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04.05.2017

Beatmaker Atmos Test

Kostenloser Ambient Piano ROMpler

Mach’ mal Atmosphäre!

Hochwertige Piano-Librarys gibt es viele, doch nur die wenigsten stehen kostenlos zur Verfügung. Die Softwareschmiede Beatmaker bietet mit Atmos einen charaktervollen Piano-ROMpler zum Gratis-Download an. Zwar wurden hier echte Pianos gesampelt, doch erzeugt das Plug-in atmosphärische Klänge, die sich nicht nur zum Untermalen des nächsten Blockbusters eignen. Wir haben uns Atmos einmal genauer angeschaut und sind erstaunt über die Stimmung, die das kostenlose Plug-in zaubern kann.

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Details + Praxis

Allgemeines

Atmos ist verfügbar für Windows als VST- und für Mac als AU- und VST-Plug-in, jeweils in 32- und 64-Bit. Daher ist das Plug-in kompatibel zu den meisten gängigen DAWs. Zum Download des Plug-ins ist keine vorherige Registrierung erforderlich.

Das kostenlose Plug-in findet ihr hier!

Bedienoberfläche und Konzept

Bei der Entwicklung des Ambient Piano-ROMplers wurde ein Grand Piano mit einer Keyrange von C2 bis C9 gesampelt. Zum Einsatz kommen 86 Samples, also keine Multisamples, vielmehr wird mit der Anschlagstärke die Lautstärke gesteuert. Bei einem ROMpler, der weniger für Ausdruck-Geschichten, sondern vielmehr für Atmosphäre gedacht und zudem noch kostenlos ist, geht das absolut in Ordnung! 

Für seinen atmosphärischen Klangcharakter wurden in Atmos zwei Arten von Reverbs, ein Distortion sowie Delay verwendet, welche allesamt im Klang fest verankert sind und sich nicht ändern lassen. In diesem Fall ist es aber auch gut so, denn genau durch diese Effekte erzeugt Atmos seine düstere Stimmung. Um dem Sound noch mehr Atmosphäre zu verleihen, lässt sich ein weiterer Layer per FX-Regler hinzumischen, der klanglich eine Mischung aus Tapestrings und Bubble-Sounds vermuten lässt – besonders für Sounddesign für Filme und Games werden solche Layer gerne verwendet, daher passt das sehr gut zum Konzept des Plug-ins. 

Die Bedienoberfläche und Parameter sind überschaubar gehalten: Neben Gain, Panorama Attack und Release verfügt Atmos über einen zusätzlichen Reverb, der noch einen weiteren mittellangen bis kurzen Room hinzumischt. Das ist auch gut so, denn der integrierte, nicht änderbare „Large Hall“ ist ganz sicher lang genug. Hinzu kommt ein Pitch-Parameter, mit dem die Klänge um zwei Semitöne hochgepitcht werden können. Wer nicht gerne mit dem Pitch Wheel arbeitet oder gerade keins zur Verfügung hat, bekommt den gleichen Ausdruck auch hiermit realisiert. Mittels LFO Rate und LFO Depth lässt sich die Tonhöhe modulieren, wodurch sich auch Vibrato-Effekte und extremere Tonhöhenschwankungen erzeugen lassen – für einen spooky Horror-Effekt.

Klanglich kann mich Atmos absolut überzeugen! Der ROMpler hat seinen eigenen Charme, der mich sofort dazu verleitet hat, kleine Läufe zu spielen. Der Sound ist allerdings sehr differenziert und diffus – einen knackig-frischen Piano-Sound zum Spielen komplexer Harmonien erhält man mit Atmos nicht. Mir gefällt genau das sehr gut, denn durch die lange Ausklingphase und den eher für den Background geeigneten Charakter wird man dazu verleitet, minimalistisch zu arbeiten. Das hat mich spontan dazu gebracht, einen düsteren Trap Beat zu schrauben, in dem ich Atmos dazu nutze, Akzente zu setzen.

Fazit

Das Piano-ROMpler-Plug-in Atmos macht genau das, was es soll: Atmosphäre schaffen! Beatmakers Atmos ist nicht der Piano-Sound für alle Fälle, sondern das i-Tüpfelchen, um eine Stimmung zu betonen und Akzente zu setzen. Durch die wenigen Parameter ist er leicht zu bedienen und ohne großes Soundschrauben auch sofort einsetzbar. Wer auf der Suche nach einem atmosphärischen Stimmungsverstärker zum Akzentuieren seiner Film-, Game- oder Musikproduktion sucht, sollte zuschlagen und sich Atmos kostenlos in die DAW holen!

  • Pro
  • charaktervoller, atmosphärischer Grand-Piano-Klang
  • leichte Bedienbarkeit
  • kostenloser Download ohne Registrierung
  • Contra
  • kein Contra
  • Features
  • Atmos Piano-ROMpler
  • 86 Grand-Piano-Samples mit integriertem Hall, Distortion und Delay
  • Kontrolle über zusätzlichen FX-Layer
  • Attack und Release
  • Gain-, Panorama- und Pitchbend-Regler
  • LFO zur Modulierung der Tonhöhe
  • geringe CPU-Auslastung
  • Systemvoraussetzungen: Windows, Mac, VST- oder AU-fähige DAW (32- oder 64-Bit)
  • Preis
  • kostenlos

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