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Feature
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14.12.2012

Backstage-Quickie: 10 Fragen an Chad Urmston

Kurzinterview mit dem Singer, Songwriter und Gitarrist von State Radio und Dispatch

Gitarrist, Sänger, Songschreiber, Aktivist - Chad Urmston ist alles auf einmal. Immerhin spielt der in Boston an der amerikanischen Ostküste aufgewachsene Musiker in zwei der erfolgreichsten politischen Bands seit Rage Against the Machine: Dispatch und State Radio.

1995 gründete er mit Pete Heimbold und Brad Corrigan zunächst die Band One Fell Swoop, aus denen später Dispatch hervorging. Über deren beeindruckenden Erfolg als Indie-Band war auch auf bonedo.de schon zu lesen (hier unser Interview mit Dispatch). Bereits 2 Jahre vor dem Split der Indie-Band im Jahr 2004 gründete gründete der Lockenkopf zusammen mit Bassist Chuck Fay und Schlagzeuger Mike Najarian die Band Flag Of The Shiners. Das war auch der Name ihrer ersten EP. Der Bandname wurde allerdings auf das etwas handlichere State Radio gekürzt. Mit "Rabbit Inn Rebellion" erschien im Oktober 2012 bereits das vierte Album des Trios, das zwar die Reggae Elemente mit Dispatch teilt, sonst aber deutlich rauer und punkiger zu Werke geht. 2011 veröffentlichte er ein ganz nebenbei auch noch ein Soloalbum unter dem Namen Chadwick Stokes.

Die Texte sind bei allen Projekten fast durchweg politischer Natur. Anders als bei manch anderem Protestler beschränkt sich das Engagement Urmstons nicht auf Bühnenaktivitäten: Der State Radio Song "Calling All Crows" teilt sich die Bezeichnung mit einer von Urmston mitbegründeten Non-Profit Organisation, die sich unter anderem für die Rechte von Frauen rund um den Globus einsetzt. Darüber hinaus organisierte er mit Dispatch 2007 drei ausverkaufte Benefizkonzerte im New Yorker Madison Square Garden, die unter dem Namen "Dispatch: Simbabwe" auch auf DVD erschienen sind.

Grund genug, den sympathischen Rotschopf mal mit unserem Fragebogen zu konfrontieren. Vorweg genommen: Manchmal reichen (sehr) wenige Worte für eine Aussage...

1) Musik bedeutet mir...

... die Verbindung zu einer verlorenen Welt.

2) Wenn ich kein professioneller Musiker geworden wäre, wäre ich heute bestimmt... 

... ein "hobo", ein Landstreicher, der auf fahrende Züge springt.

3) Ich habe mein Instrument gewählt, weil...

... der ältere Bruder eines Freundes mir "Mother" von Pink Floyd beibrachte.

4) Ich glaube die wichtigste Musikequipment-Erfindung aller Zeiten ist... 

... das Speichelventil.

5) Von all meinen Musikaufnahmen bin ich am stolzesten auf... 

... "Rash of Robberies" vom Album "Year of the Crow".

6) Mein wahrscheinlich schönster Moment auf der Bühne war...

... während eines Spiels der Boston Bruins auf dem Eis.

7) Wenn ich im Music-Business das Sagen hätte, wäre das Erste was ich ändern würde... 

... die Monopole.

8) Ich bekam eine Chance auf eine Musikerkarriere, wegen...

... Jimi Hendrix - sein Cousin gabelte mich auf, als ich Trampen war.

9) Mein Tipp für junge Musiker, die eine Karriere im Musikbusiness starten wollen, ist... 

... sei ein sicherer Fahrer.

10) What makes the music go round? 

Der Mond.

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