Gitarre Bass Hersteller_Boss
Test
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29.01.2013

Praxis

Der Sound des JS-10 hat durch den Subwoofer im Vergleich zum Vorgänger erheblich an Kraft gewonnen, wenngleich auch hier kleine Lautsprecher am Start sind, von denen man naturgemäß nicht die Wucht einer 4x12 Box oder die Auflösung eines hochwertigen Studiomonitors erwarten kann. Die Audioabteilung des JS-10 ist im Grunde eine kleine HiFi-Anlage, die durchaus einigen Lärm machen kann, wenn man sie aufdreht. Und das geht auch bis zum Anschlag, ohne dass die Backing Tracks zerren.

 

Amp-Simulationen & Effekte

Speziell bei Hi-Gain Sounds zeigt sich der Boxenton etwas verwaschen - vor allem, wenn man zu einem Backing Track mit Brat-Rhythmus-Gitarre spielt, wird es etwas eng mit der Durchsetzungskraft. Mir persönlich scheint es fast so, als ob die Sounds des neuen GT-100 Prozessors vor allem in puncto Druck und Dynamik etwas hinter denen des Vorgängerprozessors GT-10 zurückbleiben, die sich insgesamt direkter und kompakter zeigten. Die vorgefertigten Sounds sind nicht mit Effekten überladen und eine gute und brauchbare Auswahl an Brot-und-Butter-Klängen für unterschiedliche musikalische Einsätze hat man unmittelbar zur Hand. Wer mehr Effekte benötigt, der kann sich seine Sounds selbst zusammenbasteln. Es stehen 28 Ampsimulationen, 12 vorschaltbare Verzerrer, sieben Modulationseffekte, Delay und Reverb zur Verfügung, dazu gibt es Wah Wah und Compressor. An der Ausstattung gibt es damit auf jeden Fall nichts zu meckern.

Hier einige Beispiele mit unterschiedlichen Gitarrensounds, die direkt in den Rechner gespielt wurden. Der JS-10 wurde dabei per USB mit dem Computer verbunden und als Audio-Interface genutzt.

Backing Tracks

Ein Highlight sind die Backing Tracks, die sehr gut klingen und sofort zum Mitspielen einladen. Manche sind mit Rhythmusinstrumenten schon relativ gepackt, aber einige gibts auch mit einem sparsameren Mix, was dann in der Songliste mit dem Zusatz „Simple“ vermerkt ist. Solche Songs enthalten unter Umständen lediglich Bass und Drums. Die meisten Tracks sind für eine (Lead-) Gitarre zugeschnitten, es gibt aber auch einige Jamtracks für Bass, einige auch für Gitarre und Bass, falls man mit seinem Basskumpel eine Runde gemeinsam spielen möchte. Auch was die Stilrichtungen anbetrifft, kann sich die Auswahl sehen lassen. Hier ist ein kleiner Auszug aus dem Programm.

Die Tonart des Tracks wird im Display angezeigt und kann per Speed-Taster angepasst werden. Dann erscheint das Phrase Trainer-Display und es besteht die Möglichkeit, die Geschwindigkeit und die Tonart zu verändern. Das funktioniert auch in einem gewissen Rahmen, allerdings muss man dabei naturgemäß einige Abstriche in der Qualität machen. Solange man keine drastischen Veränderungen vornimmt, gibt es keine Probleme. In den folgenden Beispielen könnt ihr euch die Klangunterschiede anhören, zuerst den unveränderten Backing Track (Normal), dann mit 90 % und schließlich mit 80% des Tempos. Danach folgen zwei Beispiele mit veränderter Tonhöhe, einmal einen Halbton und dann einen Ganzton tiefer.

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