 einen Anschluss dafür hat. Dieses muss man sich also separat besorgen oder das Keyboard mit Batterien betreiben – am Gehäuseboden befindet sich ein Fach für sechs AA-Batterien.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Casio CTK-1250 sind schnell abgehandelt – es gibt nur ganze zwei. Neben der erwähnten Buchse für das optional zu erwerbende Netzteil bietet das Keyboard einen Kopfhöreranschluss, der auch als Stereoausgang verwendet werden kann. Weitere Anschlüsse sucht man vergeblich: Das CTK-1250 bietet weder MIDI bzw. USB noch eine Buchse für ein Sustainpedal. Während Ersteres in dieser Klasse wohl meist entbehrlich ist – wer das Keyboard mit dem Computer verbinden möchte, gehört meist schon zu den Fortgeschrittenen und damit nicht zur Zielgruppe des CTK-1250 – finde ich Letzteres auch bei einem Einsteiger-Instrument sehr schade. Ein Haltepedal braucht man auch als Anfänger!

Lautsprecher

Die Lautsprecher des CTK-1250 leisten 2x 2 Watt. Das ist nur unwesentlich weniger als beispielsweise die Lautsprecher der Konkurrenz von Yamaha bis hinauf zum PSR-E353, aber die Speaker des CTK-1250 können im Vergleich nicht mithalten. Der Sound ist recht blechern und scharf und erinnert streckenweise an ein Küchenradio. Bei hoher Lautstärke beginnt es deutlich zu verzerren. Hier darf man vom Preisbrecher keine Wunder erwarten – wer einen besseren Sound möchte, muss einfach etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Bedienfeld

Das übersichtliche Bedienfeld des Casio CTK-1250 gruppiert sich um das unbeleuchtete und bei schlechten Lichtverhältnissen kaum ablesbare Display. Auf der linken Seite findet man zunächst den Power-Schiebeschalter, der zugleich zwischen verschiedenen Betriebsarten der Begleitautomatik umschaltet (aus / Casio Chord / Fingered). Ein weiterer Schieberegler ist für die Lautstärke zuständig. Rechts daneben liegen zwei Knöpfe für die Steuerung der Begleitautomatik. Hier gibt es nur SYNCHRO/FILL IN und START/STOP. Die sonst üblichen Knöpfe für Intros, Endings und Variationen fehlen beim CTK-1250, weil die Rhythmen des Keyboards nicht damit ausgestattet sind. Allerdings lässt sich mit dem Button ACCOMP VOLUME die Lautstärke der Begleitung einstellen. Ein Taster für Transposition und Stimmung und zwei Buttons für das Tempo schließen die rechte Hälfte ab.

Das mittig platzierte Display ist noch etwas kleiner als etwa beim CTK-2400 und nicht beleuchtet. Es zeigt den gewählten Sound, Rhythmus oder Song und das Tempo an und verfügt über eine Metronom-Darstellung und eine Fingersatzgrafik.

Rechts sind die Bedienelemente zur Auswahl von Klängen (Tones), Rhythmen und Songs zu finden. Mit einem der drei Taster TONE, RHYTHM und SONG BANK wählt man zunächst, was man einstellen möchte, und trifft dann die Auswahl mit den Plus/Minus-Tasten oder dem Zehner-Ziffernblock. Darunter haben vier Transportbuttons für die Songwiedergabe, zwei Knöpfe für das getrennte An- und Abschalten der linken und rechten Hand und ein Taster für das „Chord Book“ (ein integriertes Akkordlexikon) Platz gefunden.

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