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2
05.08.2020

Ab vor die Tür!

Sommerloch: Den Sommer im Keller verbringen?

Hallo allerseits.

 

Nein, mit "Ab vor die Tür" will ich niemanden loswerden. Aber ein Blick auf die Wetter-App, in die Zeitung, oder besser direkt aus dem Fenster offenbart mir, dass es keine gute Idee sein kann, sich bei sommerlichen Temperaturen von morgens bis abends in geschlossenen Räumen mit Kunstlicht einzuschließen. 

Bedeutet das, dass man sämtliche Recordingtätigkeiten ruhen lassen muss? Bestimmt nicht! Mit dem geeigneten Equipment kann man hervorragend auf Klangmaterialsuche gehen. Sei es das Quietschen des Gartentors, das sonore Summen der entfernten Autobahn, das Hämmern der Amateurhandwerker in ihren Gärten – alles kann verwurstet werden. Eine leichte, kaum merkliche Atmo zum Unterlegen eines Songs an den richtigen Stellen kann auch Wunder bewirken und fällt sicherlich in die Kategorie "Trickkiste".

Und: In Pandemiezeiten ist es eine gute Idee, sich möglichst nicht mit anderen Personen in Proberäumen aufzuhalten. So lange das Wetter noch nicht herbst- oder gar winterlich ist, kann man einige musikalische Tätigkeit auch ins Freie verlegen.

Was braucht's dafür? Mikrofone, Stative, Kabel, Audio-Interface, Laptop? Nö: Mobile Audiorecorder leisten heute enorm viel. Im Testmarathon sind Marantz, Zoom, Tascam, Sony, Roland, Olympus und Yamaha vertreten. Einige der neuesten Mobilrecorder lassen sich sogar im Direktvergleich klanglich gegenüberstellen. Noch kompakter sind iOS-Mikrofone, umfangreicher hingegen iOS-Interfaces. Eine spannende Alternative ist das iZotope Spire: Hinstellen und aufnehmen!

Passend ist sicher unser Workshop zum Thema Atmos selbst aufnehmen, der sich nicht nur mit der Technik befasst.

Also: Flip-Flops angezogen und recordend an die frische Luft!

Beste Grüße,

Nick Mavridis (Redaktion Recording)

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