Hersteller_Akai KC_Keyboard_Controller KC_Minitasten
Test
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19.08.2020

Praxis

Installation und Konfiguration

Wie bereits angeschnitten, benötigt der Controller selbst keine Installation, sondern wird lediglich mit dem Rechner verbunden. Im Test funktionierte dies auf einem Macbook 16“ mit macOS Catalina 10.15.6 und Logic Pro X 10.5.1 ohne Hindernisse. Ohne weitere Konfigurationen ist der MPK Mini MK3 einsatzbereit. Zur Steuerung DAW-spezifischer Parameter lassen sich via „Program Select“ und eines der Pads entsprechende, vorkonfigurierte Templates aufrufen.

Auf der AKAI-Website sollte der Controller registriert werden, woraufhin man den Zugang zum Software- und Soundpaket erhält. AKAI hat dazu einen sehr benutzerfreundlichen und übersichtlichen Download- und Installations-Manager am Start, der es sicherlich auch Einsteigern leichtmacht, das gesamte Software- und Sound-Paket, oder aber auch nur einzelne Parts zu installieren. Mit dabei ist auch ein Software Editor, mit dem man Zugriff auf weitere Konfigurationsparameter, wie beispielsweise MIDI-Kanäle, Control Changes oder Program Changes erhält.

Arpeggio und Note Repeat

Der interne Arpeggiator bietet sieben Modi (Up, Down, Excl, Incl, Order, Latch und Random), die über vier Oktaven gespielt werden können. Arpeggio und Note Repeat lassen sich in den Raten 1/4 bis 1/32, einschließlich Triolen und Swing abfeuern. Hält man den Arpeggio- bzw. Note Repeat-Button gedrückt, können die entsprechenden Werte auf der Tastatur ausgewählt werden. Da es keine separaten Buttons gibt, mit denen sich diese Raten einstellen lassen, muss das Spiel, zumindest für den Arpeggiator für kurze Zeit unterbrochen werden, um beispielsweise von 1/4 auf 1/16 umzustellen – schade.

Mit dem Tap-Tempo-Button lässt sich das Tempo vorgegeben. Das „getapte“ Tempo wird daraufhin auf dem Display angezeigt. Statt die Geschwindigkeit per Hand vorzugeben, kann das Ganze natürlich auch via MIDI-Clock per DAW-Software synchronisiert werden, damit Arpeggio und Note Repeat synchron zum Projekt laufen.

Mitgelieferte Sounds

Egal, ob man den Controller mit der DAW-Software des Vertrauens nutzen möchte, oder gerade erst mit dem Beatbauen beginnen möchte: Die mitgelieferten Sounds sind in jedem Fall eine Bereicherung. Die Samples und Kits der MPC Beats Software klingen, wie von AKAI gewohnt, sauber aufeinander abgestimmt und liefern moderne, produktionsreife Klänge, an denen nicht mehr großartig geschraubt werden muss. Im Folgenden gibt es einen kleinen Einblick in die Demo-Library.

Mit den insgesamt sechs Software-Klangerzeugern ist man ebenfalls solide versorgt. Die drei AKAI Synths namens Bass Synth, Electric und Tube Synth lassen sich zwar nur in der MPC Beats Software als Plug-In einbinden, geben aber viele vorgefertigte Bässe, E-Piano-Klänge und moderne Leads, Pads und Co. an die Hand, die sich in der Software nach Lust und Laune verändern lassen. Die drei Synths von Air Music können sowohl in MPC Beats als auch als VST/AU-Plug-In in jede DAW-Software geladen werden und bereichern Produktionen mit Akustik Piano, E-Piano und einem mächtigen Hybrid-Synthesizer, der subtraktive Synthese mit Wavetables vereint. Alleine die drei Synths von Air Music wären im Einzelkauf teurer, als der MPK Mini selbst. Für rund 99 € Straßenpreis ist man also mit Klangerzeugern und Samples für den Anfang gut versorgt.

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