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Test
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13.09.2018

Praxis

Tones

Mit 600 Klangfarben ist das CT-X800 für ein Keyboard dieser Klasse solide bestückt. Wie in den anderen Instrumenten der CT-X Serie arbeitet hier die neue Klangerzeugung namens AiX, die eine spürbare Klangverbesserung gegenüber älteren Instrumenten des Herstellers bringen soll. Tatsächlich sind die Klangfarben, bei Casio traditionell “Tones” genannt, in ihrer Gesamtheit deutlich besser als bei den älteren Keyboards der CTK- und WK-Serien. Die Zahl der Stereo-Klänge ist stark gewachsen, ebenso die Zahl der Sounds mit mehreren Velocity-Layers. Erfreulich sind die stark verbesserten Gitarren- und Drumsounds, die sich auch bei vielen Rhythmen positiv bemerkbar machen. Im Synthesizer-Bereich findet man zahlreiche Klänge, die sich für aktuelle elektronische Musik eignen. Trotz der Verbesserungen ist das CT-X800 unter dem Strich aber immer noch ein Einsteiger-Keyboard, das zwar besser klingt als die Vorgänger, aber klanglich nicht an Instrumente der höheren Preisklassen heranreicht.

(Tipp: Für noch mehr Klangbeispiele könnt ihr einen Blick in den Casio CT-X700 Test werfen; die Sounds der beiden Keyboards sind identisch.)

Rhythmen

Die 195 Rhythmen des CT-X800 decken eine große Bandbreite ab. Einige Styles werden Besitzern eines älteren Casio-Keyboards bekannt vorkommen, es ist aber auch viel Neues dabei. Manche Rhythmen orientieren sich deutlich an bekannten Hits, die sich dann recht authentisch darbieten lassen. Alle Rhythmen verfügen über zwei Variationen und Fill-Ins sowie je ein Intro und Ending. Neben “Synchro Start” bietet das Keyboard auch eine Synchro-Stop-Funktion. Zu jedem Style gibt es ein “One Touch Setting”, das neben einem passenden Tempo auch eine passende Klangfarbe auswählt.

Der Sound der Begleitautomatik profitiert von den verbesserten Sounds. Im Vergleich zu früheren Casio-Keyboards klingt der Arranger spürbar lebhafter und druckvoller. Auch hier gilt aber: Von der Klangqualität höherklassiger Keyboards ist das CT-X800 trotzdem noch ein ganzes Stück weit entfernt.

USB-Stick

Wie bereits erwähnt ist die Buchse für einen USB-Stick das Einzige, was das CT-X800 vom CT-X700 unterscheidet. Auf einem eingesteckten Speicherstick kann man Anwenderdaten wie aufgenommene Songs und Registrierungsbänke sichern. Dadurch lässt sich der interne Speicher für neue Kreationen frei räumen. Außerdem kann der USB-Stick genutzt werden, um die Speicherplätze für User-Rhythmen und -Songs mit den passenden Inhalten zu füttern. Zu guter Letzt lassen sich von einem USB-Stick MIDI-Files direkt abspielen. Auf einige Funktionen, die man in höherklassigen Keyboards, wie zum Beispiel den hauseigenen CT-X3000 und CT-X5000 findet, muss man allerdings verzichten; so kann das CT-X800 beispielsweise keine Audio-Dateien abspielen.

Damit ein USB-Stick mit dem CT-X800 genutzt werden kann, muss er zunächst am Keyboard formatiert werden. Dabei legt das Keyboard die nötige Ordnerstruktur an, wofür es im Test mit einem 8 GB großen Stick satte fünf Minuten benötigte. Beim Einstecken desselben Sticks vergingen jeweils gut 40 Sekunden, bis er einsatzbereit war. Besonders schnell ist die Schnittstelle also nicht, aber für den Einsatzbereich dieses Home-Keyboards kann man wohl damit leben. Ich vermute, dass es mit einem kleineren (oder hochwertigeren) Stick etwas schneller ginge.

Der USB-Memory-Port eine Bereicherung für alle, die den Recorder und den Registrierungsspeicher intensiv nutzen und sich mehr Speicherplatz wünschen, oder MIDI-Dateien abspielen möchten. Wer sich in dieser Beschreibung wiederfindet, sollte also statt zum CT-X700 zum CT-X800 greifen.

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